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„Unser Wasser ist sehr gut“

Der Wasserpreis in Grabenstätt soll um 50 Cent steigen

Am südöstlichen Ortsrand von Grabenstätt soll in absehbarer Zeit auf einer gut 1,5 Hektar großen Fläche zwischen Tüttenseestraße (Kreisstraße TS 3) und Höringer Straße (siehe Bild) ein Baugebiet mit Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern entstehen. Zuvor muss der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Grabenstätt aber noch eine durch das Areal verlaufende alte Versorgungsleitung stilllegen und entfernen.
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Am südöstlichen Ortsrand von Grabenstätt soll in absehbarer Zeit auf einer gut 1,5 Hektar großen Fläche zwischen Tüttenseestraße (Kreisstraße TS 3) und Höringer Straße (siehe Bild) ein Baugebiet mit Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäusern entstehen. Zuvor muss der Wasserbeschaffungsverband (WBV) Grabenstätt aber noch eine durch das Areal verlaufende alte Versorgungsleitung stilllegen und entfernen.
  • VonMarkus Müller
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Von 1,20 auf 1,70 Euro pro Kubikmeter: Der Wasserbeschaffungsverband Grabenstätt beschließt einstimmig eine Gebührenerhöhung. Der Grund: Um finanziell auch weiterhin auf sicheren Füßen zu stehen.

Grabenstätt – „Unser Wasser ist nach wie vor sehr gut und unbedenklich zu verwenden“, freute sich der Vorsitzende des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Grabenstätt, Karl-Heinz Austermayer in der Jahresversammlung in der Schlossökonomie. Die dreimonatigen Wasseruntersuchungen seien „in der Regel alle ohne Befund“. Der Nitratgehalt liege stets zwischen zehn und elf Milligramm pro Liter bei einem maximalen Grenzwert von 50.

Die genauen Ergebnisse der Untersuchungen seien immer auf WBV-Homepage abrufbar.

„Auf uns ist immer Verlass“

Nach den Worten Austermayers könnten sich die Verbraucher glücklich schätzen, dass das eigene Wasser nach wie vor „im absolut ausreichendem Maße vorhanden ist“. Er erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass der WBV seit acht Jahren bestes Trinkwasser preisgünstig an die gemeindliche Wasserversorgung in Marwang liefere und dies – wenn von der Gemeinde gewünscht – auch zukünftig gerne machen werde. „Auf uns ist jedenfalls immer Verlass“, betonte Austermayer.

Der WBV habe sich seit Oktober hauptsächlich mit der Planung zur Leitungsumlegung beziehungsweise Leitungsneuverlegung für das angedachte Baugebiet an der Tüttenseestraße befasst. Der erste von drei Bauabschnitten werde nun im zweiten Halbjahr durchgeführt, so Austermayer. Der Auftrag hierzu sei an die Firma TTB in Traunreut vergeben worden. Der zweite Bauabschnitt werde sich mit den dortigen Erschließungsmaßnahmen der Gemeinde ergeben. Ebenso richte sich der dritte Bauabschnitt mit der Neuverlegung einer Füll- und Versorgungsleitung in der Höringer Straße bis oberhalb des Kellerberges einschließlich eines Leerrohres nach der von der Gemeinde geplanten Erneuerung der Höringer Straße im Bereich des Kellerberges.

Für die Bauabschnitte zwei und drei sind dem WBV noch keine festen Termine bekannt. Die erforderliche, im Vorjahr von der Verbandsversammlung genehmigte Darlehensaufnahme betrage zunächst 200.000 Euro und werde mit der Sparkasse abgewickelt, so Austermayer. Der WBV werde das Darlehen auf zehn Jahre aufnehmen und jedes Jahr Zins und Tilgung bezahlen.

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Um finanziell auch weiterhin auf sicheren Füßen zu stehen, entschied die Versammlung einstimmig, den Wasserpreis um 50 Cent von 1,20 auf 1,70 Euro pro Kubikmeter anzuheben.

In ihrem Kassen- und Rechenschaftsbericht stellte Franziska Zippel die Jahresrechnung für das Haushaltsjahr 2021 vor. Demnach betrugen die Einnahmen rund 191.300 Euro und die Ausgaben rund 187.500 Euro. Somit konnten rund 3.800 Euro den Rücklagen zugeführt werden. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

Haushaltsentwurf einstimmig abgesegnet

Der vorgelegte Haushaltsentwurf 2022 schließt im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen mit 174.500 Euro und in den Ausgaben mit 209.340 Euro. „Somit müssen aus dem Vermögenshaushalt 34.840 Euro entnommen werden“, so Zippel. Der Vermögenshaushalt schließt mit 178.100 Euro ausgeglichen. Der Haushaltsentwurf wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig abgesegnet.

Austermayer übernahm auch den Bericht des erkrankten Wasserwarts Helmut Steinbeck. Darin hieß es, dass im vergangenen Jahr 1634 Einwohner mit Trinkwasser versorgt worden seien.

Wasserverlust seit 2020 gesunken

Die Jahresfördermenge aus der Quelle betrug 152.504 Kubikmeter Wasser – ein Minus von 15,3 Prozent zum Vorjahr. Verkauft wurden in Grabenstätt 86.537 Kubikmeter und in Marwang 45.892 Kubikmeter. Der Wasserverlust ist mit 18.078 Kubikmetern nur halb so hoch gewesen wie 2020. Er betrug zirka elf Prozent.

„Wasser ist das Wichtigste, was wir haben“, betonte Bürgermeister Gerhard Wirnshofer (BG/FW) und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem WBV.

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