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Seit 20 Jahren in der Landschaftspflege

Die Krautinsel im Chiemsee ist ein Paradies für Schafe

Schäfer Michael Berneder betreut seine Schafherde auf der Krautinsel.
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Schäfer Michael Berneder betreut seine Schafherde auf der Krautinsel.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Seit 20 Jahren weiden die Schafe von Michael Berneder aus Schörging in der Gemeinde Bernau auf der Krautinsel im Chiemsee. Derweil führt seine Enkelin Christine Perl die Landwirtschaft in Schörging als Bio-Schäferei.

Prien – Seit dem Auftrieb im Mai mittels Fähre ab Gstadt schaut er mehrmals in der Woche nach dem Rechten. Waren es am Anfang 22 Berg- und Mutterschafe, ein Bock und eine Ziege, so hat sich der Schafsbestand inzwischen stark vermehrt.

„Das heurige Jahr war furchtbar fruchtbar, innerhalb kurzer Zeit kamen 22 junge Lämmer dazu, meistens waren es Zwillinge, einmal sogar Drillinge“, freut sich Berneder über den Zuwachs, der sich von frischem Gras auf der kleinsten der Chiemsee-Inseln ernährt. Zur Betreuung der Herde gehört auch eine alte Hütte, die Berneder vor 15 Jahren renovierte und in der er auch für Notzeiten Heu lagert. Hier tun auch zwei Bienenvölker fleißig ihren Dienst.

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Der Weidegrund ist Staatsgrund und nach uraltem Recht von den Insulanern gepachtet. Zu den Auflagen gehört, dass es keinen Zaun für die Schafe gibt. Diese genießen die Insel als Paradies, ohne Angst vor einem Wolf Angst haben zu müssen. Zudem sind die Tiere auf der Insel die besten Landschaftspfleger. Der 80-jährige Schäfer erzählt: „Ich kann mich noch erinnern, dass wir als Jugendliche zur Krautinsel ruderten, um von den Erdbeerfeldern welche zu stibitzen. Doch was heuer der Fall war, das geht zu weit und auf keine Kuhhaut“. Damit bezieht er sich darauf, dass zwei Lämmer gestohlen wurden. Dabei kam ein junges Schaf ums Leben. „Das ist wohl aus dem Boot des Diebes entkommen und ertrank. Ich wurde verständigt, dass sich ein totes Schaf im Wasser befindet und musste es bergen.“

Wenn Wetter und Weidefutter mitmachen, dann bleiben die Schafe noch bis Ende September auf der Krautinsel – alsdann geht es wieder mit der Fähre zurück auf das Festland.

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