Deutsche Bahn legt in Rimsting Ersatzbiotope für Zauneidechsen an

Eines der Ersatzbiotopenahe des Römerweges neben den Bahngleichen. Nussbaum

Fußgänger und Radfahrer fragen sich am Römerweg in Rimsting, wofür die Stein- und Sandaufschüttungen am Römerweg gedacht sind. Diese sind in den vergangenen Wochen von der Deutschen Bahn angelegt worden. Dabei handelt es sich um Ersatzbiotope für Zauneidechsen, die in dem Gleisabschnitt vorgefunden wurden.

Rimsting – Ziel ist es laut Deutscher Bahn, dass die Tiere aus dem für sie gefährlicheren Gleisbereich in die ungefährlichen Steinhaufen umsiedeln.“

Woher die Eidechsen wohl wissen, dass sie vom Gleiskörper zuerst über einen Bach und dann über den Römerweg zu ihrer neuen Heimat wandern müssen? Die Zauneidechsen sind gescheite Tiere, sie sind ja im Schotter der Deutschen Bahn aufgewachsen.

Reptilien haben Gespür für neue Heimat

Zauneidechsen ernähren sich räuberisch, vor allem von Insekten und Spinnen. Heuschrecken und Raupen fressen sie besonders gerne. Umgekehrt werden Zauneidechsen von Vögeln, aber auch von Schlangen und Säugetieren – von der Mausbis zum Wildschwein – gefressen. Zauneidechsen haben lange Krallen an den Fingern. Dank diesen klettern sie flink über Mauern und Steine.

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Das Männchen trägt zur Paarungszeit grün an den Kopf- und Bauchseiten. Das Weibchen ist immer bräunlich. Die Reptilien sind Rabeneltern: Das Männchen schert sich nicht um den Nachwuchs. Und das Weibchen findet, ihre Pflicht ist getan, wenn sie zwischen fünf und 15 Eier in einer Sandgrube abgelegt hat. Für das Ausbrüten ist die Sonne zuständig. Je nach Temperatur kann das 30 bis 100 Tage dauern. Der Standort am Römerweg ist dazu ideal.

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