Marktgemeinderat in Grassau befürwortet Erweiterungsbau am Montessori-Haus

Dringend drei Klassenzimmer nötig

Grassau - Das Montessori-Haus mit Kindergarten in Grassau soll um drei Klassenzimmer erweitert werden. Der Marktgemeinderat hat dem angestrebten Erweiterungsbau zugestimmt.

Auch eine Kinderkrippe

ist geplant

Das Montessori-Haus hat dringenden Platzbedarf, wusste Bürgermeister Rudi Jantke. Zur bestehenden Schule und Kindergarten sei auch noch eine Kinderkrippe geplant. Jantke sah die Montessori-Schule als gute Erweiterung des schulischen Angebots in Grassau an und freute sich, dass sich die Einrichtung so gut entwickle.

Das Grundstück umfasse rund 2600 Quadratmeter. Das bestehende Schulhaus sei auf einer Teilfläche von rund 1700 Quadratmeter in einem Mischgebiet gelegen. Der Erweiterungsbau sei auf dem südlichen Bereich des Gesamtgrundstücks auf rund 850 Metern geplant, so Jantke. Dieser Teilbereich sei als landwirtschaftliche Fläche dargestellt. Auf diesem Bereich sei ein eingeschossiger Baukörper mit einer Länge von 28,5 Metern, einer Breite von 9,5 Metern und einer Höhe von 4,5 Metern geplant. Zwischen dem Bestand und dem geplanten Neubau ist ein Zwischenbau mit Flachdach vorgesehen. Mit dem Neubau erreiche die Schule eine Geschossfläche von 1370 Quadratmetern und eine Geschossflächenzahl von 0,55, so der Bürgermeister.

Für einen Schulbetrieb, so Jantke, sei dies denkbar, da hier andere Maßstäbe als bei einem Wohnhaus anzusetzen seien. Auch der Zwischenbau sei sinnvoll, damit die Schüler trockenen Fußes die Klassenräume wechseln können. Ausgewiesen werden zudem sieben Stellplätze. Diese werden beim Bebauungsplanverfahren jedoch genau bemessen.

Laut Jantke wolle die Montessori-Fördergemeinschaft ein Bestandsgebäude erwerben und dieses nach Grassau transferieren. Das vorhandene Pultdach soll aber in ein Satteldach umgewandelt werden.

Werner Haslinger (CSU) erkundigte sich, ob der Schulbus dann noch ausreichende Wendefläche habe. Laut Jantke ist der überplante Bereich jetzt als Holzlager genützt und vom Busverkehr unabhängig zu sehen. Zudem meinte Haslinger, dass ein Sondergebiet Schule festgesetzt werden sollte. Auch eine Aufstellfläche für die Feuerwehrleiter müsse vorhanden sein. Er wies auch auf den zweiten Fluchtweg hin. Die Rettungswege werden festgelegt, erklärte der Rathauschef.

Einstimmig entschied der Rat dem Antrag zur Erweiterung vorbehaltlich des Verfahrens zuzustimmen. Die Stellplatzzahl sei zu ermitteln und auch ein Sondergebiet Schule aufzunehmen. Brandschutzrechtliche Belange seien ebenfalls zu prüfen.

Mit diesem Beschluss ist nun der erste Schritt getan. Weiter geht es nun mit dem Aufstellungsverfahren und der Behörden- und Anliegerbeteiligung. tb

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