Digitale Versammlung: Schutz gegen Hochwasser sorgt die Grassauer Bürger

Zweiter Teil der Grassauer Bürgerversammlung: Neben vielen Themen zeigt sich auch hier ein klarer Fokus, und der liegt klar auf der Frage, was die Gemeinde gegen Hochwasser und Starkregen tun kann. Bürgermeister Stefan Kattari zeigte die Möglichkeiten und Risikogebiete auf.

Grassau – Viele Themen kamen bei der digitalen Grassauer Bürgerversammlung im Dezember auf den virtuellen Tisch. Helmut Bielenski beispielsweise verwies auf die jüngst ausgefallene Beleuchtung des Mietenkamer Dorfplatzes.

Beleuchtung und Hochwasser

Eine Beleuchtung dort sei deutlich aufwendiger, als man es sich vorstellt, antwortete ihm Bürgermeister Stefan Kattari (SPD). Es solle möglichst bald Abhilfe geschaffen werden: „Die neue Beleuchtung wird rund 20 000 Euro kosten“.

Wie künftig mit Hochwasser umgegangene werde, interessierte Richard Bämayr. Hier müsse unterschieden werden, ob es sich um ein 100jähriges Hochwasser Tiroler Ache handle oder um Ereignisse mit Starkregen, so der Bürgermeister. Ein Dammbruch an der Ache werde wohl, nach der Verstärkung der Deiche nicht mehr vorkommen kann, so Kattari äußerst vorsichtig. Bei Starkregen komme das Wasser auch von anderen Seiten. Einige Hochwassermaßnahmen stünden bevor. So lägen Planvarianten für das Hochwasserschutzgebiet Tennbodenbach vor, die etliche Flächen von Landwirten betreffen. „Bevor aber nicht vonseiten des Wasserwirtschaftsamtes mit den Landwirten geredet wurde, werden die Maßnahmen auch nicht im Marktgemeinderat behandelt“, so Kattari. Die Geigelsteinstraße sei ein besonders betroffenes Gebiet, hier würden kurzfristig Abhilfemaßnahmen erfolgen. Vom Gemeinderat wurde zudem beschlossen, eine hydraulische Berechnung des Abwassernetzes zu veranlassen. Auch ein Rückhaltebecken sei denkbar. Ein besonderes Problem gebe es im Bereich Hackenstraße, da hier sehr viel Wasser zusammenkomme.

Nach dem aktuellen Stand zum Hochwasserschutz Tennbodenbach fragte Lukas Poppe. Zur Aufhebung der Veränderungssperre könne er, Kattari, nichts sagen, antwortete der Rathauschef.

Sicherheit im Straßenverkehr

Er erklärte, dass das vorläufig festgesetzte Überschwemmungsgebiet neu berechnet und verändert wurde. Dies habe dazu geführt, das Teile des Siedlungsgebiets künftig nicht mehr im berechneten Überschwemmungsgebiet liegen. Früher reichte das fiktive Überschwemmungsgebiet bis in die Bergstraße, jetzt nur mehr bis zum Bereich Holzhammer. Wann die Verordnung zum Überschwemmungsbereich aufgehoben werde, könne er nicht sagen. Familie Bader fragte, ob ein Gehweg von der Kaiserblickstraße bis zur Bahnhofstraße erstellt werde. Dies bejahte der Rathauschef, erklärte zudem den Verlauf, wobei der Weg erst mit Bau des neuen Kindergartens gebaut werde.

Weiterer digitaler Weg der Gemeinde

Klaus Bleischwitz fragte, ob der schmale Weg Richtung Untermoosbacher Weg erweitert werden könne. Laut Kattari werde dies geprüft. Christian Kohlberger interessierte, ob an der Einfahrt Steinwinklstraße/Mietenkamer Straße ein Verkehrsspiegel in Richtung Ortsmitte angebracht werden könne. Laut Kattari werde dies geprüft.

Wie lange der Bau des Bikeparks in Rottau dauert, wollte Michael Schmaus wissen. „Der Park soll möglichst schnell umgesetzt werden“, antwortete Kattari und verwies darauf, dass dort kein Park entstehe, sondern vielmehr ein Pumptrack.

Die digitale Übertragung könnte auch auf Marktgemeinderatssitzungen ausgeweitet werden, meinte Andreas Pfautsch. Die Öffentlichkeit in den Sitzungen sei nach seinem Dafürhalten, so Kattari, in ausreichendem Maß hergestellt. Dennoch werden die Räte hierzu befragt und das Meinungsbild bekannt geben. Tamara Eder

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