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Die Spenden reichen nicht mehr aus

Die Priener Tafel muss Lebensmittel zukaufen

Die Tafel verfügt nun wieder über ausreichend Lebensmittel, die sie an die Bedürftigen verteilen kann. Auf dem Bild sind zu sehen (von links) Rotary-Präsident Thomas Buchbinder, Ukraine-Hilfe-Koordinator Fritz Seipel, Tafel-Leiterin Susanne Blöchinger und Bürgermeister Andreas Friedrich.
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Die Tafel verfügt nun wieder über ausreichend Lebensmittel, die sie an die Bedürftigen verteilen kann. Auf dem Bild sind zu sehen (von links) Rotary-Präsident Thomas Buchbinder, Ukraine-Hilfe-Koordinator Fritz Seipel, Tafel-Leiterin Susanne Blöchinger und Bürgermeister Andreas Friedrich.

Mit den Ukraineflüchtlingen hat sich in Prien die Zahl der Bedürftigen verdoppelt, die auf Lebensmittel von der Tafel angewiesen sind. Dringend notwendige Unterstützung kam nun von unverhoffter Seite.

Prien – Dem Notruf der Priener Tafel, dass sie nicht mehr über ausreichend Lebensmittel für die derzeit stark ansteigende Zahl an Bedürftigen verfügten, folgte eine überaus schnelle und unkomplizierte Hilfe seitens des ansässigen Rotary Clubs Chiemsee: In kürzester Zeit trommelten die Rotarier 4250 Euro zusammen.

Wie der Präsident Thomas Buchbinder bei der Zusammenkunft in der Priener Tafel jüngst erklärte, habe sich die Summe aus verschiedenen Töpfen zusammengesetzt. 2000 Euro stammten vom Priener Club. Dazu seien weitere 1000 Euro gekommen, die die „Stiftung Life“ aus Celle zur Verfügung gestellt habe. Es handelt sich dabei um eine gemeinnützige Stiftung, deren Mitglieder sich als einen „engagierten Freundeskreis“ verstehen, die sich für das Leben und die Umwelt einsetzen.

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Sie haben es sich zur Regel gemacht, innerhalb von 24 Stunden die Spende in Höhe von 1000 Euro, mit der ein Rotary oder Lions Clubs die Tafel unterstützt, zu verdoppeln. „Die dritte Quelle stammt vom Rotary Distrikt 1842 mit Sitz in Gräfelfing, zu dem 58 Clubs aus Südostbayern gehören. Sie legten weitere 1250 Euro auf die Spendensumme darauf, so dass wir der Priener Tafel nun innerhalb kürzester Zeit 4250 Euro zur Verfügung stellen können“, erklärte Buchbinder.

Bei den Supermärkten bleibt weniger übrig

Die Leiterin der Tafel Susanne Blöchinger bedankte sich sehr. Wie sie sagte, habe sich die Zahl der Bedürftigen durch die Ukraine-Flüchtlinge nahezu verdoppelt. Hätte die Tafel bis dato 55 Haushalte mit 150 Personen als Kunden gehabt, müssten nun 97 Haushalte mit 274 Menschen mit Lebensmittel versorgt werden. Dazu komme, dass die Supermärkte ihre Bestellverfahren seit einigen Wochen verändert hätten und nun kurzfristig nach Bedarf ordern, so dass weniger Lebensmittel übrig blieben. Auch die Hamsterkäufe der Bürger verschlimmerten die Situation. „Speiseöl ist praktisch nicht mehr zu bekommen“, beklagte Blöchinger.

Mit dem gespendeten Geld könnten nun Lebensmittel zugekauft werden, so Blöchinger, obwohl das eigentlich nicht vorgesehen sei. „Aber im Moment bleibt uns nichts anderes übrig“, so die Tafel-Leiterin.

Bürgermeister froh über die rasche Hilfe

Bürgermeister Andreas Friedrich ergänzte, dass auch die Lieferketten unterbrochen seien, weil viele ukrainische Lastwagen-Fahrer aufgrund des Kriegs nicht mehr fahren würden. Mit Blick auf den Rotary Club Chiemsee zeigte sich das Gemeindeoberhaupt begeistert, ob der „raschen und unkomplizierten Hilfe“. Er sei sehr froh, dass die Rotarier schnell gehandelt hätten.

Er habe schon seit geraumer Zeit sehr sorgenvoll auf die Entwicklung der Tafel aufgrund der stark ansteigenden Zahl von Bedürftigen geblickt.

„Die Menschen, die die Berechtigung für die Tafel haben, sind darauf angewiesen. Die Gemeinde ist dem Club sehr dankbar“, so Friedrich.

Buchbinder erklärte, die Rotarier pflegten seit Jahren in einer langen Tradition eine enge Beziehung zu der Tafel und hätten auch in den vergangenen Jahren immer wieder ausgeholfen, wenn Not war.

PW

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