Deftig eingeschenkt in Greimharting

Die grantelnden FeuerwehrlerSebastian Strohmayer und Josef Bauer (rechts) bei einem „Desinfektionsalarm“ mit Schnaps. re

Greimhatrting – Großer Beliebtheit erfreute sich wieder das Starkbierfest der Feuerwehr Greimharting im Gemeindehaus.

So war auch heuer der Saal schon kurz nach Einlass um 20 Uhr gut gefüllt und später bis auf den letzten Platz besetzt. Auch in diesem Jahr spielte die Anzwies Muse auf. Heuer empfing das Publikum erstmalig der neue Feuerwehrvorsitzende Josef Kotter.

Höhepunkt des Abends waren wieder zwei grantelnde Feuerwehrler aus Rimsting und Greimharting (Sebastian Strohmayer und Josef Bauer), die humoristisch die Vorkommnisse aufarbeiteten und dabei den ein oder anderen Seitenhieb verteilten. So meinten sie, dass das derzeitige „zickige“ Wetter wohl eher von einer Petra als dem Petrus käme, man künftig aufgrund des derzeitigen Trends als vegetarische Kost Tofuhaxn mit rechtsgedrehten Dinkelknödeln anbieten könne, und es wohl einen Grund habe, warum es „dahinvegitieren“ und nicht „dahinschnitzeln“ heiße.

Die beiden waren recht zufrieden, wie das Feuerwehrfest verlaufen ist. Vor allem war ma froh, dass an dem Festwochenende ned grengt hod. „Des war ja letztes Jahr bei de Freiluftveranstaltungen der Rimstinger Vereine ja eher de Ausnahme – vor allem der Trachtenverein war leidgeprüft, weil es bei alle seine o’gsetzten Dorf- und Seefesttermine g‘rengt hod“, so die Grantler. Das Seefest sei quasi sprichwörtlich ins Wasser gefallen.

Insbesondere teilten sie politisch aus, ob es nun das Volksbegehren über die Bienen, die anstehenden Kommunalwahlen oder die streikenden Schüler von Fridays for Future waren, alle bekamen ihr Fett weg. „Weil wenns g’schrieben hätten statt ,rettet die Bienen‘ – ,rettet die Stechmücke oder rettet die Odelwürmer‘, dann hättens a in Rimsting gwiss ned 20 Prozent, sondern vielleicht nur zwei Prozent an Unterschriften griagt“, frotzelten die Feuerwehrler. Gerade die anstehenden Wahlen sorgten für viel Stimmung: Der beste Platz für einen Politiker sei generell auf dem Wahlplakat, dort wäre er tragbar, geräuschlos und einfach wieder zu entfernen, so die zwei Grantler. „Bei uns in Rimsting geht das Liachd aus, weil da Kirchturm nimma beleuchtet werd wegen der Lichtverschmutzung“.

Zur Wahl: „Auf alle Fälle besser, ois da Seifert in Prean. Dea is nimma o’trettn, weil’n von de Gemeindratsfraktionen nur no oane unterstützen woid. Und jez muass er hoff’n, dass er in Ansbach zum Landrat g’wählt wead, weil er sei Pensionsalter no ned erreicht hod.“

Dass der Bürgermeistersessel in Rimsting heiß begehrt ist, stellten sie aufgrund der zahlreichen Kandidaten fest. „Wobei die Rimstinger CSU zwischendurch scho bei der RTL-Sendung „Vermisst“ a Vermisstenanzeige für’n Fenzl Andi aufgeben woid, weil er so zurückhaltend im Wahlkampf war“, monierten die Grantler. „Ja de Mary startet seit ihrem Wechsel von da CSU zu den Freien Wählern ja richtig durch: Landtagskandidatin, Mitglied im Landesvorstand der Freien Wähler – do muass dann scho da Bürgermoastakandidat sei. Für einen normalen Gemeinderat is sie ja scho fast überqualifiziert.“

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