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Tier-Idyll in Gefahr?

Drohnen sorgen für Ärger: Gemeinde Chiemsee haut nun auf den Tisch - so soll gegengesteuert werden

Beim Drohnenfliegen ist Verschiedenes grundsätzlich nicht erlaubt, zum Beispiel das Überfliegen von Vogelschutz- beziehungsweise FFH-Gebieten. Unser Bild zeigt einen Drohnenflieger am Langbürgner See in erlaubtem Gebiet.
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Beim Drohnenfliegen ist Verschiedenes grundsätzlich nicht erlaubt, zum Beispiel das Überfliegen von Vogelschutz- beziehungsweise FFH-Gebieten. Unser Bild zeigt einen Drohnenflieger am Langbürgner See in erlaubtem Gebiet.
  • VonKarl Wastl
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Der Gemeinderat Chiemsee beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung, wie er verbotene Drohnenflüge auf der Insel verhindern kann. Einen Ansatz hat die Gemeinde gefunden.

Chiemsee – Die Fraueninsel ist ein Idyll. Das wissen die vielen Gäste und Besucher, die sie genau deshalb aufsuchen. Verständlich auch, dass Viele von Ihnen die Erinnerungen an dieses schöne Fleckchen Erde auf Bildern festhalten wollen. Problematisch wird es erst, wenn dies mit Drohnen geschieht. Denn Drohnenflüge von Privatpersonen sind auf der Insel verboten, brachte Bürgermeister Armin Kärmmer (FWG) in der jüngsten Sitzung des Chiemseer Gemeinderats zu Sprache. Das Problem: Immer wieder halten sich Besucher nicht daran. Deshalb ist der Gemeinderat um Lösungen bemüht. Ein Beschluss war nicht notwendig.

Rücksprache mit Luftfahrt-Bundesamt

Krämmer berichtete in der Sitzung, dass von der Verwaltung in der Angelegenheit mehrfach Rücksprachen sowohl mit dem Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig als auch mit der Regierung von Oberbayern (Luftamt Südbayern) in München gehalten worden sei.

Von beiden Stellen sei unisono mitgeteilt worden, dass die gesamte Wasserfläche des Chiemsees einschließlich der Inseln ein Vogelschutz- beziehungsweise FFH-Schutzgebiet für die Tier- und Pflanzenwelt sowie deren Lebensraum ist.

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Grundsätzlich dürften diese Gebiete nur mit Zustimmung der Naturschutzbehörde beflogen werden, erklärte der Bürgermeister weiter. Dies sei auch im vorliegenden beziehungsweise derzeit verwendeten Kartenmaterial der beiden Ämter explizit so vermerkt und einsehbar. Die Verwaltung habe sich nun an einen führenden Software-Anbieter Droniq gewendet, damit dieser die am Chiemsee geltenden Vorgaben aufnimmt. Mit dessen „Droniq-App“ könnten Piloten vor einem Flug anhand des gewählten Fluggerätes und dem Startpunkt prüfen, welche Voraussetzungen an den Flug gestellt werden.

Krämmer schilderte weiter, dass vom Piloten zudem zu prüfen sei, welche Gesetze beachtet werden müssten und ob der Flug überhaupt ohne Genehmigungen durchgeführt werden könne.

Drohnenpiloten sollten sich über Vorgaben informieren

Seit Januar 2021 gilt die neue EU-Drohnenverordnung mit geänderten Regeln, Gesetzen und Vorgaben, welche die Drohnen-Gesetze EU-weit vereinheitliche, informiert die Firma Droniq auf ihrer Internetseite. Demnach ist die erlaubte maximale Flughöhe für Drohnen mit einer Startmasse unter 250 Gramm auf 120 Metern über Grund festgesetzt. Über Wohngrundstücke dürfen grundsätzlich keine Drohnen mit Kamera geflogen werden, außer, der Eigentümer stimmt zu. Drohnenpiloten müssen mindestens 16 Jahre alt sein.

Grundsätzlich nicht erlaubt sei bei einem Drohnenflug eine Behinderung oder Gefährdung und „der Betrieb über sensiblen Bereichen“, also über Polizei- oder Rettungseinsätzen, Menschenansammlungen oder in der Nähe von Flugplätzen. Ebenso sei das Fliegen über Wohngrundstücken und Naturschutzgebieten im Regelfall untersagt.

Anbieter sollen Infos in App aufnehmen

Krämmer erklärte in der Sitzung, dass die Verwaltung die Firma Droniq schriftlich aufgefordert habe, die Daten anzupassen und das Gebiet als Flugverbotszone zu kennzeichnen. Die Firma Droniq habe mit Schreiben vom November 2021 diese Vorgehensweise bestätigt. Weitere App-Anbieter seien ebenfalls durch die Verwaltung angeschrieben und über die Problematik in Kenntnis gesetzt worden.

Übrigens informiert auch der Verband Chiemsee-Alpenland-Tourismus auf seiner Internetseite, wo am Chiemsee Foto- und Drehgenehmigungen notwendig sind, speziell was auch die Objekte der Bayerischen Seen- und Schlösserverwaltung betrifft, etwa Schloss Herrenchiemsee.

Hier findet sich zudem ein Verweis und Link auf die Rechtslage zu Drohnenaufnahmen.

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