Mit diesen Regeln bleibt das Badevergnügen in Traunstein ungetrübt

Die ehrenamtlichen Helfer der BRK-Wasserwacht leisten an vielen Gewässern in der Region Wachdienst und rücken bei Notfällen sofort aus. Dies kann aber kein Einsatz für ein besonnenes Verhalten der Badegäste sein.
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Die ehrenamtlichen Helfer der BRK-Wasserwacht leisten an vielen Gewässern in der Region Wachdienst und rücken bei Notfällen sofort aus. Dies kann aber kein Einsatz für ein besonnenes Verhalten der Badegäste sein.

Wasserwacht Traunstein unterhält mehrere Stationen im Landkreis. Die beiden in Chieming und Seebruck sind 365 Tage einsatzbereit. Rund 850 aktive Wasserretter sind ehrenamtlich im Dienst - trotzdem sollte man sich nicht darauf verlassen, sondern selbst wichtige Regeln einhalten.

Traunstein – Mit der sommerlichen Witterung und der verstärkten Präferenz für Heimaturlaub in diesem Jahr hat in der Region der Ansturm auf die heimischen Seen und Schwimmbäder begonnen. Die 20 Ortsgruppen der BRK-Kreiswasserwacht Traunstein haben sich auf die zu erwartende hohe Anzahl an Badegästen eingestellt.

„Die Gruppen sind bereit für den Dienst“, berichtet Vorsitzender Hans-Michael Weisky und betont: „Wir werden wie gewohnt präsent sein.“

Größte Gefahr: Leichtsinn und Kreislaufprobleme

Freilich können die Helfer der Wasserwacht nicht permanent das komplette Geschehen an allen Gewässern überwachen. Darum ist und bleibt ein besonnenes Verhalten im Wasser der beste Schutz vor Unfällen.

Damit Baden und Wassersport ein sicheres Vergnügen bleiben, rät die Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) dringend zur Beachtung der Baderegeln.

„Denn aufgrund von Leichtsinn, Selbstüberschätzung und Kreislaufproblemen wegen zu starker Sonnenbestrahlung kommt es leider auch im Landkreis Traunstein immer wieder zu vermeidbaren, mitunter tödlichen Unfällen“, berichtet Weisky. „Man sollte keinesfalls übermüdet, stark erhitzt, mit vollem Bauch oder gar unter Alkohol-, Medikamenten- und Drogeneinfluss schwimmen.“

Vorsicht vor aufblasbaren Schwimmhilfen

Ebenfalls unterlassen sollte man das Rennen am Beckenrand, Schwimmen und Tauchen im Bereich von Sprunganlagen sowie das Stoßen anderer Personen ins Wasser. Zeit, dieses zügig zu verlassen wird es bei Sturm, Gischt oder Gewitter oder wenn man zu frieren beginnt.

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„Wer Nichtschwimmer ist, sollte sich auch nicht auf aufblasbare Schwimmkörper als Schwimmhilfen verlassen“, so der Wasserretter eindringlich. Komme es doch zu einem Unfall, sollte schnellstmöglich über die Notrufnummer 112 professionelle Hilfe gerufen werden. Die ehrenamtlichen Helfer der BRK-Wasserwacht leisten an vielen Gewässern in der Region Wachdienst und rücken bei Notfällen sofort aus. „Dies kann aber kein Einsatz für ein besonnenes Verhalten der Badegäste sein“, sagt Weisky.

850 aktive Wasserwachtler im Kreis Traunstein

Bei einem Notruf werden die Helfer der BRK-Wasserwacht von der Traunsteiner Leitstelle alarmiert. Rund 850 aktive Wasserwachtler leisten an den stationären Rettungsstationen im Landkreisgebiet abwechselnd Wachdienst.

Zusätzlich betreibt der BRK-Kreisverband Traunstein drei mobile Schnelleinsatzgruppen (SEG) der Wasserrettung in Obing, am Waginger und Tachinger See und in Bergen. 365 Tage im Jahr einsatzbereit sind die Rettungsstationen in Chieming und Seebruck.

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