Defizit bei Verkehrsüberwachung in Gstadt - Gemeinderat hält Überwachung für wichtig

Fürs Parken auf dem einzigen öffentlichen Parkplatz beim Dorfplatz in Gstadt bekommen die Einheimischen die Gebühr erstattet.
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Fürs Parken auf dem einzigen öffentlichen Parkplatz beim Dorfplatz in Gstadt bekommen die Einheimischen die Gebühr erstattet.

Für die Überwachung des Verkehrs, des Parkens, und der Geschwindigkeitskontrollen muss die Gemeinde tief in die Tasche greifen: Für die Verkehrsüberwachung zahlte die Gemeinde im Jahr 2019 insgesamt rund 10000 Euro. An Einnahmen aus Verwarnungs- und Bußgeldern flossen ihr aber nur rund 5000 Euro zu.

Gstadt – So kostet der Gemeinde, wie Bürgermeister Bernhard Hainz (Freie Wähler) in der jüngsten Sitzung bekannt, gab , die Überwachung des Parkverkehrs und die Geschwindigkeitsüberwachung im Jahr 2019 rund 5000 Euro. Der Gemeinderat nahm dem Bericht des Zweckverbandes kommunales Dienstleistungszentrum Oberland ohne Diskussion zur Kenntnis. Die Ausgaben für die Überwachung wurden aufgrund der besonderen Situation der Gemeinde mit dem starken Parkverkehr aufgrund des Ausflugsverkehrs auf die Chiemsee Inseln als gerechtfertigt angesehen. 101 Überwachungsstunden wurden für den Parkverkehr von der Gemeinde angefordert und über 72 Stunden von Oberland geleistet. 296 Verstöße im Parkverkehr wurden festgestellt.

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Für den fließenden Verkehr, Überschreitung der zulässigen Geschwindigkeit, wurden 60 Stunden angefordert und 60 auch geleistet. Ordnungswidrigkeiten wurden 102 Festgestellt. 4445 Euro erhielt die Gemeinde insgesamt an Verwarnungs- und Bußgelder. Angesprochen wurde der einzige öffentliche Parkplatz beim Dorfplatz, wo einheimische Bürger kostenlos parken können. Sie bekommen im Tourist-Büro die Parkgebühr erstattet. Allerdings sollte dieser Parkplatz nur ein „Überlaufparkplatz“ sein, wenn die Privaten Parkplätze belegt seien.

Parkplatz hat sich finanziell bewährt

In finanzieller Hinsicht habe sich dieser Parkplatz gut bewährt, so Hainz. Über ein Ärgernis im Gemeindebereich beim Parken entspann sich eine von den Gemeinderäten Florian Pletzenauer und Hartmut Distler (beide Freie Wähler) angeregte Diskussion. So parke ein Grundanlieger in der Waldstraße trotz eingeschränkten Halteverbots auf der Straße vor seinem Grundstück. Die Straße sei aber sehr eng und zudem münde gegenüber die Sonnenstraße ein, wozu es des Öfteren zu Behinderungen so auch für den Rettungsdienst komme, sagte Distler dazu. Die Gemeinderäte wiesen auch darauf hinweisend, dass der Anlieger auf seinem Grundstück selbst genügend Platz habe.

Hainz sagte dazu, dass er den Vertreter der Parküberwachung bereits darauf angesprochen habe. Allerdings sei komischerweise bei mehreren Kontrollen der Wagen wieder weggewesen und es konnte kein Parkverstoß festgesellt werden. th

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