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Gymnasium trauert um Schwester Verena Birnbacher

Dankbarkeit der Einwohner Independencias für ihr Engagement

Schwester Verena bei den Feierlichkeiten zum Jubiläum ihres 50-jährigen Dienstes.
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Schwester Verena bei den Feierlichkeiten zum Jubiläum ihres 50-jährigen Dienstes.

Mit großer Trauer vernahm die Schulgemeinschaft des Chiemgau-Gymnasiums (ChG) die Nachricht, dass Schwester Verena Birnbacher, gebürtig und aufgewachsen im hiesigen Bergen, im Alter von 89 Jahren in ihrer Wahlheimat Bolivien verstorben ist.

Traunstein – Sie prägte 30 Jahre lang die lebendige Schulpartnerschaft zwischen dem Schulzentrum „Fe y Alegría“ (übersetzt „Glaube und Freude“) im bolivianischen Andenstädtchen Independencia und dem ChG in Traunstein. Schwester Verena war die Gründerin und über Jahrzehnte die Direktorin des Schulzentrums in Bolivien.

Gemeinschaft zwischen zwei Schulen

Die Schulpartnerschaft zwischen dem ChG und der Schule in Independencia, die aus zwei Grundschulen und einem Gymnasium besteht, wurde im November 1990 von Alfons Heinrich ins Leben gerufen. Seither konnte das ChG durch zahlreiche Aktionen und Projekte eine beachtliche Summe von Spendengeldern sammeln, mit deren Hilfe die Arbeit von Schwester Verena in der Partnerschule unterstützt werden konnte. Zum Beispiel bei der Anschaffung von Schulbüchern und Schulmöbeln, die Bezahlung einiger Lehrkräfte, um Unterrichtsausfall zu vermeiden, die Sanierung der Dächer und Sanitäranlagen, Malerarbeiten in den Schulgebäuden und vieles mehr.

Heinrich selbst besuchte Schwester Verena in Independencia dreimal und konnte die Entwicklungsfortschritte sehen. Im Jahr 2018 schließlich folgte er Schwester Verenas Einladung zum Jubiläum ihres 50-jährigen Dienstes, zusammen mit ihr und weiteren Gästen in Independencia feierlich zu begehen.

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Aufrichtige Dankbarkeit

Aber auch Schwester Verena besuchte während ihrer Heimataufenthalte immer wieder das ChG. In Kleingruppen oder auch vor großem Publikum berichtete sie vom Leben der Menschen in Independencia und von den Schülern ihrer Schule.

Schwester Verena genoss im Ort und seiner Umgebung großes Ansehen. Ihr war es wichtig, die dortige Kultur zu respektieren und in ihrem Handeln die Herzen der Menschen zu erreichen. Sie war überzeugt, dass dies der einzige Weg ist, etwas bewirken zu können – und dies stets im tiefen Vertrauen auf Gott. Ihr Engagement ging weit über ihre Tätigkeiten in der Schule hinaus. Sie setzte sich für Kinder und Jugendliche ein, für bedürftige Menschen, für Familien und vieles mehr. Die aufrichtige Dankbarkeit der Bevölkerung Independencias für das Engagement von Schwester Verena während ihrer 53 Jahre dauernden Wirkungszeit kam bei der würdevollen Bestattungszeremonie zum Ausdruck.

Auch die Schulgemeinschaft des Chiemgau-Gymnasiums dankt Schwester Verena von Herzen und wird sie als große Persönlichkeit in Erinnerung behalten. re/BH

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