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Das sind die Pläne für das Grundstück

In Feldwies regieren bald die Bagger: Chiemgauhof steht vor dem Abriss

So soll der „neue“ Chiemgauhof von der Straßenseite her aussehen. Vom Dorp
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So soll der „neue“ Chiemgauhof von der Straßenseite her aussehen.
  • VonBärbel vom Dorp
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Die Überseer Uferpromenade verliert mit dem Chiemgauhof eines ihrer prägendsten Gebäude. Doch die „Lücke“ soll nicht lange bestehen bleiben: Der Neubau soll im April 2024 fertiggestellt sein.

Übersee – Der Chiemgauhof, eines der prägendsten Gebäude am Überseer Chiemseeufer im Ortsteil Feldwies, wird in Kürze abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Im Anschluss an das bisherige „gute Miteinander zwischen den Planern und der Gemeinde während der Vorplanungsphase“ hat Projektleiter Franz Wiessler jetzt Gemeinderäte und Bauverwaltung über Details des Projekts und der Bauphase informiert.

Hotel Anfang des Jahres verkauft

Der langjährige Eigentümer des Chiemgauhofs, Christoph Imdahl, hatte sein Hotel und Restaurant Anfang des Jahres an Dieter Müller verkauft, dem neben der Motel-One-Gruppe auch das Resort „Das Achental“ in Grassau gehört (wir berichteten). Das Vorhaben liegt innerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplans „Chiemseeufer“, der ein Hotel und Restaurant mit maximal drei Vollgeschossen zulässt. Das Projekt war im Vorfeld der Antragstellung mehrfach mit Bürgermeister Herbert Strauch (FBL), dem Bauwerber und der Baubehörde im Landratsamt Traunstein abgestimmt worden. Das Ergebnis entspricht von den Ausmaßen her im Wesentlichen dem Bestand.

Alle Beteiligten hatten sich darauf geeinigt, die Saison 2022 noch mitzunehmen und erst im Herbst mit den Bauarbeiten zu beginnen. Nach dem aktuellen Zeitplan war am 1. Oktober eine Hochzeit das letzte Event in den alten Räumlichkeiten. Anschließend zieht Imdahl mit seinem Inventar aus. Der Abbau von Schadstoffen soll am 20. Oktober starten und der Abriss dann im November beginnen.

Die weiteren Baufortschritte sind dann zwar wetterabhängig, aber die Fertigstellung des neuen Hauses ist für die Sommersaison 2024 angedacht. „Unser Traum wäre der 30. April“, so Wiesslers Blick in die Zukunft.

Um ein Bootshaus verlängert

Nach der aktuellen Planung werden die jetzigen 22 Mitarbeiter des „alten“ Chiemgauhofs in der Bauphase ins Resort „Achental“ gehen und zur Eröffnung des „neuen“ Chiemgauhofs zurückkommen. Dann werden in Übersee etwa 40 bis 45 Leute arbeiten. Das neue Gebäude ist mit Erdgeschoss und einer Etage konzipiert.

Lediglich zwei Suiten in der oberen Etage sollen etwas höher werden. Außerdem wird das Bauensemble im Nordwesten noch um ein neues Gebäude und ein sogenanntes „Bootshaus“ mit einem Saal für 100 bis 120 Personen verlängert, das auch für größere Veranstaltungen und Events vorgesehen ist.

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Das Hotelgebäude soll einen Natursteinsockel und eine Holzschalung im Erd- und Obergeschoss erhalten. Die Dacheindeckung ist mit Holzschindeln vorgesehen. Insgesamt sind 28 Räume mit insgesamt 60 Betten geplant, was den jetzigen Kapazitäten entspricht. Die Gaststätte soll innen mit 240 Plätzen und auf der Freischankfläche (Biergarten) mit 100 bis 150 Plätzen ausgestattet werden. Die nach der Garagen- und Stellplatzverordnung notwendigen Parkplätze seien laut Antrag vorhanden.

„Besonders charakteristisch für das Projekt ist das Thema Nachhaltigkeit in Sachen Bauen und Energie“, betonte Wiessler. So soll beispielsweise Abriss-Materialien möglichst wiederverwendet werden und das Obergeschoss komplett aus Holz gebaut werden. Am Bau sollen hauptsächlich Firmen aus der Region arbeiten, um lange Anfahrtswege zu sparen.

Transparenz über die Baufortschritt wichtig

Auch soll der wertvolle Baumbestand auf dem Grundstück nicht nur für den Biergarten erhalten bleiben. Die Sorgen von Bürgermeister Strauch hinsichtlich der Versorgung der Baustelle und der nötigen Zufahrten, vor allem in den Sommermonaten, konnte Projektleitert Wiessler etwas entkräften

„Wir haben schon jetzt festgelegt, dass die Anlieferung durch die Baufahrzeuge während der Bauphase bis 10 Uhr morgens erledigt sein muss.“

Ein großes Thema sei nach seinen Worten auch die Transparenz über die Baufortschritte. So soll es eine Webcam sowie regelmäßige Drohnenflüge über die Baustelle geben, sodass die Bürger stets informiert sind.

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