Abbau

Unterwössens Ortsbild wird sich verändern: Strom kommt bald nicht mehr über Masten in den Ort

Diese Strommasten gehören in Unterwössen bald der Vergangenheit an.
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Diese Strommasten gehören in Unterwössen bald der Vergangenheit an.
  • vonLudwig Flug
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Die großen Stahlmasten zur Stromversorgung im Ortsteil Unterwössen verschwinden. Vom Netzbetreiber Bayernwerk beauftragte Fachleute nehmen bereits die Kabel von den Masten der sogenannten Mittelspannungsleitung ab. Zug um Zug bauen sie dann die Masten ab.

Unterwössen – Die Doppelleitungen von Kruchenhausen bis zum Balsberghang sind bereits abgebaut. Jetzt folgen die vom Sportplatz bis zum nördlichen Ortsteil Agg. Auf einer Länge von über einem Kilometer führt die Verbindung bisher über den Kindergarten und dichte Wohnbebauung um die Raitner Straße. In Rücksicht auf den örtlichen Natur- und Umweltschutz sollen die Arbeiten bis Ende März abgeschlossen sein.

Erdkabel sind bereits verlegt

Der Abbau der Mittelspannungsleitung ist möglich, weil Bayernwerk Netz bereits 2018 ein Erdkabel zur Stromversorgung im Osten des Ortsteils verlegte. Im Lauf des vergangenen Sommers haben Fachleute einer Firma aus Grassau ein Erdkabel im Unterwössner Westen verlegt, so dass ein moderner Versorgungsring entstand. Die Netzverknüpfung verbessert die Stromversorgung und sorgt für die sichere Versorgung von Unterwössen, Oberwössen und Reit im Winkl. Im Betrieb der Erdkabelleitung besteht laut Betreiber künftig kein Risiko mehr von Stromausfällen durch einfallende Bäume auf dem Streckenabschnitt am Oberwössner Egelsee.

Bayernwerk investiert eine Million Euro

Für den westlichen Teil des Versorgungsringes wendet das Bayernwerk 850 000 Euro auf. 150 000 Euro veranschlagt das Unternehmen für den Rückbau von Mittelspannungskabel und -masten. In einem gemeinsamen Termin im Alten Bad stimmten die Bayernwerk Netz und die Gemeindeverwaltung die Arbeiten ab. Roland Schnaitmann, Ansprechpartner für Kommunen und Kooperationen, und Projektleiter Michael Schlosser erläuterten Bürgermeister Ludwig Entfellner, Verwaltungsleiter Thomas Müllinger und Bauamtsleiter Hans Thullner die Vorgehensweise. Der Bürgermeister freute sich über das moderne Leitungsnetz und die damit einhergehende Versorgungssicherheit.

Ohne Freileitungen ist das Landschaftsbild schöner

„Es kommt natürlich dieser wunderbaren Landschaft und dem Erscheinungsbild des Dorfes zugute, dass wir nun die Freileitung abbauen können“, ergänzte Michael Schlosser. Mit beiden werden sich Bürger und Gäste freuen, die einen, weil sie die Masten über der Wohnbebauung bedrohlich empfanden, die anderen sahen das Dorfbild gestört. In der kommenden Zeit werden die Mitarbeiter des Bayernwerks und der Bauunternehmen Kontakt zu den betroffenen Grundeigentümern aufnehmen, um die Einzelheiten der Baumaßnahme abzustimmen.

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