Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


JAHRHUNDERT-LINDE

Die geschindelte Linde auf dem Kirchbichl in Schleching soll erhalten bleiben

Die Linde neben der Marienkirche ist mehrere hundert Jahre alt.
+
Die Linde neben der Marienkirche ist mehrere hundert Jahre alt.

Die mehrere hundert Jahre alte Linde auf dem Kirchbichl in Raiten könnte eine Menge erzählen. Corona ist sicher nicht die erste Pandemie. Als Mitte des 17. Jahrhundert der „Schwarze Tod“ im Chiemgau wütete, stand sie vermutlich auch schon an diesem Platz.

Schleching – Die mehrere hundert Jahre alte Linde auf dem Kirchbichl in Raiten könnte eine Menge erzählen. Corona ist sicher nicht ihre erste Pandemie. Als Mitte des 17. Jahrhunderts der „Schwarze Tod“, die Pest, im Chiemgau wütete, stand sie vermutlich auch schon an diesem Platz.

Der Standort ist im Namen der nebenan stehenden Kirche „Maria zu den sieben Linden“ verewigt und muss erhalten bleiben. Dafür soll Ende Februar eine neue Kronensicherung eingebaut werden. Baumkletterer werden zwei Drittel des oberen Baumes entfernen, damit wieder frische Triebe sprießen können, die zur Blütezeit als Nahrungsquelle für die Bienen dienen.

Weitere Artikel und Nachrichten aus dem Chiemgau finden Sie hier.

Die Linde dient als Versammlungsplatz der Raitner Dorfgemeinschaft und die jährliche Trachtenwallfahrt des Chiemgauer Alpenverbands führt mit den 23 Vereinen seit fast 70 Jahren zu dieser Linde. Die ehemaligen Messner-Dirndln Clara und Christa erinnern sich, dass sie schon vor über 65 Jahren dort mit den anderen Kinder des Dorfes Verstecken im Baum gespielt haben.

Verstecken spielen, bis der Zimmerer das Loch zunagelte

Auch an Ostern war es ein beliebter Platz bei den Kindern, da der Osterhase viele Möglichkeiten zum Verstecken der Eier hatte. Der Raitener Alois Steiner, weiß zu berichten, dass er und seine Freunde in seiner Kindheit „von hinten in die hohle Linde geklettert und vorn aus einem Loch wieder herausgesprungen sind“.

Damit war Schluss, als der Zimmerer Vinzenz Bachmann 1963 von der Gemeinde damit beauftragt wurde, die große Öffnung vorn mit Holzschindeln zu verschließen, damit keine Feuchtigkeit mehr eindringen konnte.

Ein ganz anderes Los trifft die Linde neben dem Feuerwehrhaus. Sie muss aufgrund ihres schlechten Zustandes gefällt werden. Dafür wird als Ersatz eine neue Linde gepflanzt, informierte Bürgermeister Josef Loferer (CSU) jüngst die Gemeinderäte.

Mehr zum Thema

Kommentare