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Schule hat wieder begonnen

Der fast „normale“ Schulalltag in Prien, Bernau und Rimsting

Die Schule hat wieder angefangen und die Schulleiter der Region stehen vor kleineren und größeren Problemen bei der Umsetzung aller Richtlinien, die auf sie neu einprasseln. Aber in Prien und Umgebung herrscht auch eine hohe Zufriedenheit – die Lehrkräfte sind einfach froh, wieder mit „ihren“ Schulkindern Unterricht machen zu können.
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Die Schule hat wieder angefangen und die Schulleiter der Region stehen vor kleineren und größeren Problemen bei der Umsetzung aller Richtlinien, die auf sie neu einprasseln. Aber in Prien und Umgebung herrscht auch eine hohe Zufriedenheit – die Lehrkräfte sind einfach froh, wieder mit „ihren“ Schulkindern Unterricht machen zu können.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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Mehr Kinder, bessere digitale Ausstattung – aber auch mehr Aufwand mit Verwaltung: Das erzählen die Schulleiterinnen und Rektorinnen der Grundschulen in Prien, Bernau, Rimsting und Breitbrunn-Gstadt. Dass gleich zu Beginn des Schuljahres, wenn es hoch hergeht, auch noch die Pool-Tests eingeführt wurden, macht ihnen das Leben nicht gerade einfach. Dennoch überwiegt die Freude, Schüler und Kollegen wieder zu sehen.

Prien/Rimsting/Bernau/Gstadt – Die ersten Schultage sind vorbei, und wie jedes Jahr ist die Anfangszeit der reinste Stress. Kaum eine der von der Chiemgau-Zeitung befragten Rektorinnen und Schulleiterinnen, die das nicht bestätigt, und doch sind alle glücklich, wieder mit „ihren“ Schülern zusammen zu sein. Alle eint die Hoffnung auf durchgehende Präsenz und die Möglichkeit, „endlich wieder alle Fächer unterrichten zu können“, wie es Dr. Evelyn Bukowski, Schulleiterin der Priener Waldorfschule mit knapp 600 Schülern und 65 Lehrern ausdrückt.

Claudia Decker, Leiterin der Grundschule Prien.

Prien: Sport im Freien und digitale Helfer

„Die meisten unserer Fächer sind sehr praxisorientiert, die Schüler arbeiten dabei zusammen, und das durften sie zuletzt nicht.“ Vor den Ferien wurde ein Großteil des Unterrichts ins Freie verlegt. So handhabt man es jetzt auch im Sport: Derzeit üben die Schüler im Eichental für ihren traditionellen Herbstlauf. Bukowski freut sich über die neue digitale Ausstattung der Oberstufe und dass Waldorfschüler mit einem Stoff-Defizit nun auch am Aufholprogramm in den Ferien teilnehmen können.

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Mit 316 Schülern in 14 Klassen – zehn in Prien und vier in Wildenwart – und 22 Lehrern startet die Grund- und Mittelschule Prien ins neue Schuljahr. Leiterin Claudia Decker freut sich, dass die beiden Lehramtsanwärterinnen vom vergangenen Jahr, Elisabeth Iliev, und Melanie Schnell, bleiben dürfen. Alle Klassenzimmer und Fachräume sind frisch ausgestattet mit einem Computer mit Internetanschluss, einem Beamer und einer Dokumentenkamera. Für die Schüler seien unter anderem 29 Laptops angeschafft worden. Nach dem Anfangsstress „tut es einfach gut, die Lebensfreude der Kinder und ihr Lachen wieder in der Schule zu hören, wieder direkten Kontakt zu ihnen zu haben und im Lehrerkollegium wieder persönlich besprechen, planen und entwickeln zu können.“ Allerdings: „Wirklich belastend ist die aus unserer Sicht überstürzte Einführung der Pooltests. Sie erfordert gerade jetzt in der Schulstartphase einen hohen Verwaltungsaufwand.“ Deutlich mehr Vorlauf wären „sehr viel zweckmäßiger“ gewesen.

Bernau: Neue Lehrer und ein paar Wünsche

Die 210 Schüler der Bernauer Grundschule seien vom 16-köpfigen Lehrerteam „herzlich“ aufgenommen worden, schildert Schulleiterin Petra Henz. Vier neue Lehrkräfte hat die Schule, welche die neun Klassen betreuen. „Alle bringen auch eine sportliche Ausbildung mit und so können wir die Sportstunden nach Lehrplan abhalten und der Schwimmunterricht für alle Klassen ist gesichert.“ Leider mangele es an Fachlehrern, aber zwei Kolleginnen hätten sich bereit erklärt, Werken und Gestalten zu unterrichten.

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Mit Christine Wenger habe man eine Drittkraft als Verstärkung der ehrenamtlichen Schulpaten. „Drei Wünsche warten noch auf Erfüllung: eine Jugendsozialarbeiterin, ein WLANnetz sowie der Ausbau der Schule, um ausreichend Räume für Unterricht und Mittagsbetreuung zur Verfügung zu haben.“ Was macht der Schulleiterin das Leben bisweilen schwer? Wie ihre Priener Berufskollegin ist Henz „nicht glücklich“ über die schnelle Umstellung auf die Pooltests. Die Schule noch so viele Antigentests auf Lager, dass sie bis über die Herbstferien hinaus reichen könnten.

Breitbrunn: Guter Lehrerschlüssel

„Die PCR-Pooltests gleich in der ersten Woche haben uns ganz schön zu schaffen gemacht“, schildert auch Heidrun Möderl, stellvertretende Schulleiterin in Gstadt-Breitbrunn. Das Problem seien nicht die Kinder: „Der bürokratische Aufwand ist riesig.“ Die Tests selber findet sie gut: Die Auswertung erfolge im Labor und schon abends hätten die Eltern das sichere Ergebnis. Luftfilter hat die Einrichtung mit 90 Schülern schon seit dem Frühjahr in allen Räumen. Mit dem Lehrerschlüssel von zehn Kräften ist Möderl zufrieden. Auch mit der digitalen Ausstattung.

Rimsting: Fast eine ganze Klasse mehr

Dank dem Digitalpakt, konnte die Rimstinger Grundschule technisch aufholen: „In jeder Klasse hängt nun eine digitale Tafel, die mit dem WLan verbunden ist“, so Leiterin Eva Sigmund. Die klassische grüne Tafel gibt es trotzdem noch an einer Seitenwand: „So ganz mag ich mich davon noch nicht trennen.“ Froh ist sie, dass nach den ersten Tagen nun etwas mehr Ruhe in die Schule mit 138 Kindern und sechs Klassen einkehrt, „denn der Verwaltungsaufwand nimmt von Jahr zu Jahr zu. In immer kürzerer Zeit muss immer mehr geleistet werden.“

Die Zahl der Schulkinder ist in Rimsting gestiegen, 2020 waren es noch 121, nun ist fast eine ganze Klasse mehr zu unterrichten. Woran liegt´s? Nicht an mehr Geburten vor einigen Jahren, sondern am Zuzug.

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