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Hälfte der Kosten ist bereits durch Spenden gedeckt

Eichenpflanzung zu Ehren von Joseph Beuys in Bernau

Galeristin Jutta Marah Strohmeyer-Haider, die künftige Tourismus-Chefin Anja Abel, Künstlerin Corinna Brandl vom Kunstkreis und Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (von links). Im Hintergrund sind Bilder der Ausstellung von Berit Opelt zu sehen.
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Galeristin Jutta Marah Strohmeyer-Haider, die künftige Tourismus-Chefin Anja Abel, Künstlerin Corinna Brandl vom Kunstkreis und Bernaus Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (von links). Im Hintergrund sind Bilder der Ausstellung von Berit Opelt zu sehen.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Ein Hauch von weltbekannter Gegenwartskunst weht bald durch die Gemeinde Bernau. Sie wird Teil einer deutschlandweiten Aktion aus Anlass des 100. Geburtstags des berühmten Bildhauers und Aktionskünstlers Joseph Beuys. Hinter der Eichenpflanzung stehen tiefgründige Gedanken.

Bernau – Fast die Hälfte der Kosten für das Projekt „Eichenpflanzung zu Ehren von Joseph Beuys“ im Bernauer Kurpark sind bereits in Form von Spenden zusammengekommen. Die Chiemseegemeinde ist Teil der deutschlandweiten, gleichnamigen Aktion der Traunreuter Museumsstiftung „DASMAXIMUM“. Für jedes der 64 Lebensjahre des berühmten Bildhauers und Aktionskünstlers Joseph Beuys (1921 - 1986) wird an verschiedensten Orten eine Eiche gepflanzt und daneben ein Basaltstein aufgestellt (wir berichteten).

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Die Initiative, eine dieser Eichenpflanzungen nach Bernau zu holen, ging von der Galeristin Jutta Marah Strohmeyer-Haider aus. Sowohl beim Bernauer Kunstkreis als auch bei der Gemeinde und bei Kulturreferentin Michaela Leidel (BL) stieß sie dabei auf Unterstützung. DASMAXIMUM erteilte Bernau den Zuschlag. Die Eichenpflanzung zu Ehren von Josef Beuys findet am Sonntag, 7. November, im Kleinen Kurpark statt.

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) äußerte sich bei einem Gespräch in der Galerie gegenüber den OVB Heimatzeitungen hoch erfreut über die Beuys-Aktion: „Ich finde das toll und ungewöhnlich. Das passt unheimlich gut in den Kurpark. Ich glaube, der ausgewählte Platz ist sehr gut geeignet und die Eiche wird dort schön stehen.“

Besucher zeigen großes Interesse am Kulturangebot in Bernau

Die künftige Tourismus-Chefin Anja Abel freut sich ebenfalls, dass mit der Beuys-Eiche bald ein Hauch des weltweit bekannten Gegenwartskünstlers durch Bernau weht. Die Touristen zeigten großes Interesse am Kulturangebot in Bernau, so werde zum Beispiel die aktuelle Skulpturenausstellung des KunstKreises Bernau im Kurpark gut angenommen.

„Die Beuys-Anhänger sind vernetzt, es gibt Leute, die von Eiche zu Eiche fahren“, ist Bürgermeisterin Biebl-Daiber überzeugt. Laut Strohmeyer-Haider sind die nächstgelegenen Eichen der Pflanz-Aktion in Traunreut, in Raitenhaslach bei Burghausen sowie in München zu besuchen. Weitere Pflanzungen erfolgen im Jahr 2022 im Umkreis.

Unterstützung vom Gemeinde-Bauhof

Dankbar ist sie für die tatkräftige Unterstützung des Bernauer Bauhofs: „Die Hilfe ist großes Glück, dadurch wird es günstiger.“ Strohmeyer-Haider hat in ihrer Galerie mit Unterstützung von Künstlerfreunden und einer Band, die bei einer Veranstaltung ihre Gage in den Topf warf, 500 Euro an Spenden zusammengebracht.

Auf dem Spendenkonto sind ebenfalls schon fast 700 Euro eingegangen. Pflanzpartner sind weiterhin willkommen, die finanziell oder bei der Pflanzung am 7. November helfen wollen. Begleitend zur Eichenpflanzung beginnt in der Galerie MarahART die Ausstellung des Traunsteiner Künstlers Helmut Mühlbacher mit dem Titel „Wohin werden wir gegangen sein“. Der KunstKreis Bernau wird zeitgleich eine Kunstausstellung zum Thema „Bäume“ im Rathaus organisieren. Nähere Informationen zum Spendenkonto und zur Aktion gibt es persönlich in der Galerie MarahART bei Inhaberin Strohmeyer-Haider.

Die Idee dahinter:

Die von der Traunreuter Museumsstiftung DASMAXIMUM initiierte Aktion „Eichenpflanzungen zu Ehren von Joseph Beuys“ erinnert an dessen Kunst-Pflanzaktion „7000 Eichen, Stadtverwaltung statt Stadtverwaltung“ im Jahr 1982 in Kassel. Beuys wäre heuer im Mai 100 Jahre alt geworden. Eine seiner Grundforderungen war das gute Zusammenleben der Menschen mit Tieren und Pflanzen im Sinne der Natur. Mit dem Projekt will DASMAXIMUM das Lebenswerk des Künstlers ehren. Seine Arbeit sei im wachsenden ökologischen Bewusstsein aktueller denn je, so die bisherige Museumsleiterin Dr. Birgit Löffler im Gespräch mit den OVB Heimatzeitungen.

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