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Geschichte zum Lesen

Chiemings Historie umfassend aufgearbeitet

Ortsheimatpfleger und Vorsitzender des Vereins Freundeskreis Heimathaus, Hubert Steiner (links) ist der Autor der Chieminger Gemeindechronik, die Karlheinz Schuster (Mitte) und Bürgermeister Stefan Reichelt in den Händen halten. Sie wurde anlässlich des Tags des offenen Denkmals der Öffentlichkeit präsentiert.
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Ortsheimatpfleger und Vorsitzender des Vereins Freundeskreis Heimathaus, Hubert Steiner (links) ist der Autor der Chieminger Gemeindechronik, die Karlheinz Schuster (Mitte) und Bürgermeister Stefan Reichelt in den Händen halten. Sie wurde anlässlich des Tags des offenen Denkmals der Öffentlichkeit präsentiert.

In Chieming feiern die Freunde des Heimathauses das 40-jähriges Bestehen ihres Vereins. Pünktlich zu diesem Jubiläum und den Tag des offenen Denkmals präsentierten Ortsheimatpfleger Hubert Steiner und Autor Karlheinz Schuster die neue Ortschronik.

Chieming – Pünktlich zum Tag des offenen Denkmals am Wochenende in Chieming hielt Karlheinz Schuster die druckfrische Ortschronik in den Händen. Und pünktlich zum 40-jährigen Bestehen des Vereins „Freundeskreis Heimathaus“, was Ortsheimatpfleger und Vereinsvorsitzenden Hubert Steiner besonders freute. Sechs Jahre Arbeit stecken in der Gemeindechronik. „Es handelt sich um ein grundlegendes Werk, das es für den gesamten Gemeindebereich Chieming so bisher nicht gab“, erklärte der Autor bei der Präsentation im Heimathaus. Darin zu lesen: die Geschichte der 40 Quadratkilometer großen Gemeinde mit ihren 37 Ortsteilen, seit den Gemeindereformen 1972 und 1986.

Ausgrabungen regten zum Buch an

Auch die früher eigenständigen Gemeinden Tabing/Ising und Hart sowie Ober- und Unterhochstätt werden erwähnt. In dem 512 Seiten starken Werk wird die Geschichte von der Jungsteinzeit (Neolithikum) bis zum Freistaat behandelt. Anlass zum Schreiben waren für den 85-jährigen Karlheinz Schuster die Ausgrabungen in Stöttham im Jahr 2008, die auf eine Besiedelung bereits in der Münchshöfener Kultur im fünften Jahrtausend vor Christus hinwiesen. Damit stand für den Autor fest, dass die mittlerweile 7000 Jahre nachweisbare Besiedlungsgeschichte auf Chieminger Boden umfassend dokumentiert werden sollte. Veranschaulicht hat er das in reich bebilderten elf Buch-Kapiteln und diversen Anhängen.

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Schuster, ein gebürtiger Kölner, der nach einem Studium der Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften als Unternehmensberater tätig war, wohnt seit 2000 in Chieming und hatte vor der nun veröffentlichten Chronik bereits Hefte über die Hofmark, die Sommerfrische, Denkmäler sowie Kunst und Literatur in Chieming verfasst. Diese Schriften und das „Häuser- und Höfebuch“ der Gemeinde – dokumentiert vom Gründer des Freundeskreises Heimathaus und ehemaligem Ortsheimatpfleger Hans Seidel (1921 – 1992) – dienten Schuster als Grundlage für sein „beachtliches Werk“, wie sich Kreisheimatpfleger Dr. Christian Soika wertschätzend ausdrückte.

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Soika rechne damit, dass in den kommenden 50 Jahren in Chieming keine solche Chronik mehr verfasst werde – „zumindest nicht in Buchform“ –, weil es kaum mehr jemand wie Schuster geben werde, der sich „aus Idealismus“ für solch ein umfassendes Werk stark machen werde. Aus Soikas Sicht habe Schuster ein umfassendes Quellenstudium unter Einbeziehung diverser Archive für seine Chronik geleistet.

Bürgermeister unter den ersten Lesern

Schuster bedankte sich beim Ortsheimatpfleger und Vereinsvorsitzenden Hubert Steiner (79), der ihm als kompetenter Berater, Informant und Korrekturleser zur Seite gestanden habe. Bürgermeister Stefan Reichelt warb sogleich für das Buch, das es ausschließlich bei der Tourist-Info zu erwerben gibt, als „kurzweiligen Lesestoff“.

Steiner gab einen Überblick über die 40-jährige Geschichte des Heimatvereins. Dabei verwies er auf den Vereinsgründer Hans Seidel, der als Heimatvertriebener den Wert der Heimat in den 1980er Jahren hervorgehoben hatte. Als Nachfolger von Hans Seidel setzte sich Steiner wie sein Vorgänger für den Erhalt von Kulturgütern ein. So auch für die Renovierung und den Umbau des Denglhamerhofes, der nach den aufwendigen Umbauarbeiten mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern und Chieminger Handwerkern zum Treffpunkt und Sammelort für Geschichts- und Kulturinteressierte in Form des Heimathauses mit Heimatmuseum gemacht werden konnte.

Noch mehr Wissenswertes

Ortseimatpfleger Hubert Steiner verwies auch auf die vorhandenen Filme, die aufgrund seiner Dorfführungen entstanden sind und auf mit QR-Codes versehene Flyer, die Einheimische und Gäste über historischen Besonderheiten im Chieminger Gemeindegebiet informieren. Auch auf der Homepage des Freundeskreises Heimathaus Chieming sind diese Dokumentationen abrufbar.

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