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GEMEINDERAT

Corona und Kurzarbeit bremsen Tourist-Info in Bernau aus

Zwei Kurkonzerte organisierte die Tourist-Info im vergangenen Juli nach dem ersten Lockdown.
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Zwei Kurkonzerte organisierte die Tourist-Info im vergangenen Juli nach dem ersten Lockdown.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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Christoph Osterhammer, Leiter der Tourist-Info Bernau, informierte den Gemeinderat nicht nur über die Übernachtungs-Statistik des Jahres 2020, er gewährte auch einen Einblick in das Aufgabenfeld. Hotel- und Wirtesprecher Willi Mehlhart wünscht sich jedoch mehr Aktivitäten in Bernau.

Bernau – „Wir müssen zeigen: Wir sind da“, so Mehlhart im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Er lobt die Umtriebigkeit in Nachbargemeinden, etwa die gemeinsame Osteraktion der Prien Marketing GmbH zusammen mit dem Gewerbeverein PrienPartner. Auch das Filzen-Picknick-Körberl für Gäste in Grassau oder die „Bankerl-Aktion“ in Aschau führt er an.

„Keine Kritik, sondern Weckruf“

„Man kann auch zu Corona-Zeiten Ideen umsetzen“, folgert Mehlhart. Von seinen Kollegen höre er öfter, dass es in Bernau still sei. Mehlhart: „Das soll keine Kritik an der Tourist-Info sein, sondern ein Weckruf.“ Für die Vermieter gehe es aktuell ums Überleben.

Bürgermeisterin Irene Biebl-Daiber (CSU) verweist auf verschiedene Aktionen, die in Bernau gestartet worden waren, etwa die Aktion Wirtegutschein. 15 000 Euro setzten die Wirte in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein dabei um. „Bernau war im ersten Lockdown eine der ersten Gemeinden, die einen Prospekt über die Erreichbarkeiten der Geschäftsleute erstellte und verteilte“, schildert die Bürgermeisterin.

Personell unter den Möglichkeiten der Nachbargemeinden

Die Prien Marketing GmbH zum Beispiel sei mit über 30 Mitarbeitern personell und von den Möglichkeiten her „eine andere Hausnummer“. Auch die umliegenden Tourist-Informationen seien alle stärker besetzt als Bernau. In der Tourist-Info Bernau arbeiten drei Vollzeit- und eine Teilzeitkraft.

Mit der neu eingestellten Marketing-Spezialistin Anja Abel passiere wieder unheimlich viel auf den Social-Media-Kanälen der Gemeinde. „Ziel ist, den Kontakt zu den Gästen zu halten, damit sie wieder kommen“, so Biebl-Daiber. Die Gemeinde Bernau zeige damit, das sie da sei. Sie wolle den Gästen Lust machen, wieder anzureisen, sobald dies möglich ist.

Bürgermeisterin Biebl-Daiber: „Sind für Vorschläge offen“

Auf Mehlharts Aussagen antwortet sie: „Die Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) kann gerne auf uns zukommen und wir schauen, was wir verwirklichen können.“ Da die Mitarbeiter in Kurzarbeit sind, seien natürlich Grenzen gesetzt. Angesichts der stärker besetzten Tourist-Informationen und Marketingeinrichtungen in den Nachbargemeinden erklärt Bernaus Bürgermeisterin: „Die Personalkosten müssten im Gemeinde-Haushalt auch abgebildet werden können.“

Kontaktpersonen erfassen, Kurkonzerte und Infoflyer

Tourist-Info-Leiter Christoph Osterhammer muss mit den vorhandenen Personal-Kapazitäten zurande kommen. Im ersten Lockdown haben seine Mitarbeiter sogar noch für das Rosenheimer Gesundheitsamt in Bernau Corona-Kontaktpersonen ermittelt. Aktuell seien die Mitarbeiter auf 25 Prozent ihrer regulären Arbeitszeit gesetzt. „Wir sitzen alle in einem Boot“, betont er und unterstreicht seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Dehoga und allen anderen Interessenvertretern.

Er ergänzt, dass der Prospekt „Bernau hält zusammen“ von der Tourist-Info erstellt und an alle Haushalte verteilt worden sei. Auf Anregung der Dehoga seien zusammen mit den Wirten zwei Herbstkonzerte im Kurpark mit jeweils 200 Besuchern veranstaltet worden.

Genehmigung für jede Veranstaltung nötig

In der Gemeinderatssitzung schilderte Osterhammer, dass aufgrund der Corona-Vorgaben momentan alle Veranstaltungen vom Gesundheitsamt Rosenheim genehmigt werden müssen. Das geplante Kasperltheater am Ostermontag zum Beispiel musste abgesagt werden und auf dem Wochenmarkt dürften zurzeit nur Lebensmittel verkauft werden. „Wir stehen in den Startlöchern“, beschrieb er die Veranstaltungs-Situation.

Das Streetfood-Festival könne heuer wahrscheinlich nur in kleinerer Version stattfinden. Gut voran gehe es mit dem „Bernauer Höfeweg“ von Felden bis zu den Bergbauernhöfen, der in Zusammenarbeit mit Studenten der Technischen Universität München erstellt werde. Damit wolle man Gäste vom See ins Ortszentrum locken. Wenn möglich soll der Weg im Herbst mit einem „Schmankerltag“ eingeweiht werden.

Die Aufgabenfelder der Tourist-Info Bernau:

Leiter Christoph Osterhammer präsentierte dem Gemeinderat die Tätigkeiten der Tourist-Info Bernau. Die acht Bereiche umfassen zum Beispiel Veranstaltungen, also Ticketverkauf, Vorbereitung und Betreuung etwa von Kurkonzerten, Wanderungen oder den Chiemsee-Kasperl. Beim Meldewesen kümmert sich die Tourist-Info um die Erfassung von Gastgebern, Abrechnungen und Statistiken.

Das Marketing beinhaltet die Pflege der Internetseite, SocialMedia-Auftritte, Online-Marketing und Pressearbeit. In die Projektbetreuung fallen die Chiemsee-Römerregion sowie das Wander- und Radwegenetz. Das Buchungssystem „IRS18“ beschäftigt die Mitarbeiter mit Datenpflege, Angeboten, Buchungen und Abrechnungen.

Der Gästeservice ist mit dem Schalter Kontaktstelle für die Gäste und kümmert sich um Ehrungen. Betreut werden auch Veranstaltungen und Marketing im Bernamare sowie Wochenmarkt und Ortsbus.

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