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Gewaltverbrechen in Mühldorf am Inn: Eine Person tot – mutmaßlicher Täter festgenommen

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Gewaltverbrechen in Mühldorf am Inn: Eine Person tot – mutmaßlicher Täter festgenommen

Mühldorf am Inn – Großeinsatz der Polizei am Sonntagabend (14. August) in Mühldorf: Eine Person …
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Verabschiedung nach zwei Jahren

Das haben die Abiturienten am Landschulheim Marquartstein von ihren Lehrern mit auf den Weg bekommen

Die besten Abiturienten des Staatlichen Landschulheims Marquartstein sind in diesem Jahr (von links) Miriam Mittermaier, Marlene Kruska, Laura Iannelli, Franziska Schlaipfer, Eric Lehder, Emil Fernsebner, Miriam Netzer, Pia, Wendlinger und Mona Babinsky. Es fehlt Josua Galmbacher.
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Die besten Abiturienten des Staatlichen Landschulheims Marquartstein sind in diesem Jahr (von links) Miriam Mittermaier, Marlene Kruska, Laura Iannelli, Franziska Schlaipfer, Eric Lehder, Emil Fernsebner, Miriam Netzer, Pia, Wendlinger und Mona Babinsky. Es fehlt Josua Galmbacher.
  • VonChristiane Giesen
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Nach mehr als zwei Jahren konnte das Landschulheim Marquartstein seine Absolventen wieder persönlich verabschieden. Dabei machten die Laudatoren den Schülern Mut, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Aber auch andere Ratschläge gaben sie ihnen mit auf den Weg.

Marquartstein – 62 Abiturienten des Gymnasiums Landschulheim Marquartstein (LSH), darunter 18 Internatsschüler, haben ihre Abiturzeugnisse bei einer fröhlichen Feier in ungezwungener Atmosphäre erhalten. Nach mehr als zwei Jahren konnte das Fest wieder mit mehr als zwei Angehörigen und ohne Corona Vorsichtsmaßnahmen im Festsaal der Schule stattfinden.

Rose für scheidende Internatsschüler

Die Traumnote 1,0 erzielten Pia Wendlinger aus Grabenstätt und Joshua Galmbacher aus Unterwössen, der jedoch wegen eines positiven Coronatests nicht selbst anwesend sein konnte.

Acht weitere Absolventen hatten ebenfalls einen sehr guten Notendurchschnitt, nämlich Mona Babinsky aus Grabenstätt und Franziska Schlaipfer aus Unterwössen, jeweils 1,2, Marlene Kruska aus München, Miriam Netzer aus Marquartstein und Eric Lehder und Aschau mit jeweils 1,3, gefolgt von Laura Ianelli aus Windsbach und Miriam Mittermaier aus Übersee mit jeweils 1,4, dazu Emil Fernsebner auf Unterwössen mit einem Notenschnitt von 1,5.

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Bei der Zeugnisverleihung durch Oberstudiendirektor Christian Czempinski, die stellvertretende Schulleiterin Katharina Brachman, die Oberstufenbetreuer Gerhard Mayer und Helmut Liebl sowie Heimleiter Jürgen Bader, der eine Rose an alle scheidenden Internatsschüler verteilte, wurden zahlreiche ehemalige Schüler geehrt. Sie hatten zum Beispiel als Mediatoren, Tutoren oder Schulsanitäter ehrenamtlich gearbeitet.

Erde wird nicht untergehen

Eine ausführliche Laudatio sprach der Betreuer des Skimodells „Partnerschule des Wintersports“, Stefan Kühnel, für den Absolventen Silvio Riehl aus Aschau. Riehl habe es als Nachwuchs-Biathlet im Deutschen Kader am Stützpunkt Ruhpolding bereits sehr weit gebracht. Neben dem Abitur schloss Valentin Bodler erfolgreich seine Ausbildung zum Schreinergesellen am Landschulheim Marquartstein ab, und Josua Galmbacher wurde für seine herausragenden Leistungen im Fach Mathematik ausgezeichnet.

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Den Reigen der Grußworte eröffnete Markus Koppers vom Elternbeirat mit einem Rückblick auf die vergangenen acht Jahre der Schulzeit – zum Ende mit Corona, sodass weder die Berlinfahrt noch der Amerika- oder Frankreichaustausch stattfinden konnten. „Mit euren Erfahrungen werdet ihr illusionsfrei in euer weiteres Leben starten“, so Koppers. Die Erde werde jedoch nicht untergehen, schlimmstenfalls würden nachfolgende Generationen die Erde nicht ansatzweise mehr so kontrollieren können, wie es jetzt der Fall sei. „Traut euch! Lebt! Lasst es krachen!“, schloss er seine Rede.

Selbstgeschriebener Song zum Abitur

Internatsleiter Jürgen Bader zeigte anhand eines Bushido-Songs auf, wie sich die Zeiten ändern. Alles aber, was gegen die Natur getan werde, habe auf längere Sicht keinen Bestand. Die wichtigsten Entscheidungen sollten immer mit Herz und Verstand getroffen werden, gab Bader den Absolventen mit auf den Weg.

Musikalisch schwungvoll wurde der Festakt durch die musikalischen Einlagen der Schulband unter Leitung von Michael Hiemke umrahmt. Zweistimmige Lieder von Robert Schumann gaben er und Leon Mooser zum Besten.

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Am meisten Applaus erhielt die Absolventin Lilian Pavlak, die den selbst geschriebenen und komponierten Abisong dieses Abiturjahrgangs sang. Das von Svenja Sonntag gestaltete Bild des Abiturjahrgangs 2022, das eine verkorkte Flasche mit dem Logo des LSH und einem Bild des Schlosses zeigt, inspirierte Schulleiter Christian Czempinski zu seiner Festrede an die scheidenden Abiturienten und Gäste.

Der Johannistag erstrahle dem alten Brauch zu „Johanni“ sonnengleich als Licht der Hoffnung, Glück und Segen verheißend, so der Schulleiter.

Mut zur Krisenbewältigung

Mit geistreichen und humorvollen Anspielungen auf das Bild der Flasche, die in dem Entwurf mit einem Doktorhut gekrönt ist, stellte er fest, dass dieser Abiturjahrgang ein hervorragender gewesen sei– ein Premiumjahrgang mit der Gesamtdurchschnittsnote 2,26. Eine Umfrage unter Jugendlichen habe kürzlich ergeben, dass die meisten jungen Leute lieber in der Vergangenheit leben würden, als in eine ungewisse, krisenhafte Zukunft zu gehen.

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Dem setzte Czempinski entgegen: „Gerade jetzt brauchen wir euch, da Probleme und Krisen viele und große sind, wie Klima, Covid, Krieg, Inflation und Rezession.“ Er wünschte den Abiturienten, dass sie der Mut nie verlassen möge.

In einer humorvollen Rede sprach Schülersprecher Vitus Heigenhauser für die Abiturienten. Er ließ die Schulzeit, die „viel Schweiß und Tränen“ enthalten habe, augenzwinkernd Revue passieren und sprach den ernst gemeinten, großen Dank an Schulleitung, Lehrer, Schul- und Heimmitarbeiter aus, aber auch an Eltern, Großeltern, Familie und Freunde.

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