Die Wanderparkplätze in Unterwössen sind überfüllt

Wildes Parken, wie hier an einem Sonntagmittag am Hammerergraben, ist ein großes Problem in der Gemeinde Unterwössen.
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Wildes Parken, wie hier an einem Sonntagmittag am Hammerergraben, ist ein großes Problem in der Gemeinde Unterwössen.

Unterwössen. – Da die Gemeinde Unterwössen mit beliebten Wandergebieten zum Hochgerngipfel und in Oberwössen zum Hamme rergraben und zum Taubensee gesegnet ist, kommen viele Ferien- und Tagesgäste.

Doch zugleich entstehen dadurch Probleme bei der Parksituation an den Wanderparkplätzen.

Im Corona-Pandemie-Jahr sind besonders viele Gäste in den Alpen unterwegs. Vor allem in den Sommerferien war das Parkverhalten chaotisch. Wer nicht früh unterwegs war, parkte schon mal auf landwirtschaftlichen Wiesen, in Grundstückszufahrten oder auf Privatgrund. Und auch nach den Sommerferien ist die Nachfrage hoch. „Die Parksituation ist an vielen Wanderparkplätzen in der Gegend derzeit ein Problem“: So sieht es Bürgermeister Ludwig Entfellner. Aus seiner Sicht trüge vor allem die Pandemie dazu bei, dass die Menschen in die Natur drängen.

„Die Kapazitäten sind einfach erschöpft“

Entfellner meint jedoch, dass sich der Andrang seit Frühsommer etwas entspanne und sich auf das Jahr gesehen auf wenige Wochenenden beschränke. Dennoch beabsichtige die Gemeinde dort, wo die Möglichkeit bestehe oder durch Grundstücksverhandlungen neuer Parkraum geschaffen werden könne, die Parkflächen zu erweitern. „Wir sind aber auch der Meinung“, so der Bürgermeister, „dass eine stete Ausweitung nur noch mehr Nutzer nach sich ziehen könnte. Die Kapazitäten sind einfach erschöpft. Den gesamten Bedarf an Parkplätzen werden wir ohnehin nie ganz abdecken können“.

Deshalb ruft auch der Achental Tourismus, das gemeinsame Kommunalunternehmen der Gemeinden Schleching, Unterwössen, Marquartstein und Staudach-Egerndach, die Gäste zu besonnenem Verhalten auf. Er weist darauf hin, nur die ausgeschilderten Parkplätze zu nutzen: „Parken Sie nicht ordnungswidrig auf Zufahrtsstraßen, im Gelände oder auf privatem Eigentum wie landwirtschaftlichen Wiesen.“ Wanderer sollten gegebenenfalls auf den nächsten Parkplatz ausweichen und die teils nur geringfügig längere Wegstrecke in Kauf nehmen. „Und wenn es anders nicht geht“, so bittet der Verband, „weichen Sie an diesem Tag auf ein anderes Ziel aus. Da bitten wir einfach um Ihr Verständnis.“

Negative Folge der derzeitigen Situation ist, dass die Polizei verstärkt Kontrollen an den Wanderparkplätzen durchführt. Das dient unter anderem dazu, die Zufahrten für Feuerwehren und Rettungsdienste allzeit freizuhalten. lfl

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