Ehrung

Ehepaar Bachhuber seit einem halben Jahrhundert im Schulbusdienst in Reit im Winkl

Als Fahrer des örtlichen Schulbusses brachten Willi undAnnemarie Bachhuber die Kinder täglich zum Unterricht und wieder nach Hause – beinahe fünf Jahrzehnte. Zum Dank erhielten beide einen Präsentkorb.
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Als Fahrer des örtlichen Schulbusses brachten Willi undAnnemarie Bachhuber die Kinder täglich zum Unterricht und wieder nach Hause – beinahe fünf Jahrzehnte. Zum Dank erhielten beide einen Präsentkorb.

Fast ein halbes Jahrhundert war der Bustransport der Schulkinder in Reit im Winkl unverrückbar mit dem Ehepaar Annemarie und Willi Bachhuber verbunden.

Reit im Winkl – Seit 1970 brachten sie die Mädchen und Buben zur Schule und mittags oder nachmittags wieder nach Hause.

Vor knapp einem Jahr gaben beide gesundheitsbedingt ihre Ortslinie auf. Erst jetzt statteten die Schulleiterin Monika Kilgenstein und Bürgermeister Matthias Schlechter den Eheleuten aus dem Ortsteil Blindau einen Besuch ab – verspätet wegen Corona. Die Rektorin und der Rathauschef würdigten die Institution „Schulbus Bachhuber“. Zum Dank überreichten sie einen Präsentkorb sowie einen Blumenstrauß.

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Blindau – Birnbach – Oberbichl – Ötzleiten – Schule: Morgens startete Annemarie oder Willi Bachhuber im Auftrag der Gemeinde auf diese Runde, mitunter auch zweimal. Mittags nach der vierten, der fünften und der sechsten Stunde ging es wieder auf die gleiche Strecke. Stets herzlich, manchmal energisch, immer auf die Minute – Pünktlichkeit war das Markenzeichen des Busfahrerehepaares.

Flexible Busfahrer

Wie oft sie an Haltestellen selbst ein paar Minuten warteten, weil schnell noch der Kaba ausgetrunken oder das Pausenbrot geschmiert werden musste, ist nicht bekannt. Aber: Der Schulbus war da und die junge Generation erreichte rechtzeitig vor dem Gong zur ersten Stunde die Klassenzimmer.

Neben den busberechtigten Kindern durften auch „geduldete“ Kinder mitfahren, wenn der Heimweg zu Fuß recht schwerfiel. Auch bei den Haltestellen zeigten die Bachhubers eine gewisse Flexibilität. Letztlich wussten sie ja, welcher Bub oder welches Mädchen von welchem Wohnhaus oder Bauernhof stammte.

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Zum Glück kein einziger Unfall

Im Lauf der Jahre und Jahrzehnte erlebte das Paar, wie seine einstigen Buskinder groß wurden, um schließlich irgendwann wieder deren Nachwuchs in den Bus ein- oder aussteigen zu lassen. Vier Schulleiter haben die Bachhubers erlebt. Nie war ein Schulbus in dieser langen Zeit in einen ernsthaften Unfall verwickelt, auch nicht in strengen und schneereichen Wintermonaten. Diese Beständigkeit und Verlässlichkeit würdigten Schulleiterin Kilgenstein und Bürgermeister Schlechter besonders.

Für viele Reit im Winkler bleibt die Erinnerung an die eigene Schulzeit verbunden mit der sich öffnenden Schulbustür und dem „Guten Morgen“ von Annemarie und Willi Bachhuber. „Pfiat eich“ würden die vielen Buskinder vielleicht an dieser Stelle sagen und sich den guten Wünschen anschließen: nach Gesundheit und einem zufriedenen Ruhestand. Hanns Ostermaier

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