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Die Schatzkammer des Wissens und der Unterhaltung

Die Grassauer Bücherei feiert 40-jähriges Bestehen im Heftersaal

Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren hat Anneliese Strehhuber (Mitte) in der Bücherei Grassau tatkräftig mitgearbeitet. Beim Festabend wurde sie von der jetzigen Leiterin der Bücherei, Caroline Zeisberger (links) und Bürgermeister Stefan Kattari (rechts) mit Blumen und Geschenken geehrt.
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Seit ihrer Gründung vor 40 Jahren hat Anneliese Strehhuber (Mitte) in der Bücherei Grassau tatkräftig mitgearbeitet. Beim Festabend wurde sie von der jetzigen Leiterin der Bücherei, Caroline Zeisberger (links) und Bürgermeister Stefan Kattari (rechts) mit Blumen und Geschenken geehrt.
  • VonChristiane Giesen
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Von handgeschriebenen Buchkarten bis zu modernen E-Books hat die Grassauer Bücherei seit Bestehen einiges an Entwicklung mitgemacht. Eines ist gleich geblieben: Immer noch ist sie bei Leseratten und Wissenshungrigen hoch nachgefragt. Der Ehrenabend war Anlass, Mitarbeiter der ersten Stunde ebenso auszuzeichnen wie langjährige Beschäftigte und ehrenamtliche Helfer.

Grassau – Die Bücherei in Grassau besteht nun seit 40 Jahren. Sie ist eine sehr beliebte Institution, getragen von der politischen als auch der katholischen Gemeinde. Beim Festabend im großen Heftersaal begrüßte Bürgermeister Stefan Kattari zahlreiche Ehrengäste sowie die ehemaligen und derzeitigen, sämtlich ehrenamtlich arbeitenden Helferinnen der Bücherei.

Kulturträger und Begegnungsstätte

Die Bücherei sei ein „Kulturträger erster Klasse“ sagte Kattari, nicht nur „Lernort und Begegnungsstätte“ für alle Bürger und Gäste jeden Alters. Das Lesen bleibe seit Jahrhunderten bis heute die „Grundfähigkeit für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, fuhr Kattari fort. Es sei „eine gewaltige Leistung“, was das Team der Gemeindebücherei, seit 20 Jahren unter der Leitung von Caroline Zeisberger, an sechs Tagen der Woche leiste. „Herzlichen Dank dafür“, so der Bürgermeister.

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Auch während der Pandemie habe das Team große Standfestigkeit bewiesen, da die Ausleihe so bald wie möglich wieder organisiert worden sei. Teilweise hätten nach einer Ausleihe auch „die Bücher in Quarantäne gemusst“. Kattari erinnerte, dass die Entwicklung der Bücherei gut die voranschreitende technische und gesellschaftliche Entwicklung zeige, von schlichten Büchern mit Hand geschriebenen Buchkarten über Hörkassetten und CD bis zu den digitalen Medien und elektronischen Büchern von heute.

Am Anfang war die Grassauer Bücherei im katholischen Pfarrheim untergebracht. Dann gab es einen Kooperationsvertrag zwischen Gemeinde und Kirchenstiftung, so dass bis heute beste Zusammenarbeit besteht, bestätigte Pfarrer Andreas Horn bei seiner herzlichen Gratulation zum 40. Jubiläum. Die Bücherei sei eine „Schatzkammer für Wissen und Unterhaltung“ und darüberhinaus ein wichtiger Ort der Begegnung.

In humorvollem Dialog schilderten Caroline Zeisberger und Christine Dögerl, die derzeit am längsten in der Bücherei Beschäftigten, wie sie zu der Arbeit gekommen waren. Pfarrer Paul Voggenauer habe bei seiner Verabschiedung im Jahr 2001 zu Zeisberger im Zusammenhang mit der Zukunft der Bücherei gesagt „machen`s des doch bitte“. Dabei blieb es bis heute. Anhand mehrerer Anekdoten schilderten sie, wie die Arbeit in der Bücherei niemals langweilig wird. Den großen Dank aller Mitarbeiterinnen erhielt Zeisberger mit einem Gedicht von Angelika Drost und zahlreichen Geschenken.

Blumen für Anneliese Strehhuber

Dame der ersten Stunde war Anneliese Strehhuber, Frau des früheren Bürgermeisters, die, wie sie erzählte, von Anfang gerne mitgearbeitet hatte. Als Anerkennung überreichten ihr Bürgermeister und Zeisberger Blumen und Geschenke unter dem lang anhaltenden Applaus des Publikums.

Weitere Helferinnen, denen an diesem Tag offizielle Anerkennung ausgesprochen wurde, waren Caroline Zeisberger, Christine Dögerl und Anneliese Gschöderer für 25 und mehr Jahre. Weiter geehrt wurden Anke Schinkel für zehn Jahre sowie Brigitte Rohrmeyer, Marion Schiller und Christine Pfleger für fünf Jahre. Mit großem Dank verabschiedet wurden Gründungsmitglied Anneliese Strehhuber und Lola Springer, die 16 Jahre mitgearbeitet hatten.

Hohes Lob zollten auch der Direktor des St. Michaelsbundes, Stefan Ess, und Diplombibliothekarin Sabine Adolph dem Büchereiteam und zeichneten die Mitarbeiter mit Ehrennadeln, Urkunden und Geschenken aus. Der St. Michaelsbund, der rund 1000 Büchereien mit rund 12 000 ehrenamtlichen Mitabeitern betreut, ist der ältesten bayerische Büchereifachverband. Ein weiterer Gratulant war Bürgermeister Frank Tröger aus der Partnergemeinde Raschau im Erzgebirge.

Blasmusik und Mozart „höchstpersönlich“

Ein besonderer Höhepunkt der Festveranstaltung war die musikalische Umrahmung durch Wolfgang Diem und Sebastian Krause auf ihren Blasinstrumenten und „Wolfgang Amadeus Mozart höchstpersönlich“ in Person von Johannes Weber, der mit typischer Mozartfrisur ein erhebliches schauspielerisches Talent an den Tag legte. So klang die Veranstaltung in jeder Beziehung höchst vergnüglich noch bei einem üppigen Büffet und Getränken aus.

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