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Fünferteam steht an der Vereinsspitze

Die Inzeller Bauern wählen nach 20 Jahren eine neue Vorsitzende

Die langjährige Ortsbäuerin Helga Kamml (Zweite von links) wurde mit ihrem Mann Georg nach langer Tätigkeit von der Stellvertretenden Kreisbäuerin Christine Schuhegger und dem Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes, Matthäus Michlbauer (rechts) verabschiedet.
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Die langjährige Ortsbäuerin Helga Kamml (Zweite von links) wurde mit ihrem Mann Georg nach langer Tätigkeit von der Stellvertretenden Kreisbäuerin Christine Schuhegger und dem Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes, Matthäus Michlbauer (rechts) verabschiedet.

Die Ortsbäuerin Helga Kamml gibt ihr Amt ab: Für sie übernimmt künftig keine klassische Nachfolgerin den Vorsitz, sondern ein Team aus fünf Bäuerinnen.

Inzell – 20 Jahre lang war Helga Kamml Ortsbäuerin in Inzell und verabschiedete sich nun aus dem Amt. „Es war eine lange, aber auch schöne Zeit und wir haben viel gemeinsam unternommen. Doch jetzt ist es Zeit mein Amt an Jüngere abzugeben“, ist die Bäuerin vom Wallnerhof in Inzell überzeugt. Ebenso nicht mehr zur Wahl stellte sich ihr Mann Georg Kamml, der Ortsobmann war und bei der Versammlung den Geschäftsführer vom Bayerischen Bauernverband (BBV), Matthäus Michlbauer, und die Stellvertretende Kreisbäuerin Christine Schuhegger begrüßen durfte. Ebenso freute sich Kamml über die Anwesenheit von Inzells Bürgermeister Hans Egger.

Änderungen im Vorstand

Helga Kamml ließ ihre Amtszeit Revue passieren und berichtete von vielen Unternehmungen. Lustige Ausflüge gab es immer mit den Hammerer Bäuerinnen und auch bei den Lichtmesskranzl mit den Röckiweibern und dem Frauenbund gab es immer etwas zu lachen. Ein fester Bestandteil als Aufgabe der Bäuerinnen ist jedes Jahr das Erntedankfest mit dem Schmücken der Kirche und dem Binden der Erntekrone.

Wie sich die Zeiten ändern, zeigte Helga Kamml mit dem Bestand an Landwirten in Inzell auf. „Als ich vor 20 Jahren angefangen habe, gab es im Ort noch 50 Milchbauer und heute sind es nur noch 20. Zwölf davon Biobauern und acht konventionelle Landwirte“.

Bei den Neuwahlen wurde Michlbauer als Wahlleiter von Christine Schuhegger und Bürgermeister Egger unterstützt. Nachfolger für Helga Kamml ist ein Team aus fünf Bäuerinnen, die gleichbedeutend dieses Amt übernehmen: Andrea Holzner, Conny Kecht, Nicole Dufter, Marianne Eicher und Mathild Holzner. Zum neuen Ortsobmann wurde Peter Maier gewählt und als sein Stellvertreter wurde Bernhard Holzner nominiert. Als Beisitzer fungieren für die nächsten fünf Jahre Franz Reiter, Manfred Bauregger und Stefan Steinbacher.

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Im Anschluss gab es einen Vortrag von Michlbauer über das Diskussionspapier „Landwirtschaft 2040“ mit den Themen wie Ernährungssicherung, Artenschutz, Energiewende und Digitalisierung. „Das macht auch vor uns Bauern nicht Halt“, ist der Geschäftsführer überzeugt. Die bayerische Land- und Forstwirtschaft kann aktiv zur Lösung vieler gesamtgesellschaftlicher Probleme beitragen. Michlbauer ging auf die wichtigsten Aufgaben des BBV ein und welche Auswirkungen der Ukrainekrieg auf die Lebensmittelproduktion haben kann.

Bürgermeister Egger nannte den Bauernstand als wichtigen Bestandteil in der Gemeinde. Er freute sich auch über die Zustimmung bezüglich der Langlaufloipe: „ Schon vorab ein herzlicher Dank an die Grundbesitzer.“ Egger sieht die „Ferien auf dem Bauernhof“ als wichtiges Rückgrat, das Inzell einen guten Ruf eingebracht hat. Die Bauern sind aus seiner Sicht vor allem auch Landschaftspfleger, die sich um die Natur kümmern und er sieht es sehr positiv, dass Inzell die meisten Milchkühe südlich der Autobahn hat. Bei der Weiterentwicklung des Flächennutzungsplans sollen die Landwirte mit einbezogen werden, ebenso wie beim geplanten Wochenmarkt.

/AN

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