Gemeinsamer Online-Auftritt

Digitales Konzept für den Einzelhandel in Siegsdorf, Inzell und Ruhpolding

Das Bild zeigt den Dorfkern Siegsdorfs in Richtung Südwesten mit Hochfelln und Hochgern im Hintergrund. Die Kommune gehört mit Inzell und Ruhpolding zu den Arbeitsschwerpunkten des Flächenmanagements.
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Das Bild zeigt den Dorfkern Siegsdorfs in Richtung Südwesten mit Hochfelln und Hochgern im Hintergrund. Die Kommune gehört mit Inzell und Ruhpolding zu den Arbeitsschwerpunkten des Flächenmanagements.
  • vonFranz Krammer
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Der Gemeinderat Siegsdorf hat sich über die Arbeit von Flächenmanager Sven Kriesche informiert. Er hat vor allem die Aufgabe, sich um den Einzelhandel der Achental-Kommunen zu kümmern. Dazu soll es einen gemeinsamen, digitalen Auftritt geben, der potenzielle Kunden anspricht.

Siegsdorf – Sven Kriesche ist von den Gemeinden Inzell, Ruhpolding und Siegsdorf im Rahmen des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) für zwei Jahre als Flächenmanager eingestellt. Seine Arbeit stand im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung in Siegsdorf.

In seiner Präsentation betonte Kriesche, dass sein ursprüngliches Ziel gewesen sei, mit „möglichst vielen Gemeindebürgern“ aus den drei Kommunen zu sprechen, den Leerstand im Einzelhandel zu erfassen und zu ergründen.

Corona: Prioritäten anders verteilt

Corona habe dies jedoch verhindert. So habe er zuerst mit dem „Digitalen Einkaufsdorf“ ein weiteres geplantes Projekt als Schwerpunkt auf seine Agenda genommen. Damit sollen alle Gewerbetreibenden eines Ortes zusammengefasst werden, um über eine „digitale Einkaufsmeile“ alle Dienstleistungen und Produkte sowie ihre Standorte zu bündeln und zu präsentieren.

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Eine solche Nutzung wäre bisher einmalig in Bayern und man hätte mit einem funktionierenden Portal „ein Alleinstellungsmerkmal im digitalen Netz des Chiemgaus“. Zudem könnte der gemeinsame Auftritt die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden erhöhen. Trotz vieler Telefonate und Schreiben habe es auf die Einrichtung anfangs aber nur „schleppende Resonanz“ gegeben.

Derzeit 50 Partner aus Siegsdorf

Hervorzuheben sei aber das positive Feedback der Vermieter, betonte Kriesche, und berichtete von seiner Arbeit, die ihn nach dem Corona-Lockdown auch mit Außendienstgängen, Vorstellungen bei den Gemeinderatsgremien und Vermietern sowie der Entwicklung des „Ruhpoldinger Sesshaft-Bankerl“ beschäftigte. Speziell in Siegsdorf sei er bereits mehrmals in die Arbeit des Gewerbeverbundes und die Entwicklung der „Neuen Mitte“ eingebunden worden.

In Siegsdorf seien derzeit bereits über 50 Partner integriert, freute sich Kriesche, betonte aber: „Das Tempo muss bei der Gestaltung der Inhalte erhöht werden, nur kreative und schnelle Weiterarbeit sichert uns die Aufmerksamkeit der Kunden“. Als nächsten Schritt möchte er die Kommunikation mit den Gemeinden verstärken und an der Einbindung des Tourismus arbeiten.

Auf „Bio„ ausgerichtetes Angebot

Viele Fragen zum Thema kamen dann aus dem Gremium, nur die wenigsten Ratsmitglieder hatten bisher Kontakte oder Berührungspunkte mit dem „Digitalen Einkaufsdorf“ gehabt.

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„Seit wann gibt es das Angebot?, Was hat der Kunde davon? Wie steht es generell um den Einzelhandel und die Leerstände?“, lauteten einige der Fragen, die Kriesche versuchte, zu beantworten. In den sechs Wochen seit Beginn des Auftrittes seien bereits wichtige Zwischenschritte getätigt worden. Entscheidend für Siegsdorf sei ein qualitativ hochwertiges, auf „Bio“ ausgerichtetes Angebot des Einzelhandels, betonte er und verwies auf ein bereits von der Gemeinde in Auftrag gegebenes „Einzelhandels-Konzept“. Gemeinderat Dr. Jürgen Leikert (CSU) lobte Kriesche für seine bisherige Arbeit, hob die effektive Unterstützung durch ihn heraus und regte an, den Flächenmanager bei Bedarf auch in den Ortsentwicklungsausschuss einzubinden.

Dutzende neue Möglichkeiten

Klaus Gimpl (CSU) schloss sich dem Lob an und forderte Kriesche auf, den Tourismus noch besser zu integrieren. Nach seiner Meinung kann das System aber nur sinnvoll sein, „wenn die Nutzer ihre Angebote auch aktuell halten und pflegen“.

Gemeinderat Sepp Bauer (CSU) hoffte auf eine Verbesserung und Erweiterung auch für den „Online-Einkauf“ und Ludwig Geisreiter (UW) fragte an, ob auch das Thema „Job und Ausbildung“ eingebunden werden könnte.

Kriesche meinte dazu, das System hätte Dutzende Möglichkeiten der Nutzung und ging abschließend auf seine weiteren Aufgaben ein. Dazu gehören das schnelle „Füllen der Digitalen Einkaufsdörfer“, die Begleitung einer Vermarktungsidee in Ruhpolding, die Unterstützung bei der Ansiedlung von Drogeriemärkten in Siegsdorf und Ruhpolding sowie eine bessere Außendarstellung der drei Orte.

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