Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Entscheidung über Entnahme steht weiter aus

Der Wolf im Chiemgau beschäftigt das bayerische Kabinett – Forderung an Ministerin Kaniber

Der Wolf beschäftigt nicht nur Bürger und Landwirte im Chiemgau, sondern auch die bayerische Staatsregierung.
+
Der Wolf beschäftigt nicht nur Bürger und Landwirte im Chiemgau, sondern auch die bayerische Staatsregierung.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
    schließen

Nach Informationen der OVB-Heimatzeitungen hat sich am Dienstag das bayerische Kabinett mit dem Wolf im Chiemgau befasst. Auskünfte zu etwaigen Gespräche gibt es seitens der Behörden aber nicht. Dafür hat sich ein AfD-Abgeordneter zu Wort gemeldet – und kritisiert das Verhalten der CSU scharf.

Bergen/München – Mit der Angst der Landwirte im Gepäck kehrte die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) am Montagabend vom Krisengespräch zum Thema Wolf aus Bergen nach München zurück. Mehr als 40 Bauern kamen aufgrund der jüngsten Wildtierrisse und Wolfssichtungen zwischen Aschau und Inzell im Chiemgau zusammen, um die Politik zum Handeln zu bewegen.

Die Ministerin zeigte Verständnis für die Sorgen durch die „sehr massiven Übergriffe“ und versprach, die Reaktionen aus der Region mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) zu besprechen.

Lesen Sie auch: An Brigitte Dietz‘ Laden in Bergens Ortsmitte streifte der Wolf vorbei: „Er gehört hier nicht her“

Ob es überhaupt zu einem Treffen gekommen war, dazu wollte sich ein Sprecher der Staatskanzlei nicht äußern. Er verwies letztlich auf das Landwirtschaftsministerium, das wiederum gegenüber den OVB-Heimatzeitungen durch einen Sprecher mitteilen ließ: „Wie es mit dem Wolf weitergeht, liegt nun ausschließlich in der Hand der Regierung von Oberbayern.“ Nach Informationen unserer Zeitung war das Thema Wolf aber zumindest in der Kabinettssitzung am Dienstag thematisiert worden.

Keine Entscheidung über Antrag

Die Regierung von Oberbayern hat indes immer noch den Antrag des Traunsteiner Landrats Siegfried Walch über die sogenannte artenschutzrechtliche Ausnahme zur Wolfsentnahme auf dem Tisch liegen, den er bereits am 16. November gestellt hatte. „Wölfe sind aber naturschutzrechtlich streng geschützt“, sagt Wolfgang Rupp, Sprecher der Regierung von Oberbayern. Für eine Ausnahme dürfe es zudem keine zumutbaren Alternativen wie beispielsweise die Vergrämung geben. Wann eine Entscheidung zum Antrag fallen wird, dazu kann die Behörde noch keine Auskunft geben.

Winhart: CSU verhindere schnelle Lösung

Zum Thema Wolf zu Wort gemeldet hat sich jetzt auch Andreas Winhart aus Bad Aibling, jagdpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im bayerischen Landtag. In einer Stellungnahme warf er der CSU vor, eine „schnelle Lösung“ zu verhindern. Er verwies dabei auf einen Antrag zur Ausnahmeregelungen für eine Wolfsentnahme, die er und zwei seiner AfD-Landtagskollegen bereits im Frühjahr gestellt hatte. CSU und Freie Wähler hätten in ihrer Unkenntnis der Situation für Nutztierhalter den Antrag abgelehnt und auch bislang keinen konstruktiven Beitrag zur Lösung der Wolfsproblematik vorgelegt, kritisiert der Bad Aiblinger.

Lesen Sie auch: „Wenn ich da an die Enkelkinder denke“ – Chiemgau nach Wolfsattacke in Aufregung

Winhart: „Ich fordere Frau Staatsministerin Kaniber auf, jetzt, nach dem der Wolf bereits in Bergen jegliche Scheu vor Menschen verloren hat, sich dem AfD-Antrag und dem darin enthaltenen Vorschlag zur Aufnahme des Wolfsmanagements in die Verordnung anzunehmen und endlich zu handeln.“

Mehr zum Thema

Kommentare