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Neue Wege gehen

Corona sorgt für Premiere: 2000 Besucher auf digitaler Ausbildungsmesse des Landkreises Traunstein

Rund 2000 Besucher tummelten sich über den ganzen Tag verteilt auf der ersten digitalen Ausbildungsmesse des Landkreises Traunstein, die das Regionalmanagement der Wirtschaftsförderungs GmbH zusammen mit dem Gewerbeverband Traunstein veranstaltet hat.
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Rund 2000 Besucher tummelten sich über den ganzen Tag verteilt auf der ersten digitalen Ausbildungsmesse des Landkreises Traunstein, die das Regionalmanagement der Wirtschaftsförderungs GmbH zusammen mit dem Gewerbeverband Traunstein veranstaltet hat.
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
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Im Zuge der Corona-Pandemie beschreitet der Landkreis auch beim Thema Fachkräfteausbildung neue Wege. Zusammen mit dem Gewerbeverband Traunstein und Umgebung als Partner veranstaltete das Regionalmanagement der Wirtschaftsförderungs GmbH erstmals eine digitale und gemeinsame Ausbildungsmesse für alle Schulen im Landkreis.

Traunstein – Im Zuge der Corona-Pandemie beschreitet der Landkreis auch beim Thema Fachkräfteausbildung neue Wege. Zusammen mit dem Gewerbeverband Traunstein und Umgebung als Partner veranstaltete das Regionalmanagement der Wirtschaftsförderungs GmbH des Landkreises Traunstein erstmals eine digitale und gemeinsame Ausbildungsmesse für alle Schulen im Landkreis.

Direkte Gespräche mit Firmenvertretern

Die Resonanz auf die „Ausbildungsroas 2021“ hat die Erwartungen deutlich übertroffen: Rund 2000 Besucher ließen sich registrieren, um sich auf virtuellen Messeständen und im direkten Gespräch mit Firmenvertretern über unterschiedliche Berufsbilder zu informieren.

Dr. Birgit Seeholzer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungs GmbH, zog als Resümee: „Die über sechsmonatigen Vorbereitungsarbeiten für die digitale Präsentation waren immens, aber der Einsatz hat sich gelohnt. Trotz der Corona-Pandemie haben wir im Landkreis in vielen Branchen, angefangen vom Handwerk bis zur Industrie, einen erheblichen Fachkräftemangel zu verzeichnen. Angesichts rückläufiger Schulabgängerzahlen wird sich dieser Trend noch verschärfen.“

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Hoch erfreut zeigten sich Seeholzer und ihr Unterstützungsteam auch, mit welch großem Engagement sich die rund 121 Aussteller und Firmen eingebracht haben: „Viele haben kurze Filmclips und Firmenpräsentationen erstellt und eigene Auszubildende zu Wort kommen lassen.“

Ein wichtiger Baustein für den Erfolg der Ausbildungsroas war nicht zuletzt die anregende virtuelle Präsentationsform der digitalen Messe. Nach dem Empfang in der virtuellen Lobby konnte man die recht unterschiedlich gestalteten Messestände besuchen, Vorträgen auf der Bühne lauschen, Filme studieren und sich im Gespräch mit Firmenvertretern informieren. Sogar die Möglichkeit zum Check von Bewerbungsunterlagen oder zum Kurz-Coaching bei einem Karrierecoach wurde angeboten. Wer Unterstützung brauchte, konnte sich beim Service-Chat Orientierung verschaffen.

Teilnehmer von Mühldorf bis zum Berchtesgadener Land

Mit dabei waren Firmen und Einrichtungen aus den Bereichen Bildung, Handel, Handwerk und Verwaltung, Hotellerie und Gastronomie, Soziales und Gesundheit, aus der Industrie und von den Blaulichtorganisationen. Sogar aus den Nachbarlandkreisen Mühldorf, Altötting und Berchtesgadener Land waren Aussteller dabei. Das Spektrum reichte dabei von A wie Adelholzener bis Z wie Zimmermann & Sohn GmbH.

Um bei der Präsentation die Bedürfnisse und Fragen der Schüler wie auch der Unternehmen möglichst gut miteinzubinden, hatten die Organisatoren im Vorfeld Lehrkräfte der siebten, achten und neunten Jahrgangsstufen aus dem Bereich Wirtschaft/Berufsorientierung beteiligt. Verschiedene Leistungspakete halfen den Unternehmen dabei, ihren Stand ganz einfach oder sehr individuell zu gestalten.

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Eine entsprechend positive Rückmeldung gab es von den Unternehmen. „Es war unsere erste Online-Messe“, sagt Theresa Krutzenbichler, Leitung Personal und Soziales der Siloking Mayer Maschinenbau GmbH aus Tittmoning. „Wir hatten viele Schüler an unserem Messestand und konnten einige sehr gute Kontakte knüpfen. Die Messe ist definitiv ein digitaler Fortschritt für die Region und eine Plattform für die Zukunft. Nur wird sie Präsenzveranstaltungen nicht ersetzen können.“

Landespolizei erfreut über die vielen interessanten Gespräche

Stefanie Berchtold, verantwortlich für die Nachwuchskräfte bei der Bayerischen Landespolizei, war erfreut über „viele interessante Gespräche mit Schülern über die Landkreisgrenzen hinaus“.

Wie Dr. Birgit Seeholzer berichtete, gab es laut Registrierung sogar in Spanien Interesse an der Ausbildungsroas. Erkenntnisse darüber, wie die Messe bei den Schülern der Region angekommen ist, soll im Nachgang die Auswertung von Fragebögen liefern, die an die teilnehmenden Schulen verschickt werden.

750 Lehrstellen sind noch unbesetzt

„Wir überlegen, auch in Zukunft digitale Formate anbieten, aber Präsenzveranstaltung bleiben wichtig“, so Seeholzer. Denn es gehe auch darum, Schüler zu erreichen, die eher zurückhaltend sind und sich mit der digitalen Selbstpräsentation schwertun. Wie sie informierte, sind aktuell im Landkreis noch 750 Ausbildungsstellen offen und 300 Ausbildungsplatzbewerber unversorgt. Der Informationsbedarf bleibt also hoch.

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