Diamantene Hochzeit bei den Guggenbergers in Seeon: „Ein Patentrezept für eine Ehe gibt es eben nicht“

Irmi und Klemens Guggenberger lernten sich durch Zufall in Trostberg kennen.
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Irmi und Klemens Guggenberger lernten sich durch Zufall in Trostberg kennen.

60 Jahre sind sie miteinander verheiratet, Irmi und Klemens Guggenberger aus Seeon. Wie haben Sie das geschafft?

Seeon –1956 haben sich Irmi und Klemens Guggenberger aus Wöllhub bei Seeon kennengelernt. Jetzt konnten sie die Diamantene Hochzeit feiern. Mit 82 und 87 Jahren bekommt der Begriff „feiern“ eine andere Bedeutung als in jungen Jahren. Die Feierlichkeiten zum 60. Hochzeitsjubiläum waren durch eine Augenoperation von Klemens Guggenberger auf den engsten Familienkreis beschränkt. Umso mehr haben sich die beiden über die postalischen Glückwünsche von Bürgermeister Martin Bartlweber und der Vorsitzenden der Frauengemeinschaft Truchtlaching, Brigitta Kersting, gefreut.

Heirat nach vier Jahren

„Wir sind uns 1956 in Trostberg auf der Straße buchstäblich über den Weg gelaufen und der Klemens hat mir sofort gefallen“, erinnert sich die 82-Jährige. Vier Jahre später, am 8. Oktober 1960, heirateten die beiden in Truchtlaching. Irmi war damals im Haushalt der Firma Rieger Papierfabrik in Trostberg angestellt und ihr Mann arbeitete beim Tierzuchtverband Traunstein.

1961 kam Sohn Günter und drei Jahre später Tochter Beate auf die Welt. Von da an war die Mutter mit Haushalt und Kindererziehung beschäftigt, ihr Mann bemühte sich um seinen beruflichen Erfolg. Er wechselte in die damalige Ortskrankenkasse und Anfang der 70er Jahre machte er als „Spätlehrling“ eine Ausbildung bei der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg.

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„Als ich im Klassenzimmer der Berufsschule saß, hätten die meisten meiner Mitschüler auch meine Kinder sein können“, schmunzelt Klemens Guggenberger. Die Weiterbildung hatte sich gelohnt: Als Sparkassenbetriebswirt übernahm er die neu eröffnete Filiale in Seeon. Der 87-Jährige engagierte sich auch als Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins Seeon und war Zweiter Vorsitzender des SV Seeon. Da wurde es zeitlich oft eng: „Meine Frau Irmi hat mir aber daheim immer den Rücken freigehalten.“

Urenkel erwünscht

Dass es in sechs Ehejahrzehnten Höhen und Tiefen gibt, verschweigen sie nicht: „Ein Patentrezept für eine Ehe gibt es eben nicht.“ Ihr Eherezept basiere aus der Kombination von Gottes Willen, gegenseitiger Wertschätzung, Vertrauen, Empathie und Liebe. Sie seien dankbar für jeden Tag, den sie mit ihrer Familie erleben dürfen. „Wir spüren auch einen starken Zusammenhalt in der Familie, in der unsere zwei Kinder und unsere drei Enkelkinder einen maßgeblichen Beitrag dazu leisten. Vielleicht können wir es ja noch erleben, dass wir Uroma und Uropa werden“, lachen beide. ga

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