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Gemeinderat entscheidet

Große Pläne: Das passiert mit dem Ex-Gasthaus Forelle in Siegsdorf

Eine Bäckerei mit Café und ukrainische Geflüchtete befinden sich derzeit im ehemaligen Gasthaus Forelle.
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Eine Bäckerei mit Café und ukrainische Geflüchtete befinden sich derzeit im ehemaligen Gasthaus Forelle.
  • VonFranz Krammer
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Über eine Bauvoranfrage für den ehemaligen Gasthofs Forelle in Siegsdorf hatte der Gemeinderat zu entscheiden. Das ist jetzt geplant.

Siegsdorf – Einer Bauvoranfrage zum Abbruch des ehemaligen Gasthofs Forelle in Siegsdorf sowie zum Neubau eines Geschäfts- und Wohnhauses mit Tiefgarage erteilte der Gemeinderat mit 17:3 Stimmen sein Einvernehmen.

Das Vorhaben hatten die jetzigen Besitzer und Bauwerber, die HÖH-Immobilien GmbH & Co KG aus Traunstein, den Räten bereits im Ortsentwicklungs- und im Bauausschuss vorgestellt.

Wie Bürgermeister Thomas Kamm (UWS) erläuterte, bemühten sich die früheren Besitzer, das Brandschutzkonzept zum Weiterbetrieb des Gasthof- und Hotelbetriebes umzusetzen. Sie scheiterten jedoch an den hohen Auflagen mit zusätzlichen Rettungswegen und den Kosten. Derzeit sind im Gebäude Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht.

Neubau orientiert sich deutlich an bisherigem Erscheinungsbild

Laut Bauwerber orientiert sich der Neubau deutlich an dem Erscheinungsbild des bestehenden Gebäudes. Mit der geplanten Tiefgarage werden die geforderten Stellplätze zur Verfügung gestellt. Das neue Geschäfts- und Wohnhaus würde nach den Vorstellungen der Planer im Erdgeschoss von einer Apotheke, einem Sanitätshaus und einer Bäckerei mit Café genutzt.

Im ersten Obergeschoss sind Räume für Arztpraxen vorgesehen, im zweiten eine Zahnarztpraxis und Räume für Pysiotherapie. Im Dachgeschoss sollen drei Wohnungen entstehen. Zusätzlich zu den 30 Stellplätzen in der Tiefgarage sind oberirdische Stellplätze vorgesehen.

„Wiederbelebung“ eines ortsprägenden Anwesens

Im Vorfeld äußerten sich der Ortsentwicklungsausschuss und der Bauausschuss positiv. Auch die Genehmigungsbehörden im Landratsamt begrüßten nach ersten Gesprächen das Vorhaben und die „Wiederbelebung“ eines ortsprägenden Anwesens in der vorgesehenen Weise.

Marlis Neuhierl-Huber (Grüne) signalisierte grundsätzliche Zustimmung. Gleichzeitig forderte sie eine deutliche Ausprägung der Ansicht am derzeitigen Bestand und zusätzliche Stellplätze. Zu prüfen sei, wie sich das Grund- und Oberflächenwasser beim Bau der Tiefgarage auf den Nachbarbestand auswikt.

Gebäude steht nicht unter Denkmal- oder Ensembleschutz

Willi Geistanger (Grüne) und Hubert Wolff (CSU) zeigten sich mit einem Abriss nicht einverstanden und würden die geplante Nutzung als „Versorgungszentrum“ lieber in der geplanten „Neuen Mitte“ sehen. Bürgermeister Kamm zeigte sich optimistisch, dass die Bedenken lösbar sind.

Gestalterisch vertraut er auf die Erfahrung mit dem ausführenden Planungsbüro Gerhard Chaloupka aus Siegsdorf. Zudem stehe das Gebäude nicht unter Denkmal- oder Ensembleschutz. Über die Möglichkeit zusätzlicher Stellplätze auf angrenzenden Grundstücken laufen Verhandlungen.

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Hans Geiger (BfS) und Steffi Buchner (UW) erinnerten an die mehrheitlich positive Grundstimmung in den Vorgesprächen und betonten, dass sich auch Neubauten harmonisch ins Ortsbild einfügen könnten.

Mit der Zustimmung zur Bauvoranfrage geht die Zusage der Gemeinde einher, die Antragsteller bei den Verhandlungen zur Schaffung weiterer Stellplätze zu unterstützen.

CLH

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