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Leidenschaft Mountainbike

Der „Chiemgau-King“ ist ein 12-jähriger Grassauer – 64-Jähriger bei härtestem Rennen in Dolomiten

Zwei außergewöhnliche Sportler ehrten Grassaus Bürgermeister Stefan Kattari und Sportreferentin Marina Gasteiger mit den beiden Mountainbikern Lorenz Pfleger, zwölf Jahre, und Steffen Goldberg (von links).
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Zwei außergewöhnliche Sportler ehrten Grassaus Bürgermeister Stefan Kattari und Sportreferentin Marina Gasteiger mit den beiden Mountainbikern Lorenz Pfleger, zwölf Jahre, und Steffen Goldberg (von links).
  • VonTamara Eder
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Zwei Grassauer Mountainbiker sind auf Erfolgskurs – einer von ihnen war erst elf Jahre alt, als er den „Chiemgau King“ auf über 165 Kilometern und acht Almen für sich entschied. Der andere bezwang die Dolomiten.

Grassau – Zur Sportlerehrung im Grassauer Rathaus trafen sich der zwölfjährige Gymnasiast Lorenz Pfleger und der 64-jährige Steffen Goldberg. Beide Mountainbiker wurden von Bürgermeister Stefan Kattari und Sportreferentin Marina Gasteiger ausgezeichnet.

Seit vielen Jahren werden Grassauer Sportler, die durch ihre besonderen Leistungen hervortreten, geehrt. Kattari freute sich, dass „gleich zwei Mountainbiker dieselben Ziele haben und dennoch so unterschiedlich sind.“

Eine Kindheit im Radsattel

Lorenz Pfleger hat den „Chiemgau-King“ als Jüngsten abgeschlossen. An nur einem Tag bezwang der damals noch Elfjährige im Sommer 2020 acht Almen auf einer Strecke von sage und schreibe 165 Kilometern und 4629 Höhenmetern, „eine extreme Leistung, die vor Pfleger noch keiner in so jungen Jahren meistert hat“, wie der Bürgermeister hervorhob. Lorenz Pfleger erhielt dafür Gold. Der Schüler hat ein großes Ziel vor Augen, denn er möchte Radprofi werden, wie er unserer Zeitung nicht ohne Stolz erzählt.

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Mit seinem Ehrgeiz und seinem Talent ist der Gymnasiast auf einem sehr guten Weg. Wenn es zeitlich mit der Schule vereinbar ist, schwingt sich Lorenz auf eines seiner mittlerweile vielen Räder und fährt kurzerhand einmal zur nächsten Alm hoch. Auf den „Chiemgau-King“, sagt er, habe er sich „etwas intensiver“ und mit Unterstützung seines Vaters, der ihm einen elfwöchigen Trainingsplan zusammenstellte, vorbereitet. Und wenn der Berg gerade nicht ruft und es möglich ist, dann tauscht Lorenz das Rad auch mal gegen Langlaufskier.

Trainieren aus Spaß

Ausgezeichnet wurde auch Steffen Goldberg, der den als härtesten Mountainbike-Wettbewerb bekannten „Hero-Mountainbike-Marathon“ in den Dolomiten gewann. Der Grassauer erzählt, er habe in den 1990er Jahren mit dem Mountainbikefahren begonnen. „Ein Bonus ist, dass ich in Rosenheim arbeite und so jeden Tag mit dem Rad in die Arbeit fahre“, lacht Goldberg. Er trainiere nicht ehrgeizig, „sondern vielmehr aus Spaß.“

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Ihm sei es wichtig, dass er sich draußen bewegen könne. Der „Hero Mountainbike-Marathon“ über eine Entfernung von 86 Kilometern und auf insgesamt 4500 Höhenmetern sei anspruchsvoll, „vor allem durch den steilen Anstieg“ in den Dolomiten. Goldberg wertete dies als Generalprobe, denn im nächsten Jahr möchte er an der Europameisterschaft teilnehmen.

Kattari, selbst begeisterter Radfahrer, kann die Begeisterung der beiden Ausnahmesportler durchaus verstehen, denn das Mountainbiken sei „auch eine Form der Meditation.“

Ein Ansporn für andere

Dennoch sehe er auch Konflikte am Berg zwischen Wanderern und Mountainbikern, wollte er ein wichtiges Thema bei dieser Gelegenheit nicht unausgesprochen lassen. Ihm gefalle es nicht, „wenn Wanderwege als Trails genutzt werden“, mahnte er an. Umso wichtiger sei es, auch den Mountainbikern ein Angebot zu machen, ihren Sport in den heimischen Bergen betreiben zu können.

Sportreferentin Marina Gasteiger hob die Leistung der beiden so unterschiedlichen Grassauer Sportler hervor und beglückwünschte beide. Sport zu treiben sei wichtig, „um auch den Kopf wieder freizubekommen“.. Die Leistung der Sportler können auch als Ansporn für viele andere stehen, sich zu bewegen.

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