Corona machts möglich:Die Trachtenvereine „Seerose“ und „D´Alztaler“ kooperieren

Die drei Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck: Martin Bartlweber (Mitte), Norbert Maier und Christine Kosanovic.

Die beiden Trachtenvereine aus Seebruck und Truchtlaching feiern gemeinsam das „Gaufest dahoam“ im Kloster Seeon. Die erste gemeinsame Veranstaltung ersetzt das 130. Gaufest des Gauverbands I, das am gleichen Tag in Bergen stattfinden sollte. Es war wegen Corona abgesagt worden

Seeon/Seebruck/Truchtlaching – „Wie geht es weiter mit den Trachtenvereinen?“ Das war die Frage von Pfarrer Rüdiger Karmann bei der heiligen Messe in der wegen der Erstkommunion festlich Klosterkirche in Seeon anlässlich des „Gaufestes dahoam“. Das hatten die Trachtenvereine „Seerose“ Seebruck und „D´Alztaler“ Truchtlaching gemeinsam organisiert. Und die beiden Vorsitzenden Hubert Mayer senior (Seebruck) und Gregor Huber (Truchtlaching) waren sich einig und auch stolz: „Das war das erste Mal, dass wir etwas gemeinsam gemacht haben.

Der gemeinsame Gottesdienst mit einem anschließenden Festzug in Festtagstracht, angeführt von der Blaskapelle Seeon mit den beiden Fahnenabordnungen in den Seeoner Pfarrgarten, führte zu einem gemütlichen Beisammensein. Das war die Idee des Festvereins und der Gauvorstände als Alternative anlässlich des 130. Gautrachtenfest der oberbayerischen Gebirgstrachten-Erhaltungsvereine im Gauverband I in Bergen, dass an diesem Wochenende über die Bühne gegangen wäre.

Das Gaufest ist der höchste Feiertag im Jahreskreis der „Trachtler“ und sollte nun im ortsbezogenen Rahmen stattfinden. Das ist nun in Seeon mit den beiden Vereinen geschehen. „Ich habe mir sagen lassen, dass dies gar nicht so einfach ist, wenn jeder seinen eigenen Kirchturm verlässt“, bemerkte Karmann eingangs der Eucharistiefeier und die Kirchenbesucher hatten ein erstes Schmunzeln im Gesicht.

„Die Zukunft muss angepasst werden“

Doch der Pfarrer fand auch einige nachdenkliche Worte: „Ihr habt eine Herausforderung vor Euch. Der Weg in die Zukunft ist ganz wichtig, diese muss angepasst werden“. Er sagte bildhaft, dass weiter gesät werden muss, damit geerntet werden kann. „Dabei wird auch manchmal ein wenig Unkraut dabei sein, aber die Naturpflanze wird entstehen.“

„Tradition pflegen – Tradition leben“, so brachte es Hubert Mayer senior in seiner Ansprache nach dem Gottesdienst auf den Punkt. „Ich hoffe, dass sich der eine oder andere wieder daran erinnert.“.

Mayer und Huber dankten für „eine Messe mit inneren Werten“, die von der Blaskapelle Seeon musikalisch umrahmt wurde. Zum Abschluss sangen alle zusammen die „Bayernhymne“.

Bei dieser Veranstaltungen, die natürlich unter der Einhaltung der „Corona-Richtlinien“ durchgeführt wurde, waren auch die drei Bürgermeister der Gemeinde Seeon-Seebruck mit dabei. Martin Bartlweber war mit seinen Stellvertretern Norbert Maier und Christine Kosanovic auch im Anschluss beim Plausch im Pfarrgarten dabei. don

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