Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Das dritte Jahr in Folge kein spaßiges Zusammenkommen und keine Einnahmen

Der Atzinger Dorffasching fehlt

Lustig ging es stets zu, hier zum Beispiel mit den „Atzinger Dreirad-Schönheiten“. Heuer bleibt es im Gemeindehaus erneut ruhig, Kostüme und Konfetti bleiben im Schrank.
+
Lustig ging es stets zu, hier zum Beispiel mit den „Atzinger Dreirad-Schönheiten“. Heuer bleibt es im Gemeindehaus erneut ruhig, Kostüme und Konfetti bleiben im Schrank.
  • Anton Hötzelsperger
    VonAnton Hötzelsperger
    schließen

Statt Musik, Lachen und Tanz herrscht heuer das dritte Jahr in Folge gähnende Leere im Atzinger Gemeindehaus. Corona verhindert das lustige Treiben. Nicht nur die Einnahmen fehlen.

Prien-Atzing – Am 9. März werden es genau 21 Jahre, dass der Förderverein Atzinger Feuerwehr- und Gemeindehaus in Prien gegründet wurde. Im Rahmen seiner Aufgaben zur Unterstützung beim Bau und Betrieb des Vereinshauses gehörte auch die Durchführung von Veranstaltungen. Neben einem Flohmarkt, einer Tombola und einem Preisschafkopfen war es vor allem der Atzinger Dorffasching, der für Einnahmen sorgte. Doch auch heuer und damit zum dritten Male fällt der Faschingshöhepunkt für Atzing und Umgebung aus.

Im Jahr 2008 Tradition wiederbelebt

Der erste Atzinger Dorffasching im 2007 eingeweihten neuen Vereinshaus fand am 31. Januar 2008 statt. Damit wurde eine Tradition wiederbelebt, denn in Atzing war es Brauch, dass am Unsinnigen Donnerstag ein Faschingskranzl – vormals im Saal des Gasthofes Stocker – stattfindet.

Der Förderverein, der den Atzinger Dorffasching organisierte, bewarb und personell unterstützte, erfreute sich bei seiner Premiere eines vollen Hauses. Damit war sichergestellt, dass es auch fortan wieder einen närrischen Tag in der Faschingszeit in Atzing gibt. Zur Belustigung trugen nicht nur die ideenreichen Masken und Kostümierungen bei, sondern vor allem die Auftritte mit Ordensverleihungen der Aschauer Faschingsgilde sowie die Einlagen. Sie wurden von den jungen Mitgliedern des Atzinger Trachtenvereins und der Atzinger Feuerwehr einstudiert.

Das könnte Sie auch interessieren: OVB-Themenseite Prien

Dazu erinnert sich der langjährige Vorsitzende Peter Wendl: „Die Dorfjugend war bei ihren Einlagen sehr geschickt, unter anderem nahmen sie auch kommunalpolitische Themen wie das Priener Biomasse-Heizkraftwerk aufs Korn.“ Insgesamt acht Mal konnte der Atzinger Dorffasching im Vereinshaus durchgeführt werden, zuletzt vor drei Jahren unter dem Motto „Daxen-Ball“.

Im Jahr 2018 gab es anstatt des Dorffaschings eine Faschingshochzeit, von deren Erlös 1500 Euro an den Priener Verein „Leben mit Handicap“ gespendet werden konnten.

Dass heuer der Dorffasching zum dritten Mal abgesagt werden musste, stimmt die Vorstandschaft traurig. Für Peter Böttinger, der vor fünf Jahren Peter Wendl als Vorsitzenden ablöste, war die Veranstaltung mehr als eine Einnahmequelle. Er sagt: „Der Dorffasching war stets eine Bereicherung des Lebens und es wird ihn hoffentlich 2023 wieder geben.“ Untrennbar verbunden mit den Erinnerungen sei der Name Carla Boggusch, die jahrelang und bis zu ihrem allzu frühen Tod die zentrale Figur bei der Bewirtung war.

Zeilen vom Verserlschreiber Ernst Reiter

Dem Atzinger Dorffasching hat Verserlschreiber Ernst Reiter, langjähriger Priener Gemeinderat und seit Vereinsgründung Schatzmeister, folgendes Gedicht gewidmet: „Im Fasching: Kraut und Ruam, damische Buam, glustige Maadl, nackade Waadl, weit üba d‘ Knia, grod so gfoids mir! Des is a Wedda, oda moanst neda? Im Fasching alloa, deaf ma ois doa – fast ois – mei Liaba, aufzogna Schiaba! Flirtn und Schmusn, Küssn und Kosn, des ghört dazua, narrischa Bua, und loß da no sogn, tua ja net zlang frogn!“

Der Förderverein Atzinger Feuerwehr- und Gemeindehaus in Prien ist ein Zusammenschluss von interessierten Bürgern aus allen Schichten der Gesellschaft. Er ist eine Bürgerinitiative für Maßnahmen zur Förderung des Gemeinsinns und Gemeinwohls in Bachham und Atzing, parteipolitisch und konfessionell unabhängig.

Das Gemeindehaus ist auch ein Ort für die Jugend

Der Verein ist selbstlos tätig und angetreten, um die Bemühungen der Bürger und der Vereine von Atzing und Bachham und des Marktes Prien um die Errichtung eines kombinierten Feuerwehr- und Gemeindehauses in Atzing zu fördern und zu unterstützen. Gleichzeitig sollte für die freie und in Vereinen organisierte Jugend die Möglichkeit zur sinnvollen Freizeitgestaltung geschaffen werden. So beschrieb es der Peter Wendl bei der Gründungsversammlung.

Geld für Trachtler und Feuerwehr

Der Förderverein mit inzwischen über 100 Mitgliedern hat seit seiner Gründung über 65 000 Euro an die Ortsvereine Feuerwehr und Trachtenverein im Sinne der Satzung übergeben. Außerdem haben sich die Vereinsmitglieder immer wieder mit Hand- und Spanndiensten bei Arbeitseinsätzen sowie bei Ortsverschönerungsmaßnahmen beteiligt.