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TRAUNSTEINER ALMWIRTSCHAFT KRITISIERT WALZVERBOT

Die Traunsteiner Bezirksalmbauern fordern Aufhebung unpraktischer Vorschriften

Bei einer Videokonferenz mit dem Landtagsabgeordneten Klaus Steiner kritisieren die Bezirksalmbauern aus dem Landkreis Traunstein die realitätsfernen Regelungen. Sie wünschen sich mehr Verständnis und Unterstützung in ihrer Landbewirtschaftung.

Traunstein – Bei einer Videokonferenz mit dem Landtagsabgeordneten Klaus Steiner, kritisierten die Bezirksalmbauern aus dem Landkreis Traunstein vor allem das Walzverbot auf Grünflächen ab dem 15. März.

Bezirksalmbauer Ludwig Bödecker aus Ruhpolding: „Wir haben mit Nachdruck bei den Beratungen zum Volksbegehren ‚Rettet die Bienen‘ auf solche unpraktischen Vorschriften hingewiesen, die nicht den realen Gegebenheiten der alltäglichen Praxis entsprechen“. Franz Mühlberger, aus Reit im Winkl, wies auf die unsichere Schneesituation auf Wiesen und Weiden in den Alpengemeinden hin.

Konkrete Unterstützung der Almwirtschaft ist notwendig

Nach den Worten von Georg Hacher aus Marquartstein werde zwar die Almwirtschaft wegen der biologischen Vielfalt und Nachhaltigkeit von allen Seiten gelobt, auf der anderen Seite wird sie aber, unter anderem durch das Volksbegehren, mit Großbetrieben in einen Topf geworfen. Franz Mühlberger kritisierte weiterhin, dass in diesen Debatten um mehr Naturschutz und Biodiversität in der Landwirtschaft oft Akteure den Ton angeben würden, die wenig Ahnung von Almwirtschaft oder Berglandwirtschaft hätten.

Klaus Steiner unterstrich die landeskulturelle und agrarökologische Bedeutung der Bergbauern, betonte aber auch, dass sich die Bauern davon „nichts kaufen könnten“. Vielmehr sei eine konkrete Unterstützung der Almwirtschaft notwendig. Die Almbauern stehen vielfach vor existenziellen Herausforderungen. Deshalb vertrete er im Landtag seit Jahren mit Nachdruck die Interessen der Almbauern.

Initiatoren hören nicht auf Einwände der Praktiker

„Um die dauerhafte Bewirtschaftung und damit das Freihalten der Almen zu sichern, war unter anderem die Erhöhung des Fremdviehanteils dringend notwendig, genauso wie die Verlängerung der Auftriebszeiten oder die Verbesserungen beim Almwegebau, um die Bewirtschaftung zu erleichtern“, erklärte Steiner.

„Ich habe im Vorfeld des Volksbegehrens die Initiatoren mehrmals darauf hingewiesen, mit den Bergbauern zu reden und auf die Einwände der Praktiker zu hören“, betont Steiner. Dies sei nicht erfolgt und damit sei die Chance vertan worden, gegenseitig Vertrauen aufzubauen und konstruktive Lösungen zu finden, so der Abgeordnete.

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Das Walzverbot ab Mitte März sei eines von vielen Beispielen, die zeigen, dass pauschale Regelungen oft realitätsfern seien. Vor allem vermisse Steiner auch von anderen politischen Gruppierungen, die ständig mehr umweltschonende Landbewirtschaftung fordern, eine nachhaltige Unterstützung der Almbauern.re

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