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ERÖFFNUNG IM SOMMER

Dauerausstellung Holzknechtmuseum Ruhpolding erstrahlt in neuem Glanz

Museumsleiterin Dr. Ingeborg Schmid (links) führt Bürgermeister Justus Pfeifer den Sapi im neuen Holzknechtmuseum vor.
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Museumsleiterin Dr. Ingeborg Schmid (links) führt Bürgermeister Justus Pfeifer den Sapi im neuen Holzknechtmuseum vor.

Der größte Umbau des Holzknechtmuseums in Ruhpolding seit der Eröffnung im Jahre 1988 steuert seinem Ende zu. Das teilt das Rathaus mit. Noch sind die Bauarbeiten in vollem Gange, gerade werden vom Tischler die Zwischenwände eingezogen, die den Bergwald realitätsnah imitieren.

Ruhpolding – Die Reise durch rund 400 Jahre des Holzknechtberufes führt entlang eines vorgegeben Parcours durch den nachgebauten Bergwald. Anstatt klassischer Glasvitrinen findet man Vitrinen in grellen Farben vor, eingebettet in Nischen in der Bergwaldlandschaft. Große Projektoren verdeutlichen an den Wänden das schwere Leben der Holzknechte.

Um mit allen Sinnen in die Geschichte eintauchen zu können, wird der Besucher in verschiedenen Ebenen abgeholt. Aktivstationen ermöglichen es, bestimmte Themen selbst zu erforschen. An Audiostationen können Besucher den Originalstimmen lauschen. Gibt es keine Originalaufnahmen, helfen Hörspiele mit heimischen Schauspielern, sich in jene Zeit zu versetzen. Mit Videomaterial der Bayerischen Staatsforsten wird die Gegenwart und die Zukunft des Holzknechtberufes visualisiert.

Besucher können eine interaktive Austellung erleben

Auch authentische Objekte dürfen nicht fehlen. Sie sind passend integriert oder als aktives Element in Szene gesetzt. Der Sapi, ein Werkzeug, mit dem Stämme kraftschonend bewegt werden können, wird zum Beispiel so in die Berglandschaft eingebunden, dass der Besucher es aktiv aus dem Berg herausziehen kann. Ein Highlight wird die Seilbahn sein, die sich quer durch den Ausstellungsraum zieht. Die Besucher können ihr Geschick unter Beweis stellen und die Seilbahn selbst bedienen, um einen Baumstamm damit zu transportieren. Damit wird die geschichtliche Ära der Maschinen und Geräte versinnbildlicht, die ab 1950 den Weg in die moderne Forstwirtschaft einläutete.

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Neben den großen Attraktionen gibt es aber auch viele andere Objekte zu sehen, die in genauer Restaurationsarbeit von ehrenamtlichen Helfern aufbereitet wurden. Egal ob Kassendame, Reinigungskraft, pensionierter Kurdirektor, Hausmeister, Mitglieder des Fördervereins und des Vinzenzivereins, Angestellte des Forstbetriebs oder das eigene Team – alle haben mit vereinten Kräften mitgeholfen und großartiges geleistet.

Das Holzknechtmuseum wird in einem neuen Glanz erstrahlen. Der Weg durch die Schlucht durch den Bergwald wird vor allem spannend. „Die Atmosphäre wird richtig geheimnisvoll, jede Station ein Erlebnis – was erwartet mich gleich um die Ecke?“, gibt Dr. Ingeborg Schmid, Museumsleiterin, schon mal preis.

Zahlreiche Helfer und Unterstützer haben den Umbau möglich gemacht

„Der Umbau der Ausstellung wäre ohne die zahlreichen Unterstützter, den Vinzenziverein, den Förderverein und die vielen Ruhpoldinger Bürger, nicht zustande gekommen. Das Museumsteam um Frau Dr. Schmid hat hier etwas ganz Besonderes auf den Weg gebracht“, sagt der Zweckverbandsvorsitzende des Holzknechtmuseums, Bürgermeister Justus Pfeifer.

Mit Hilfe einer Förderung aus dem bewährten Leader-Programm der EU zur Entwicklung des ländlichen Raums von fast 421.000 Euro und einer forstlichen Zusatzförderung von 250.000 Euro konnte die Dauerausstellung des Museums neu gestaltet und modernisiert werden. Man darf also gespannt sein, wenn das Holzknechtmuseum im Sommer seine Pforten öffnet und die Besucher in der neuen Ausstellung begrüßt.re

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