Die Branderstraße bekommt noch den letzten Schliff

Nur noch wenige Tage, dann kann die Branderstraße nach der umfangreichen, verkehrssichernden Sanierung wieder in beiden Richtungen freigegeben werden.
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Nur noch wenige Tage, dann kann die Branderstraße nach der umfangreichen, verkehrssichernden Sanierung wieder in beiden Richtungen freigegeben werden.

Ruhpolding – Nun steht auch bald der zweite Abschnitt der Branderstraßen-Sanierung vor der Vollendung.

Und das sogar vor dem ursprünglich angepeilten Termin Mitte Oktober. Nach Einschätzung von Projektleiter Georg Auer der Bauingenieur-Gemeinschaft Trauntal können Anlieger sowie der Durchgangsverkehr ab nächster Woche fest damit rechnen, auf dem 550 Meter langen Teilstück in beide Richtungen wieder freie Fahrt zu haben.

Obwohl die Arbeiten zügig vorangehen und auch die Wetterprognose keine Kapriolen vorhersieht, wollte sich Bauingenieur Auer nicht auf ein genaues Datum festlegen: „Das ist immer schwierig, weil man nie genau sagen kann, ob noch was dazwischenkommt.“ Angesichts des professionellen Tempos, wie die Mitarbeiter der ausführenden Firma an die Sache rangehen, steht der Eröffnung sicher bald nichts mehr im Wege. Ein Tag hin oder her.

Derzeit wird die obere feine Asphaltschicht, die sogenannte Deckschicht, mit den Spezialmaschinen aufgebracht und mit schweren Walzen verfestigt. Zuerst der drei Meter breite Geh- und Radweg, der sich rechts der Straße Richtung Brand bis zum Café Windbeutelgräfin schlängelt. Erst dann bekommt die eigentliche Verkehrsverbindung, die Kreisstraße TS35, über die ganze Breite ihren finalen Überzug. Trotz Einsatzes von schwerem Gerät ist im Verlauf der rauchenden und dampfenden Asphaltierung immer wieder Hand- und Schaufelarbeit gefragt, wenn es um Restarbeiten an den Nebenflächen, Einfassungen oder um das Abrunden von Randsteinen geht.

Der jetzt fast fertiggestellte Abschnitt ist die zweite Etappe der umfangreichen Gesamt-Sanierung der Branderstraße auf einer Länge von insgesamt 835 Metern, beginnend an der Verkehrsampel an der Johannesbrücke bis zur Einmündung Windbeutelgräfin. In ihrem Zuge wurden verschiedene Versorgungsleitungen erneuert und Leerrohrtrassen, beispielsweise für die Breitbandversorgung, verlegt, sowie erst vor Kurzem im zweiten Abschnitt die Voraussetzungen für Fernwärmeanschlüsse an das gemeindliche Heizkraftwerk geschaffen.

Außerdem erwies sich die Verlegung zweier Düker als richtungsweisende Maßnahme für die örtliche Wasserversorgung. Dass das Projekt zielgerichtet und ohne Zwischenfälle ausgeführt werden konnte, ist, wie Ingenieur Auer anmerkte, auch dem optimalen Zusammenspiel zwischen Planern, dem Landratsamt Traunstein, der Gemeinde Ruhpolding, den ausführenden Firmen sowie der Geduld der Anlieger zuzuschreiben.

Auch Bürgermeister Pfeifer zeigte sich erfreut über den vorzeitigen Abschluss der Gesamtsanierung. „Die Baumaßnahme und die damit verbundene Sperrung, war für die Anwohner entlang der Branderstraße, aber auch für die Anlieger entlang der Ausweichrouten, zum Beispiel in Wasen, mit deutlichen Unannehmlichkeiten verbunden. Ich bin daher froh, dass wir die Baustelle frühzeitig beenden können und der Verkehr wieder in gewohnten Bahnen laufen kann.“ slu

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