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LUDWIG-THOMA-GYMNASIUM

Die ganze Schule profitiert: Priener Förderverein hilft seit über 70 Jahren am Gymnasium

Ins ehemalige Hotel Kampenwand zog die Schule 1953 und unterhielt dort auch ein Internat.
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Ins ehemalige Hotel Kampenwand zog die Schule 1953 und unterhielt dort auch ein Internat.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
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Wie wichtig der Zusammenhalt einer Schulfamilie ist, das hat Corona deutlich gemacht. Am Priener Ludwig-Thoma-Gymnasium hilft schon seit über 70 Jahren ein Förder- und Freundeskreis. Eine Erfolgsgeschichte.

Prien – Wenn sich in diesen Tagen der 100. Todestag des Schriftstellers Ludwig Thoma am 26. August jährt, ist das auch ein guter Grund einen Blick auf das Priener Ludwig-Thoma-Gymnasium (LTG) zu werfen. Weniger auf den Namensgeber selbst, der in seinen Jugendjahren in den Ferien in Prien war, sondern vielmehr auf den Förder- und Freundeskreis des Ludwig-Thoma-Gymnasiums.

Ludwig Thoma, Namensgeber der Schule.

Das 70-jährige Bestehen des Vereins konnte 2019 nicht groß gefeiert und seither wegen Corona auch nicht nachgeholt werden. Für Gerold Schwarzer aus Rimsting, der seit 1971, mit dem LTG „verbandelt“ ist, ist das bedauerlich, zumal er zusammen mit dem vormaligen Schulleiter Günther Madsack eine 60 Seiten starke Jubiläumsschrift zusammengetragen hat.

Schwarzer, der als Referendar, Lehrer, stellvertretender Schulleiter, Vorsitzender des Fördervereins und jetzt im Vorstand des Fördervereins war und ist, erinnert sich gerne an die Geschichte des Priener Gymnasiums, die im nahen St. Salvator auf Rimstinger Gemeindegebiet begann.

Mühsamen Schulweg ersparen

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„Die private Gründung des Vereins erfolgte 1949 aufgrund einer Elterninitiative vier Jahre nach Kriegsende“, erzählt Schwarzer. Der heutige Förderverein gehe unmittelbar auf den Gründungsverein „Elternvereinigung Realschule Prien“ zurück. Ziel des Vereins sei gewesen, dass Kindern der mühsame und teure Schulweg nach Rosenheim oder Traunstein erspart werde.

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Die Eröffnung der privaten Realschule Prien im Gasthaus „Hoffmann“ zu St. Salvator bei Prien erfolgte in ersten und zweiten Klassen mit insgesamt 49 Schülern (31 Knaben und 18 Mädchen) sowie mit zwei haupt- und vier neben-beruflichen Lehrkräften.

Ursprünge in St. Salvator

Schulgründer Josef Donaubauer war der erste Vorsitzende der „Elternvereinigung Realschule Prien e.V.“ und Dr. Gustav Schwab war der erste Schulleiter. Der Umzug von St. Salvator nach Prien erfolgte im April 1953 ins ehemalige Hotel „Kampenwand“. Bei dieser Gelegenheit erhielt die Schule ihren heutigen Namen. Von 1953 bis 1974 hat die Elternvereinigung im ehemaligen Gasthaus und Hotel „Kampenwand“ (das heutige Ludwig-Thoma-Haus) ein Internat unterhalten, zudem wurde von 1955 bis 1960 in Otterkring bei Rimsting ein Schülerinnenheim betrieben.

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Wie es in der Festschrift zum 70-jährigen Bestehen weiter heißt, hat sich aus der kleinen privaten Realschule nach einer ersten „Schulerweiterung“ 1951 mit einer Holz-Baracke neben dem Gasthaus in St. Salvator längst ein Gymnasium mit knapp eintausend Schülerinnen und Schülern inmitten von Prien an der Seestraße entwickelt.

In seinem 72. Jahr hat der LTG-Förderverein 104 Mitglieder. Vorsitzender ist Laurent Westermeyr, er wird unterstützt von Michaela Thomas (Elternbeiratsvorsitzende), Gerold Schwarzer (Beisitzer), Claudia Hanl (Schriftführerin), Marion Hengstebeck (Kassenverwalterin), Rolf Weigand (Stellvertretender Vorsitzender), Gunda Kaindl (Beisitzerin) sowie vom aktuellen Schulleiter OStD Andreas Schaller. Ehrenmitglieder des Vereins sind der frühere Studiendirektor Albert Fellner und der frühere Schulleiter Günther Madsack.

Aktiver Teil der Schulfamilie

Der gemeinnützige Verein will das LTG bei seinen vielfältigen Aufgaben und pädagogischen Zielsetzungen unterstützen. Dies geschieht unter anderem bei Anschaffungen, die nicht aus dem Budget der Schule erfolgen können, bei sozialen Härtefällen und bei der Verbesserung der äußeren schulischen Verhältnisse. „Letztlich wollen wir die Zusammengehörigkeit innerhalb der großen Schulfamilie mit Schülern, Eltern, Lehrern und Mitarbeitern fördern“, so Laurent Westermeyr.

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