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Neue Entwicklung in Schleching

Entwurfspläne für Berggasthof Streichen vorgestellt: Millionen für „große, nachhaltige Lösung“?

Wie der Berggasthof nach der Instandsetzung aussehen könnte, zeigt diese Animation.
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Wie der Berggasthof nach der Instandsetzung aussehen könnte, zeigt diese Animation.
  • VonSybilla Wunderlich
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Ein Thema in der Gemeinderatssitzung in Schleching waren die Sanierungspläne zum Berggasthof Streichen. Die alte Optik soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Ziel sei eine „große, nachhaltige Lösung“. Wie das bedeutet, erklärt unter anderem Architekt Sven Grossmann.

Schleching – Die Sanierungspläne des Berggasthof Streichen waren Thema auf der aktuellen Gemeinderatssitzung.

Für die Vorstellung des Entwurfskonzeptes reisten die Vertreter vom Kultur Erbe Bayern Bernhard Averbeck-Kellner (Stiftungsvorstand) und Paul Mößner (Architekt und Mitglied des Vorstandes), sowie Sven Grossmann (Architekt) und seine Mitarbeiterin Stefanie Grawer an.

Die beiden Vertreter vom Kultur Erbe Bayern hielten einen kurzen Rückblick, wie es 2021 mit dem Kauf des Anwesens – gemeinsam mit der Yvonne und Thomas Wilde Familienstiftung – begann. Verschiedene Herausforderungen und Interessenlagen wollten zusammengebracht werden.

Studie erbrachte drei Lösungen

Um vernünftige und fundierte Entscheidungen für die Sanierung treffen zu können, wurde eine Machbarkeitsstudie vorgeschaltet, wonach sich drei mögliche Lösungen zeigten. Die Stiftungen entschieden sich für die „große, nachhaltige Lösung“, die einen maximalen Kostenrahmen in der Prognose von 3,5 Millionen Euro angibt.

Die Vorteile hierbei für den Gasthof sind eine zeitgemäße ökologische Heizung (Hackschnitzel vom eigenen Wald), eine energetische Verbesserung durch Dämmung bei den Geschossdecken und dem Dach, der neue Tennenbau in Holzbauweise, der eine weitere Gaststube ermöglicht sowie weitere erforderliche Räume.

Der Architekt Sven Grossmann zeigte den Gemeinderatsmitgliedern die Baupläne des Berggasthofes Streichen und versicherte, dass der Stil des Berggasthofes erhalten bleiben soll. Der Bau ist dreigeteilt, der vordere Bereich umfasst das fast 600 Jahre alte Messnerhaus, dann der 50er Jahre Anbau sowie die hinten liegende Tenne. Der Messnerteil bleibt wie er ist, hier wird nur restauratorisch gearbeitet.

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Die Fremdenzimmer im ersten Stock werden im Charakter eines Berggasthofes hergerichtet. Die Haustechnik und die Müllentsorgung sollen im Haus geschickt untergebracht werden, damit die Optik des besonders schönen Außenbereichs nicht gestört wird, um nur einige Beispiele des neuen Konzeptes zu nennen.

Um den Gasthof wirtschaftlich zu betreiben, muss er ganzjährig geöffnet werden. Die Stiftungen wollen das vorerst selbst übernehmen und keinen Pächter suchen. Auch die neben dem Gasthof stehende Berghütte wird energetisch ertüchtigt und bekommt eine Behelfsküche, damit sie für diverse Veranstaltungen genutzt werden kann. Dadurch kann der Berggasthof durchgängig für die Besucher geöffnet bleiben und nicht teilweise durch geschlossene Veranstaltungen gesperrt werden.

Keinen Luxusbau entstehen lassen

Die Stiftungsvertreter, der Architekt und Thomas Müllinger von den „Streichenfreunden“ waren sich einig, dass hier kein Luxusbau geschaffen wird, alles soll solide und im ursprünglichen Charakter erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich bleiben.

Das nächste Ziel wird die Eingabeplanung sein, sowie weitere Gespräche mit dem Denkmalschutz und dem Landratsamt Traunstein.

Andi Hell, UBS zeigte sich dankbar, dass die beiden Stiftungen den Bergasthof übernommen haben. Bürgermeister Josef Loferer, CSU bedankte sich abschließend bei den Vortragenden für ihr großes Engagement und freute sich, dass jetzt miteinander etwas geschaffen wird, was lange Bestand hat.

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