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Umfrage zeigt: Das wünschen sich die Bürger

Ärger über „Möchtegern-Umweltschützer“, Zufriedenheit mit Infrastruktur: Was die Rimstinger ärgert und freut

Auch der Ausbau von Radwegen stand auf der Wunschliste der Rimstinger (Symbolbild).
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Auch der Ausbau von Radwegen stand auf der Wunschliste der Rimstinger (Symbolbild).
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Rimsting – Erschwingliche Wohnungen, Verkehrsberuhigung und ein Dorfkern mit Bänken, Café und Geschäften mit regionalen Produkten – solche und viele andere Wünsche äußerten Rimstinger Bürger in einer Befragung der Gemeinde.

Diese war auf Antrag der Grünen-Fraktion im Dezember beschlossen worden. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats legte Bürgermeister Andreas Fenzl (CSU) die Ergebnisse vor. Ein weiterer Beschluss wurde vorerst nicht gefasst.

Der Bürgermeister sowie Rathaus-Geschäftsleiterin Regina Feichtner gingen mit dem Gremium die Ergebnisse durch. 45 ausgefüllte Fragebögen waren im Rathaus-Briefkasten gelandet. Die Frage, warum sie gerne in Rimsting lebten, begründeten die meisten mit der schönen Landschaft, Ruhe und Erholung. Auch die Infrastruktur und die die offene Aufnahme neu zugezogener Bürger war mehrfach genannt worden.

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Weniger Antworten, als vielleicht zu erwarten gewesen wären, kamen zum Thema Wohnraum. Einheimischengrund und eine Anhebung der Zweitwohnungssteuer, um Wohnraum für Familien freizustellen, waren jeweils einmal genannt worden. Immerhin vier sagten aus, dass erschwingliche Wohnungen fehlten.

Verkehr als Top-Thema

Eine lange Liste an Antworten gab es dagegen beim Thema Verkehr. Querungsinseln an der Greimhartinger Straße bei der Einmündung Priener Straße oder an der Einmündung der Nord- in die Priener Straße waren vorgeschlagen worden, ein durchgehender und komfortabler Radweg vom Langbürgner See bis zur Ratzinger Höhe, aber auch zum Beispiel die Verkehrsberhigung der „Autorennstrecke Ratzing nach Gänsbach“, wie es in einer Rückmeldung formuliert war.

Eine „chaotische Verkehrssituation“ an der Kirche und ein „hohes Verkehrsaufkommen“ beunruhigt einen Umfrage-Teilnehmer aus St. Salvator. Aber auch Verbesserungen im ÖPNV und für eine fahrradfreundliche Gemeinde waren genannt worden. Ohne einen Beschluss zu fassen, einigten sich Bürgermeister Fenzl und der Gemeinderat darauf, die Verkehrsthemen im Zuge des Mobilitätskonzepts zu behandeln.

Bei den weiteren Bereichen Freizeit und Erholung, Infrastruktur und Sonstiges kristallisierten sich keine „Aufreger“ heraus. Hier gab es einzelne Anmerkungen, etwa die Grauganspopulation an der Strandanlage zu reduzieren, der Wunsch nach einem Angebot von Direktvermarktern, „keine Plastiktüten beim Edeka-Markt“ und der Wunsch, weiterhin die Seniorentreffen der Bürgerhilfe durchzuführen.

„Möchtegern-Umweltschützer“ sorgen für Ärger

Unter den Antworten gab es auch Kritik an den Mitmenschen, etwa: „Freundlichkeit der Spaziergänger ist gesunken“ oder „am Uferweg/Prienmündung gibt es Möchtegern-Umweltschützer, die jeden blöd anreden“.

Eine ganze Reihe von Vorschlägen kam bei der Frage nach weiteren Ideen, darunter die Nutzung von Holz als Hauptbrennstoff bei öffentlichen Bauten, die Unterstützung aller klimafreundlichen Privatmaßnahmen oder mehr kulturelle Veranstaltungen. Eine günstige Dauerkarte für den Parkplatz am See, eine Fernwärmeversorgung, ein Getränkeautomat am Hafen oder ein Gemeinschaftsgarten waren weitere unter den vielen Wünschen.

An einer Bürgerwerkstatt, wie es die Grünen in ihrem Antrag vorgeschlagen hatten, würden sich 16 der Befragten beteiligen, wie sie ankreuzten. 24 entschieden sich für ein Nein.

Monika Walter (Grüne) sagte, sie freue sich, dass es bei der Befragung so viele Rückmeldungen gegeben habe, auch wenn ein großer Teil von der älteren Generation gekommen war.

Ein Lob gab es vom Bürgermeister für Regina Feichtner: „Sie hat sich sehr viel Arbeit mit der Umfrage gemacht.“ Die Gemeinde will die Ergebnisse der Befragung nun veröffentlichen.

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