Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


„Schülern Begegnungen ermöglichen“

Die Priener Realschuldirektorin Andrea Dorsch freut sich auf den Neustart

Gut eingestimmt zum Start des neuen Schuljahrs in der Kommunalen Realschule Prien sind Direktorin Andrea Dorsch und Konrektor Bernd Loos.
+
Gut eingestimmt zum Start des neuen Schuljahrs in der Kommunalen Realschule Prien sind Direktorin Andrea Dorsch und Konrektor Bernd Loos.
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
    schließen

Prien – Für das neue Schuljahr rief der Rosenheimer Schulamtsleiter Edgar Müller den Präsenzunterricht als Klassenziel aus. Wie sich die Priener Schulen darauf eingestellt haben, erfuhren die OVB Heimatzeitungen von den Schulleitungen. Den Auftakt macht Andrea Dorsch, Direktorin der Kommunalen Realschule.

Wie bewerten Sie diese Forderung mit Ihrer Corona-Erfahrung aus den vergangenen 15 Monaten?

Andrea Dorsch: Unsere Lehrer sind fast alle geimpft und ich hoffe, dass sie sich sicher genug fühlen, um ihre Klassen zu empfangen. Da sind wir der Kinderarztpraxis Dr. Birgit Jork-Käferlein sehr dankbar, die allen Lehrern, die an Priener Schulen arbeiten, Impfungen mitsamt der Organisation angeboten hatte. Unser Kollegium hat nahezu komplett mitgemacht. Die Schüler werden ihre Maskenpflicht einhalten müssen, die Hygienemaßnahmen sind aber in ihrem Alltag zur Selbstverständlichkeit geworden. Wir beobachten derzeit zudem nur wenige Erkältungskrankheiten. Solange nicht unter den Schülern vermehrt Infektionen auftreten, kann ich der Forderung Müllers gut folgen. Den Versuch würde ich auf jeden Fall so starten.

Welche Erfahrung haben Sie diesbezüglich mit den Eltern gemacht?

Dorsch: Gottseidank relativ gute. Die zwei oder drei Kinder, die sich hier dem Testen verweigern und nicht zum Unterricht kommen, liegen mir natürlich sozusagen im Magen. Ob das eher von den Eltern oder den Kindern selbst ausgeht, wissen wir nicht, da wir die Kinder ja nicht sehen.

Mit welchen neuen behördlichen Auflagen gehen Sie ins neue Schuljahr?

Dorsch: Die Maskenpflicht besteht mindestens bis zum 1. Oktober. Montags, mittwochs und freitags wird in der Früh beim Lehrer der ersten Stunde getestet. Dieses Testen, wie es das Ministerium jetzt vorschreibt, ist aus meiner Sicht ein Weg, um gut arbeiten zu können.

Welche Sorgen bereiten Ihnen die Urlaubsrückkehrer?

Dorsch: Bisher gab’s mit ihnen keine Probleme…

Mit welchen behördlichen Maßnahmen müssen Sie ins neue Schuljahr starten?

Dorsch: Außer der Masken- und Testpflicht haben wir keine weiteren Auflagen. Was wir aber wissen ist, dass die Anzahl der Schulbusse erhöht werden soll. Die Schülerbeförderung wird verstärkt vom Freistaat Bayern gefördert, das ergibt zusätzliche Sicherheit. Zudem bekommen wir Luftreinigungsgeräte für jeden Klassenraum. Nach letzten Informationen des Sachaufwand-Trägers läuft derzeit der Ausschreibungsprozess für die Anschaffung der Geräte.

Einführungsveranstaltungen für die neuen Schüler waren der Startschuss zum Einstieg ins neue Schuljahr. Daraus wird heuer wohl nichts?

Dorsch: Solch eine Veranstaltung ist in drei Wochen geplant. Wir müssen aber abwarten, wie sich die Situation Corona bedingt dann darstellt. Wir sind mittlerweile gewohnt, auf Sicht zu fahren. Es ist aber noch nicht sicher, ob die Eltern persönlich kommen können oder das Ganze per Videostream online läuft.

Welche Erfahrung haben Sie an der Schule mit Lernrückständen gemacht ?

Dorsch: Wir haben nach Ende des letzten Schuljahrs die Sommerschule angeboten. Kinder und Jugendliche mit Lernrückstand konnten sich dazu anmelden. Teilgenommen haben etwa 20 Schüler, sie wurden zum Teil sehr individuell unterrichtet. Jetzt wird es sehr viele Differenzierungsstunden geben, das heißt, dass zwei Lehrer den Unterricht in einer Stunde halten. Zudem gibt es Förderunterricht je nach Bedarf.

Wie wird die kommunale Realschule ins neue Schuljahr starten?

Dorsch: Zwei Änderungen haben wir im Kollegium: Barbara von Rotenhan wurde im Juli in den Ruhestand verabschiedet. Sie war hier 34 Jahre als Lehrerin aktiv. Alexander Rehm hat an die Mädchen-Realschule in Rosenheim gewechselt. Aus der Elternzeit kommen zwei Kolleginnen zurück: Isabelle Sanktjohanser und Verena Dillmann.

Welche Ziele hat sich die Kommunale Realschule für das beginnende Schuljahr gesteckt?

Dorsch: Wir wollen das Leben wieder erblühen lassen und den Schülern Begegnungen ermöglichen. Geplant sind dazu Schullandheim-Aufenthalte und Skilager, beides natürlich mit Reiserücktrittsversicherungen. Wichtig ist für uns weiterhin die Zusammenarbeit mit der Chiemsee-Realschule wie mit Begegnungen der Fachbereichs-Leitungen, in der Musik, bei einem gemeinsamen Weihnachtsabend – natürlich nicht am 24. Dezember. Schülerbegegnungen soll es zum Beispiel geben in den Wahlunterrichten. Gemeinsam veranstalten werden wir ein Konzert und im Oktober eine Berufsbörse. Zudem bieten wir für beide Schulen die Schüleraustauschfahrten in die Priener Partnerstädte nach Italien, Frankreich und Rumänien an, sofern die Coronabedingungen es zulassen.

In drei Jahren wird es nur noch die Chiemsee-Realschule geben. Wie ist derzeit der Status des Kollegiums an der Kommunalen Realschule?

Dorsch: Wir haben fünf Kolleginnen und Kollegen, die nach ihrer Bewerbung vom Freistaat übernommen worden sind, jetzt aber wieder zurück abgeordnet wurden. Der Freistaat zeigt damit, dass er die später alleinstehende Realschule jetzt schon personell entsprechend ausstaffiert. 29 Lehrerinnen und Lehrer arbeiten an der Kommunalen Realschule, zwölf davon sind bereits Beamte des Freistaats…

…was passiert mit den anderen?

Dorsch: Entweder werden sie es auch noch, oder sie suchen sich Alternativen. Einige sind befristete Beschäftigte, die zum Beispiel als Aushilfe Elternzeiten von Lehrern ausgleichen, das ist an allen Schulen so üblich. Zudem gibt’s Landkreis-Beamte, wie Konrektor Bernd Loos und mich. Wir bleiben bis zum Ende…

…und dann?

Dorsch: …(lachend) das wissen wir schon, vielleicht haben wir ja noch andere Hobbys. Wir haben die Sicherheit von unserem Dienstherrn, dem Landkreis Rosenheim, weiterbeschäftigt zu werden, aber wir dürfen auch wählen.

Mehr zum Thema

Kommentare