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Auszeichung für Altbürgermeister

Der Mann, der Staudach-Egerndach aus den Schulden führte: Klaus Kaditzky erhält Ehrenbürgerwürde

Auszeichnung für Verdienste um die Gemeinde: Bürgermeisterin Martina Gaukler übergibt die Urkunde für die Ehrenbürgerwürde an Altbürgermeister Karl Kaditzky.
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Auszeichnung für Verdienste um die Gemeinde: Bürgermeisterin Martina Gaukler übergibt die Urkunde für die Ehrenbürgerwürde an Altbürgermeister Karl Kaditzky.
  • VonTamara Eder
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Er war es, der den ersten konsolidierten Haushalt der Gemeinde Staudach-Egerndach vorlegte: Klaus Kaditzky. Aber nicht nur für diese kommunalpolitische Leistung zeichnete Staudach-Egerndach den Mann mit der Ehrenbürgerwürde aus.

Staudach-Egerndach – „Von 1972 bis 1984 war Kaditzky Mitglied im Gemeinderat“, berichtete Bürgermeister Martina Gaukler über das Wirken ihres Vorgängers. Der damalige Bürgermeister Sedlmaier habe hierfür extra ein Empfehlungsschreiben verfasst, schließlich habe er in ihm seinen Nachfolger gesehen.

Sedlmaier hatte die Kompromissbereitschaft und die versöhnliche Art von Kaditzky hervorgehoben und ihn damals als „sachlichen Verhandlungspartner“ und als „Bürger, der die Interessen der Gemeinde mit Nachdruck vertritt“ gepriesen. Sedlmaiers Wunsch sollte in Erfüllung gehen: 1984 rückte Kaditzky tatsächlich auf den Bürgermeisterstuhl nach.

Ortskanalisation auf den Weg gebracht

Unter der Führung des Christdemokraten wurde die Ortskanalisation auf den Weg gebracht, auch das Feuerwehrhaus entstand unter seiner Ägide, genauso wie der Wertstoffhof. Letztendlich brachte Kaditzky auch die Gemeindefinanzen in Ordnung und legte während seiner Amtszeit den ersten konsolidierten Haushalt vor.

Das war 1995. Fünf Jahre später öffnete der Bauhof Staudach-Egerndachs. Bis 2002 war Kaditzky Erster Bürgermeister der Gemeinde und erhielt 2016 die kommunale Verdienstmedaille in Silber.

In der Kirche und im Kreistag aktiv

Ria Pfeiffer arbeitete 18 Jahre lang zusammen mit Kaditzky im Gemeinderat, davon zwei Jahre als seine Stellvertreterin. Sie konnte sich noch gut an das kirchliche Wirken des frisch gebackenen Ehrenbürgers erinnern. An sein Engagement im Pfarrgemeinderat und als Gottesdienstleiter. Aber auch an sein Wirken in der Vorstandschaft des Verkehrs- und Verschönerungsvereins. Von 1986 bis 2013 gehörte er diesem Gremium an, der Verein ernannte ihn 2013 zum Ehrenmitglied.

Auch im Kreistag war Kaditzky mehr als zwei Jahrzehnte aktiv. „Du hast voll mitgewirkt beim Klinikverbund und das zum Wohl der Bürger“, lobte die Traunsteiner Kreisrätin Waltraud Wiesholler-Niederlöhner. Sie erinnerte daran, dass es vor über zwei Jahrzehnten mit den Kreiskrankenhäusern nicht zum Besten gestanden habe. „Für uns bestand kein Zweifel, dass die Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft bleiben müssen“, betonte die Sozialdemokratin.

Gegen Lob ist man machtlos

Eine Gemeinschaftsarbeit. Genauso wie der Widerstand gegen den geplanten Verkauf der Wohnungsbaugesellschaft mit 400 Wohnungen zur Konsolidierung des Kreishaushalts: „Dass man die Gesellschaft für den Schuldenabbau verkauft, hat dem Karl nicht geschmeckt“, berichtete die Kreisrätin. Am Ende wurde nicht verkauft. Dem neuen Ehrenbürger attestierte sie eine besonnene und zielstrebige Art.

Sichtlich gerührt zeigte sich Karl Kaditzky nach so vielen Lobreden. Diese Auszeichnung zu bekommen, mache ihn sprachlos. „Ich bedanke mich für die Würde, die auch eine Verpflichtung ist“, sagte er und meinte augenzwinkernd, nun müsse er sich benehmen, zumal die Ehrung wieder aberkannt werden kann. Er zitierte Siegmund Freund mit dem Satz, gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos.

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