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GROßER KULTURFÖRDERER GEHT

Dr. Fritz von Daumiller aus Prien gibt Amt ab: Der Impulsgeber der Kunstszene geht

Geschenke zum Abschied gab es für Dr. Fritz von Daumiller (Mitte) von Bürgermeister Andreas Friedrich (links) und Georg Klampfleuthner.
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Geschenke zum Abschied gab es für Dr. Fritz von Daumiller (Mitte) von Bürgermeister Andreas Friedrich (links) und Georg Klampfleuthner.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Dr. Fritz von Daumiller verabschiedet sich aus der Priener Kunst- und Kulturförderszene nach 36 Jahren in einem abwechslungsreichen Amt. Sein Nachfolger ist Georg Klampfleuthner von der Fraueninsel. Gemeinsam blickten sie beim feierlichen Abschied auf gemeinsame Projekte zurück.

Prien – Seit es den Kulturförderverein von Prien gibt – 36 Jahre – war Dr. Friedrich von Daumiller dessen Vorsitzender. Nun gab er das Amt an seinen bisherigen Dritten Vorsitzenden Georg Klampfleuthner von der Inseltöpferei Frauenchiemsee ab. In feierlichem Rahmen im Kleinen Kurgarten nahm der Verein Abschied von Daumiller und hieß den neuen Vorsitzenden willkommen. Zugleich fand das Jahrestreffen des Vereins statt, zu dem zahlreiche Mitglieder erschienen.

Führen den Kulturförderverein in die Zukunft (von links): Dr. Gregor Rieger, Inge Fricke, Georg Klampfleutner und Bürgermeister Andreas Friedrich.

Freude über mehr Mitglieder

Von Daumiller begrüßte unter den Gästen vor allem Lenz Hamberger als „Urgestein der Künstler“. Erster Bürgermeister Andreas Friedrich, der kraft seines Amtes Zweiter Vereinsvorsitzender ist, sprach in seinem Grußwort vom Kunstleben in Prien, das „wieder zurückkommt und auch von der Jugend angenommen wird.“ Der Kulturförderverein habe inzwischen wieder einen Mitgliederzuwachs zu verzeichnen, verkündete Daumiller freudig, aktuell seien es 506, 2019 waren es 498. „Wichtig ist, dass wir immer wieder neue Mitglieder bekommen, die sich für die heimische Kultur und unsere Angebote interessieren“, appellierte er an die Zuhörer.

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Daumiller blickte nicht nur zurück auf die bisherige gute Zusammenarbeit mit der Priener Marketing GmbH (PriMa), sondern noch weiter bis zur Vereinsgründung am 14. Mai 1985. Für diese hatte er selbst als örtlicher Notar die notwendige Satzung vorbereitet. Nachdem 1984 das Neue Rathaus bezogen wurde, beschloss der Gemeinderat, das Alte Rathaus einer Galerie-Funktion und der Bildenden Kunst zuzuführen. Der Gründungsversammlung wohnten die damaligen Bürgermeister Lorenz Kollmannsberger und Willi Keßler sowie Verwaltungs-Oberamtsrat Fritz Aigner eingeladen. Bei der ersten Wahl waren Fritz von Daumiller Erster und Lorenz Kollmannsberger Zweiter Vorsitzender. 1981 wurde die Vorstandschaft mit dem Münchner Messechef und Wahl-Prieners Gerd vom Hövel als dritter Vorsitzender erweitert.

„Uli Hoeneß der Kulturförderer“

2002 trat der Verein der Künstlerkolonie Frauenchiemsee zur Künstlergemeinschaft „Euro-Art“ bei, der mit Sitz in Brüssel 21 Länder angehören. Die Herausgabe des Bildbandes „Künstlerlandschaft Chiemsee“ sowie die Unterstützung der Gemeinde Prien bei der Beschaffung von Kunstwerken und bei baulichen Verbesserungen der Galerie folgten. Von Daumiller blickt optimistisch in die Zukunft: „Die Chiemseemaler mit ihrer fast 200-jährigen Tradition und der derzeitige Schwung in der zeitgenössischen Kunst machen es zusammen mit dem HeimatMuseum und mit dem KronastHaus möglich, dass Prien zu einer kleinen Kunst-Metropole zwischen München und Salzburg wurde“.

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Nachfolger für von Daumillerist Georg Klampfleuthner von der Fraueninsel, der bereits seit neun Jahren sein Stellvertreter war. Seine erste Aufgabe als neuer Vorsitzender nutzte Klampfleuthner für folgende Worte an seinen Vorgänger: „Du hast aus dem Kulturförderverein einen Kultverein gemacht. Für mich warst Du für unseren Verein das, was Uli Hoeneß für den FC Bayern München war und ist“. Als Dankes-Geschenk überreichte er einen kunstvollen Schwan aus Keramik, gefertigt in der Insel-Werkstatt. sowie einen Blumenstrauß an von Daumillers Ehefrau Margit.

Bürgermeister Friedrich schloss sich den Dankesworten und Glückwünschen an und überreichte namens der Gemeinde einen Präsentkorb vom Priener Regionalmarkt.

Ergebnis der Neuwahlen

Bürgermeister Friedrich bleibt Zweiter Vorsitzender des Kulturfördervereins. Zur neuen dritten Vorsitzenden wurde Kuratorin Inge Fricke gewählt. Bei den 62 wahlberechtigten Mitgliedern bleiben Dr. Gregor Rieger und Petra Fischer-Rados Schatzmeister und Schriftführerin. Für die ausscheidende Beirätin Hildegard Dittberner wirkt der vormalige Priener Bürgermeister Jürgen Seifert mit. Rudolf Eberhard, Ute Gladegau, Andreas Grutsch und Gerhard Märkl bleiben Beiräte. Bis zu fünf weitere Beiratsmitglieder können noch berufen werden. Kassenprüfer bleibt Gerhard Ruf, seinem bisherigen Mithelfer Hans Wappmannsberger folgt im Rahmen der Neuwahl Birgit Feßler nach.

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