Der 100. Geburtstag soll im Jahr 2023 gefeiert werden

Trachtenfest in Rimsting vor zwei Jahren: Die Mitglieder hoffen, dass es bald wieder so gesellig zugeht.
+
Trachtenfest in Rimsting vor zwei Jahren: Die Mitglieder hoffen, dass es bald wieder so gesellig zugeht.

Rimsting –Der Rimstinger Trachtenverein „Ludwigshöhe“ ist von der Corona-Pandemie schwer getroffen.

In der Herbstversammlung 2019 waren die Mitglieder noch guten Mutes, dass auch 2020 die Veranstaltungen wie üblich einwandfrei über die Bühne gehen würden. Corona machte jedoch einen Strich durch ihre Rechnung.

Große Hoffnungen hatte Vorsitzender Mathias Feichtner mit seinen Mitgliedern, dass zumindest bis zum 100. Geburtstag des Vereins, der im Juli 2023 gefeiert werden soll, das Virus überwunden ist und es wieder normale Verhältnisse gibt. Zudem ist geplant, zum Gründungsfest eine neue Vereinsfahne anzuschaffen.

Das am Chiemsee beliebte Seefest mit Brillantfeuerwerk musste coronabedingt abgesagt werden. Ferner alle sonstigen Veranstaltungen, wie Dorffeste und das Gartenfest bei der Kalkgrub-Kapelle. Selbst das Gottvertrauen, „beim Rimstinger Seefest gibt es immer schönes Wetter“, half nichts. Auch finanziell rissen die Absagen eine große Lücke in das Vereinsbudget.

Trotz Corona-Einschränkungen hat der Vorstand des Vereins die Termine für 2021 festgelegt. Ob diese tatsächlich stattfinden, sei kurzfristig zu entscheiden, so Feichtner. Die für Sonntag, 28. Februar, geplante Generalversammlung ist bereits coronabedingt verschoben.

Neben dem großen Seefest am Sonntag, 27. Juni, stehe das Aufstellen eines neuen Maibaumes am Rathausplatz mit Fest am Sonntag, 1. Mai, auf dem Programm. Schorsch Niggl, der beim Friedhof derzeit einen neuen Bauernhof baut, hat den Maibaum gestiftet.

Für den dreitägigen Ausflug in die ungarische Partnergemeinde Sukoro gibt es noch keinen Termin. Der dortige Trachtenverein, dessen Entstehung auf die Initia tive der Rimstinger zurückgeht, feiert Anfang August sein 20-jähriges Jubiläum. Die Gründung eines eigenen Trachtenvereins in Rimsting im Jahr 1923 hatte damals folgende Beweggründe: Geselligkeit sowie Tanz und Musik sollte es auch im Ort geben. Und so soll es Poidl Fellner gewesen sein, dem der Trachtenverein zu verdanken ist.

Fellner kam viel herum. Sein Weg führte ihn Anfang der 20er-Jahre ins Nachbardorf nach Breitbrunn. Dort entdeckte er den Schuhplattler als interessanten Tanz. Diesen sollte es in Rimsting auch geben, war seine Meinung. Er fand einige Gleichgesinnte und so bekam Rimsting seinen eigenen Trachtenverein. th

Kommentare