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Traunsteiner Schule betroffen

Corona-Fälle am Chiemgau-Gymnasium: Keine Prüfung für fünf Abiturienten

Nicht frei von Corona blieb das Chiemgau-Gymnasium in Traunstein, an dem heuer 131 Absolventen ihr Abitur machen wollen.
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Nicht frei von Corona blieb das Chiemgau-Gymnasium in Traunstein, an dem heuer 131 Absolventen ihr Abitur machen wollen.
  • Heidi Geyer
    vonHeidi Geyer
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Fünf Schüler hat es erwischt: Sie besuchen das Chiemgau-Gymnasium und können nicht an den Prüfungen teilnehmen, weil sie sich mit Corona infiziert haben. Steckt eine illegale Party dahinter?

Traunstein – Das Abitur selbst ist eigentlich nervenaufreibend genug. Fünf Schüler am Chiemgau-Gymnasium (CHG) in Traunstein haben sich nun ausgerechnet vor dem schriftlichen Abitur mit Covid-19 infiziert und können an den Prüfungen nicht teilnehmen.

„Wir haben die Schüler wochenlang gewarnt und mit ihnen über das Thema gesprochen“, sagt Markus Gnad, Schulleiter des CHG. In der vergangenen Woche vor dem ersten Prüfungstermin am 12. Mai habe es nun positive Tests gegeben. Wobei diese nicht in ein „schulisches Cluster“, nämliche eine Häufung in bestimmten Gruppen fallen: „Wir haben auf alle Kurse verteilte Infektionen.“

Grundsätzlich keine Testpflicht

Ende der vergangenen Woche wurden alle 131 Abiturienten des Chiemgau-Gymnasiums getestet. „Grundsätzlich gilt aber beim Abitur keine Testpflicht, was wir natürlich auch so handhaben“, erklärt Gnad.

Wie die Situation am Annette-Kolb-Gymnasium (AKG) in Traunstein aussieht, darüber wollte Schulleiter Bernd Amschler gestern auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung keine Antwort geben. Eine Anfrage beim Gesundheitsamt Traunstein ergab, dass sich keine Abiturienten aus dem Landkreis dort infiziert haben.

Lesen Sie auch: Abi mit Maske und ohne Party: So läuft der Abschluss während der Corona-Pandemie (Plus-Artikel ovb-online.de)

Am Staatlichen Landschulheim Ising machen heuer 53 Schüler ihr Abitur. „Wir sind zum Glück Corona-frei“, sagt Schulleiterin Catrin Brandl im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung. Alle Schüler haben sich Brandl zufolge vor den Prüfungen freiwillig testen lassen, auch Maskenverweigerer habe es nicht gegeben.

Am ebenfalls Corona-freien Staatlichen Landschulheim haben sie nur vier Schüler vor der ersten Prüfung testen lassen, vermutlich aus Sorge, bei einem positiven Ergebnis nicht an der Prüfung teilnehmen zu können.

Ersatzprüfungen vom Ministerium

Die Schüler des CHG, die nun ihre erste Abiturprüfung am Mittwoch im Fach Deutsch verpasst haben, müssen sich aber nicht sorgen, ein ganzes Jahr zu verlieren. „Nachtermin ist der 25. Juni für Deutsch, Mathe folgt dann am 29. Juni und das dritte Fach am 2. Juli“, erklärt Gnad. Dankbar ist er dem Kultusministerium, das heuer im Pandemiejahr zentral Ersatzaufgaben stellt. Normalerweise sei dies nämlich Aufgabe der Schule und ein enormer Aufwand.

Schon vor drei Wochen habe es eine infizierte Schülerin am CHG gegeben, „Es gibt aber keinen Zusammenhang zu den jetzigen Fällen“, sagt der Schulleiter.

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Der Schluss liegt nahe, dass sich die Schüler nicht in der Schule infiziert haben. Hartnäckige Gerüchte gibt es in Traunstein, dass die Schüler trotz aller Warnungen Party gemacht haben und das Risiko unterschätzt haben. Von bis zu 18 positiven Fällen in der Abiturklasse am CHG ist in WhatsApp-Chats die Rede, was offensichtlich nicht stimmt.

Schulleiter Gnad möchte sich nicht zum Infektionsherd äußern, schließlich seien in den meisten Fällen die Infektionswege nicht nachvollziehbar. Er betont, dass die allermeisten Schüler sehr vernünftig mit der Covid-19-Situation umgegangen seien.

Polizei sieht Häufung bei Jugendlichen

Seitens der Polizei ist ein Anstieg von Verstößen gegen die Corona-Auflagen feststellbar. „Gerade die Jüngeren nehmen sich in den vergangenen zwei Monaten Freiheiten, sich in Bauwägen, Partyhütten oder an einschlägig bekannten Orten zu treffen, und verstoßen bewusst gegen die Corona-Bestimmungen“, sagt Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Viele Bürger melden solche Partys bei der Polizei, die dann auch hinfahre. In den meisten Fällen erfolge eine Anzeige.

Inzidenz am höchsten

Ob es nun an illegalen Treffen liegt oder anderen Faktoren: Nach Daten des Landratsamts Traunstein zeigt die Altersgruppe von 15 bis 34 Jahren den höchsten Inzidenzwert im Landkreis an. Aktuell liegt er in dieser Gruppe bei 150. Es folgt die Gruppe der 35- bis 59-Jährigen mit 114,2,

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