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Von römischen Funden bis zur Almendatenbank

Das plant der Grassauer Heimat- und Geschichtsverein

Dr. Hans Jürgen Grabmüller zu Hause an seinem Schreibtisch in Grassau
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Dr. Hans Jürgen Grabmüller, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, an seinem Schreibtisch in Grassau.
  • VonTamara Eder
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Der Heimat- und Geschichtsverein hat viel vor und trotz der Pandemie einiges geschafft. Darüber informierte der Vorsitzende Dr. Hans Grabmüller in der Jahresversammlung.

Grassau – „Das vergangene Jahr brachte einen Einbruch in die bisherige Erfolgsbilanz des Heimat- und Geschichtsvereins“, berichtete Dr. Hans Grabmüller in der Jahresversammlung im kleinen Heftersaal. Trotz nicht so zahlreicher Veranstaltungen und Aktivitäten, war der Rückblick umfangreich.

Der Vorsitzende verwies auf die mit dem Geschichtsverein Aschau durchgeführte Einführung in die Ausstellung „Gottesdämmerung II“ und auf etliche Kirchenführungen mit Gerhard Waschin.

Unter dem Titel „Freud und Leid auf der Alm“ berichtete Sigi Götze über das Almleben. Der Verein habe sich an der Offensive zur Rettung des Streichens beteiligt und sei dem Verein Streichenfreunde beigetreten. Grabmüller hofft, dass bald Veranstaltungen vor Ort geplant werden können.

Geschichtspflege sogar in Datenbanken

350 aktive und auch aufgelassene Almen werden in der kostenlos zugänglichen Almendatenbank, die permanent erweitert werde, beschrieben. „Dieses Projekt wird nie fertig werden“, versprach der Historiker.

Ein weiteres Projekt sei die Ausstellung archäologischer Funde des Achentals. Hauptfundzeitraum sei die Bronzezeit. Der Verein hege schon seit Langem den Wunsch, Funde in einem gemeinsamen Museum zusammenzuführen. Im Vereinsbüro im alten Bad Unterwössen gebe es eine drei Meter lange Nische, in der die Funde in einer Vitrine aufbewahrt werden könnten. Der Standort sei jedoch für Führungen aufgrund der Enge weniger geeignet. Man plane, in der Eingangshalle eine weitere Ausstellungsmöglichkeit zu schaffen und diese interaktiv mit Lehrfilmen zu ergänzen.

Zur Römer-Region Chiemsee informierte Grabmüller, dass sich fast jede Gemeinde rund um den Chiemsee daran beteilige.

Einige Gästeführer auch aus den Vereinsreihen wurden ausgebildet. Im Grassauer Kurpark wurde eine Tafel zur Vor- und Frühgeschichte, alter Handelswege und Saumpfade vorgestellt. Am Museum Klaushäusl soll an die Landschaft und Besiedelung vor 2000 Jahren erinnert werden. In Mietenkam kann ein Römerstein und in Staudach-Egerndach die Rekonstruktion eines solchen besichtigt werden.

Weitere Artikel und Nachrichten aus dem Chiemgau finden Sie hier.

Zu den Projekten in Grassau informierte der Vorsitzende, dass nach Abschluss der zwölfbändigen Chronik weitere Broschüren zur Geschichte erscheinen werden. Zur Landschaftsgeschichte hat Dr. Robert Darga ein Heft herausgegeben. Das zweite Heft wird sich dem Grassauer Ortsteil Viehhausen widmen und von Uta Grabmüller verfasst. Erscheinen wird es voraussichtlich noch in diesem Jahr.

Grabmüller ging auf die neue Outdoor-Galerie der Gemeinde mit wechselnden Ausstellungen von Kunstobjekten ein. Geplant sei zudem eine geschichtliche Bilderdatenbank,.

Aus den Mitgliedsgemeinden informierte Marquartsteins Bürgermeister Andreas Scheck über die neue Chronik der Schnappenkirche, verfasst von Dr. Walter Brugger, der sich auch mit der Burgkirche St. Veit beschäftigt. Gemälde von Werner Schön werden im Juli im Rathaus ausgestellt. /MN

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