Christus ist nicht auferstanden, er ist gestohlen worden

Das Gruber Wetterkreuzmit neuer Christusfigur und bunten Blumen soll Wanderer wieder erfreuen. re

Marquartstein – Christus ist nicht auferstanden, er ist gestohlen worden – diesen Gedanken konnte man haben, wenn man in den vergangenen zwei bis drei Jahren am Gruber Wetterkreuz vorbeiging.

Das Kreuz war leer. „Leider war bei näherem Hinsehen zu erkennen, dass der Korpus gewaltsam he rausgebrochen worden war“, moniert ein Marquartsteiner, der anonym bleiben will. Denn ihn machte der Anblick ohne Korpus traurig. „Ist denn die Toleranz (Anders-) Gläubigen gegenüber nicht mehr vorhanden?“ fragt er sich noch immer.

Er wollte das Gruber Wetterkreuz – ein Marterl am Waldrand nahe der Talsta tion der Hochplattenbergbahn – nicht so stehen lassen und machte den Eigentümer ausfindig. Es gehört einem Piesenhausener Bauer. Mit dessen Erlaubnis, kaufte der Marquartsteiner einen neuen Christus-Korpus. Seit Kurzem nun ist die Darstellung wieder an Ort und Stelle und darunter ein buntes Blumengesteck.

„Das erfreut mich sehr und zeigt, dass es Menschen gibt, denen so ein schönes Marterl etwas bedeutet“, freut sich der Marquartsteiner gegenüber unserer Zeitung. Sein Appell: „Möge Gott seine schützende Hand über das Marterl halten.“ Denn nun lade das Kreuz wieder ein, auf dem Pfad am Wiesenrand kurz innezuhalten und die Natur im Achental zu bewundern.

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