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Bau an der Beilhackstraße in Prien steht

Das neue Caritas-Zentrum in Prien nimmt Gestalt an

Die Vertreterin des Priener Caritas-Zentrums, Verena Hinze, vor dem Neubau.
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Die Vertreterin des Priener Caritas-Zentrums, Verena Hinze, vor dem Neubau.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Noch vor den Sommerferien heißt es für die Caritas-Mitarbeiter in der Alten Post in Prien, die Umzugskartons zu packen. Bis dahin soll der Neubau an der Beilhackstraße fertig sein.

Prien – Das Gebäude steht, momentan ist der Innenausbau im Gange. Der Kreisverband investiert hier inklusive Abriss des alten Gebäudes 5,3 Millionen Euro. Das Projekt ist laut Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann zweckgebundenen Großspenden zu verdanken.

„Wir verwenden dafür keine Gelder aus Sammlungen“, betont er im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen und tritt damit dem einen oder anderen Gerede entgegen. Dennoch ist klar, dass dieser Millionenbetrag kaum für den Kreisverband zu stemmen gewesen wäre, betont er.

Großspender will anonym bleiben

Das Grundstück samt dem damaligen Altbau stammt aus einer Erbschaft in den 90er-Jahren. Ein weiterer größerer Geldbetrag kam laut Lehmann ebenfalls von einer Erbschaft. Und ein Mann aus dem Raum München, der anonym bleiben möchte, habe ebenfalls einen „guten sechsstelligen Betrag“ beigesteuert. All diese Spenden seien zweckgebunden gewesen.

Trotz teilweise erheblicher Verteuerungen in der Baubranche sei es beim Caritas-Neubau in Prien bislang zu keinen Überschreitungen der kalkulierten Kosten gekommen. Was die zeitliche Planung betrifft, habe man sich einen Puffer eingebaut, erklärt die Priener Zentrumsvertreterin Verena Hinze beim Ortstermin am Neubau. So wie es aussieht, kann das Haus noch vor den Sommerferien bezogen werden.

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In dem großzügigen, zweigeschossige Bau werden die Dienste des Caritaszentrums Prien unter einem Dach vereint. Das sind beispielsweise der Sozialpsychiatrische Dienst, die Fachstelle für pflegende Angehörige, die Schuldnerberatung, die Tafel, die Frühförderstelle sowie die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Prien, die momentan in Räumen in der Bernauer Straße untergebracht ist.

Außerdem kehrt die Frühförderstelle in die Beilhackstraße 15 zurück. Seit der Erbschaft des Grundstücks vor fast 30 Jahren war die Frühförderstelle in dem vorherigen Gebäude untergebracht. Mit dem Abriss im Jahr 2020 und während des Neubaus ist sie vorübergehend im Rimstinger Gewerbegebiet eingemietet. Die Tafel zieht im Neubau ins Erdgeschoss ein. Die Lebensmittel werden am jetzigen Standort an der Alten Post durchs Fenster ausgegeben. Laut Hinze ist dies in Zeiten von Corona aus Hygienegründen von Vorteil. Trotzdem werden sich die Menschen, die dort auf Unterstützung angewiesen sind, über den künftigen Warteraum im Inneren des Neubaus freuen. Dort sind sie nicht nur vor dem Wetter, sondern auch vor den Blicken der breiten Öffentlichkeit geschützt.

Tafelbus kann direkt ans Gebäude anliefern

Praktisch ist auch, dass es im Neubau eine große Tür gibt, an die der Tafelbus rückwärts heranrangieren kann. Die Lebensmittel werden direkt ins Innere ausgeladen. In diesem Raum befinden sich mehrere Kühlschränke, allerhand Lagermöglichkeiten und Platz, um die Lebensmittel zu sortieren.

Der Mutltifunktionsraum im Erdgeschoss wird einerseits bei der Lebensmittelausgabe von der Tafel genützt, andererseits steht er samstags bis mittwochs für Veranstaltungen und Besprechungen zur Verfügung, berichtet Hinze.

Ein Aufzug sorgt für barrierefreien Zugang im ganzen Gebäude. Zwei Ein-Zimmer-Appartements im ersten und eine Zwei-Zimmerwohnung im Obergeschoss sind für betreutes Einzelwohnen von psychisch erkrankten Menschen vorgesehen.

Große Vielfalt unter einem Dach

Weiter gibt es im ersten Stock zwei große und vier kleiner Besprechungsräume. Die größeren werden von der Frühförderstelle mitgenutzt, die im Obergeschoss auch Therapieräume bekommt. Außerdem gibt es ein Büro für die Verwaltung und einen Archivraum mit Teeküche. Dort werden auch die Rollcontainer untergestellt. Ins zweite Obergeschoss zieht die Spielstube des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) ein.

Verena Hinze schrieb kürzlich für den Priener Pfarrbrief einen Beitrag. Dieser endet mit folgenden Zeilen: „Das neue Caritas-Zentrum birgt die Chance dafür, ein Zentrum für sozialräumliches Arbeiten zu werden, in dem präventiv agiert wird und nicht nur dann, wenn akute Notlagen entstanden sind. Zusätzlich kann dort ein Überblick über Bedarfe der Menschen im Raum Prien entstehen und Konzepte entwickelt werden, wie darauf bestmöglich vernetzt reagiert werden kann.“

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