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Gründerin Jutta Kokulinsky übergibt an Gewerbeverein

Der Bernauer Wochenmarkt kommt in neue Hand und wird ausgebaut

Jutta Kokulinsky, Kundin Christine Schuhbeck, Alois Müller und Sascha Klein vom Gewerbeverein sowie Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (von links).
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Jutta Kokulinsky, Kundin Christine Schuhbeck, Alois Müller und Sascha Klein vom Gewerbeverein sowie Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (von links).
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Jeden Donnerstag beherrschen Marktstände das Geschehen auf dem Bernauer Rathausvorplatz. Frisches Obst und Gemüse, Eier, Fleisch, Gewürze und weitere Produkte aus der Region stehen beim Wochenmarkt zum Verkauf. Künftig zeichnen sich Gemeinde und Gewerbeverein dafür verantwortlich, Neuerungen stehen ins Haus.

Bernau – Frisches Obst, Gemüse, Eier und Fleisch direkt von den Produzenten aus der Region – das bietet der Bernauer Wochenmarkt nun schon seit vier Jahren jeden Donnerstag auf dem Rathausvorplatz. Ins Leben gerufen und ehrenamtlich betreut hat ihn über die Jahre hinweg Jutta Kokulinsky. Sie legt diese Arbeit nun Ende des Monats in die Hände der Gemeinde und den Gewerbeverein Bernau. Das Angebot wird noch einmal erweitert, seit vergangenen Donnerstag sind die Öffnungszeiten bereits von 10 bis 16 Uhr verlängert worden.

Kindergartenkinder kommen jede Woche

Einheimische wie Urlauber kaufen ein, sogar die Kleinen machen es vor. Erst letzten Donnerstagvormittag spazierten wieder zehn Kinder von der Kinderbetreuungseinrichtung „Netz für Kinder“ zum Wochenmarkt. Jede Woche kommt eine Gruppe Zwei- bis Sechsjähriger mit Erzieherin und einer der Mütter zum Einkaufen hierher. „Meistens werden Gemüse, Würstl und Eier geholt“, berichtet Netz-für-Kinder-Vorstand Rebecca Gellhorn im Gespräch mit den OVB Heimatzeitungen.

Frisch gekauft, geschnitten und gekocht

Wieder zurück in der Einrichtung am Schulplatz 2a würden die Lebensmittel gemeinsam vorbereitet, geschnitten und gekocht. „Wir sind froh über den Wochenmarkt“, erzählt Gellhorn und erklärt: „Wir können den Kindern die regionalen Produkte zeigen und ihnen erklären, wo sie aus der Umgebung herkommen.“ Das sei dem Kindergarten wichtig. Jeden Tag koche in der Einrichtung eine andere Mutter auf ihre Kosten frisch das Mittagessen.

Donnerstags liege der Einkauf beim Wochenmarkt im Budget des Kindergartens. Ganz klar, dass der Ausflug auch immer ein Höhepunkt für die Kinder ist, wie Gellhorn bestätigt. Noch etwas anderes findet sie gut daran: „Die Kinder wissen, wie viel Geld sie dabei haben und lernen so den Umgang damit. Da fragen sie dann zum Beispiel, was die Kartoffeln kosten.“

Gewerbeverein und Gemeinde Bernau übernehmen

Wirtschaftsreferent und Sprecher Sascha Klein zeigt sich auf Nachfrage der OVB Heimatzeitungen „froh, dass sich der Gewerbeverein künftig für den Wochenmarkt engagieren darf“. In Absprache mit Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber sollen künftig mehr Fieranten und damit ein größeres Angebot den Wochenmarkt noch attraktiver machen.

So sei es bereits beschlossene Sache, dass der Hendlbrater, der bislang donnerstags immer an der Ecke Chiemsee-/Bahnhofsstraße stand, künftig beim Wochenmarkt stehen wird. Weiter wird es laut Klein künftig Kaffee und Kuchen geben, dafür werden Stehtische und zusätzliche Sitzgelegenheiten angeschafft. „Ein bis zwei Mal im Monat wird eine kleine Musikgruppe zur Unterhaltung aufspielen“, so Klein. Den Wochenmarkt will er verstärkt als Treffpunkt für Menschen etablieren.

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Zu verdanken hat die Gemeinde Bernau ihren Wochenmarkt der Initiatorin Jutta Kokulinsky. Sie stammt ursprünglich aus Nordrhein Westfalen und wünschte sich ein solches Angebot in ihrer neuen Heimat Bernau am Chiemsee. Der damalige Bürgermeister Philipp Bernhofer habe sie bei ihrem Ansinnen unterstützt, allerdings auch bemerkt, das sie sich darum kümmern müsse, erinnert sich Kokulinsky im Gespräch.

Als Neuling die Ärmel hochgekrempelt

Sie habe damals noch niemanden gekannt, sich einfach an die Arbeit gemacht und in Frage kommende Anbieter angesprochen. Auf Anhieb seien acht Fieranten dabei gewesen. Im Laufe der Jahre gelang es Kokulinsky, ein beständig attraktives Angebot am Leben zu halten, erst zuletzt habe sie noch zwei neue Anbieter angeworben. Damals wie heute sei ihr eine Vielfalt an frischen und regionalen Produkten am Herzen gelegen und dass sie vom Erzeuger selbst verkauft würden. Unterstützung erhielt die 63-Jährige über die Jahre hinweg von der Tourist-Info, die für die Vermarktung zuständig ist. Und noch ein Gedanke lag ihr am Herzen: „Mir war es immer auch wichtig, dass der Wochenmarkt ein Treffpunkt und eine Austauschstätte für die Bernauer ist.“

Bürgermeisterin: „Tolles Angebot“

„Einen Wochenmarkt zu haben, war schon immer ein großer Wunsch der Bernauer“, erinnert sich Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber auf Anfrage. Kokulinsky habe sich dafür stets sehr engagiert und sich die ein oder andre Aktion zur Belebung ausgedacht. „Für dieses großartige und herausragende Engagement möchte ich ihr herzlich danken.“ Gerade jetzt, wo der Wochenmarkt ein kleines Tief erlebe, habe sie sich nochmals dafür eingesetzt, dass wieder neue Fieranten gekommen seien. Die Bürgermeisterin weiter: „Gerade die Corona-Zeit hat uns nun gezeigt, wie wichtig es ist, den regionalen Handel zu unterstützen. Es ist toll, dass wir so ein Angebot in Bernau zusätzlich zu den Direktvermarktern im Ort haben.“

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