Dank privater Großerspende

Frostige Zeiten für Besucher im Kloster: Gästehaus auf der Fraueninsel wird jetzt saniert

Das Gästehaus Scholastika (links im Bild) wird saniert.
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Das Gästehaus Scholastika (links im Bild) wird saniert.
  • vonHans Thümmler
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Das Gästehaus der Abtei Frauenwörth auf der Fraueninsel blickt auf eine 400-jährige Geschichte zurück und bietet eine besondere Atmosphäre. Ungemütlich kann es aber bei einem Kälteeinbruch im Herbst werden: Da das Haus keine Dämmung aufweist, werden die Räume empfindlich kalt. Das soll nun ein Ende haben.

Fraueninsel – Mit der Instandsetzung und Sanierung des Hauses Scholastika, dem Gästehaus der Abtei Frauenwörth, steht nun der letzte Teil der Generalsanierung der größeren Klostergebäude auf der Fraueninsel an, die bereits seit zehn Jahren im Gange ist.

Damals wollte man ursprünglich die Ölheizung durch eine umweltfreundlichere Alternative ersetzen. Im Gespräch war eine Hackschnitzelheizung für das Kloster, die eventuell von der ganzen Insel genutzt werden sollte.

Blockheizkraftanlage auf der Insel

Zunächst entschied sich das Kloster für eine gründliche energetische Sanierung der Gebäude, die Dämmung der Dächer und den Einbau neuer Fenster. Dies erschien sinnvoller, um Energiekosten zu sparen. Mithilfe vieler Spenden und großer Kraftanstrengung konnte das Projekt in zehn Jahren bewältigt werden. Allein der Freundeskreis des Klosters trug 1,5 Millionen Euro bei, das Kloster selbst griff auf beträchtliche Eigenmittel zurück. Seit dem Heizungsumbau schaffen zwei mit Flüssiggas betriebenen Blockheizkraftwerke Wärme. Der dazugehörige Gastank ist in die Erde versenkt. Der Ausstoß an Kohlenstoff ist dadurch deutlich geringer, außerdem die Stromkosten.

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Nun steht die Generalsanierung des Gästehauses Scholastika an. Kosten von insgesamt rund 1,8 Millionen Euro kann das Kloster nicht mit Eigenmitteln bestreiten und ist hier ebenso auf Spenden angewiesen. Zu Weihnachten im vergangenen Jahr erhielt das Kloster von einer Privatperson eine zweckgebundene Großspende.

Viele Zuschüsse

Die Baugenehmigung des Landratsamts Rosenheim erreichte das Kloster am Karsamstag. Im Spätsommer 2020 trugen dann die Zuschussanträge Früchte: Positive Zusagen gab es vom Bezirk Oberbayern, der Bayerischen Landesstiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und vom Erzbischöflichen Ordinariat. Das Kloster freute sich auch über Zuschüsse, der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung für das Projekt.

Noch zu wenig Geld für Baubeginn

Damit ist nach Auskunft des Klosters die Grenze der zweckgebundenen Mittel bereits überschritten worden. Es gelte jetzt die Finanzierunglücke zu schließen, heißt es von der Fraueninsel. Mit den bisherigen Spenden konnten zumindest die Planungsarbeiten bezahlt werden. Noch reichen die Spenden aber nicht für den Baubeginn, trotz guter Ausgangsbasis.

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Zahlreiche Gäste schätzen die Atmosphäre des über 400 Jahre Gebäudes. Ungemütlich kann es aber bei einem Kälteeinbruch im Herbst werden: Da das Haus keine Dämmung aufweist, werden die Räume empfindlich kalt. Das Haus verlange dringend nach Instandsetzung.

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