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„Persönlichkeiten, auf die die Region stolz ist“

„Botschafter der Heimat“: Diese Spitzensportler hat der Landkreis Traunstein ausgezeichnet

Beim Sportlerempfang des Landkreises Traunstein im Traunreuter Veranstaltungszentrum k1 wurden auch die Olympiateilnehmer geehrt (v.l.): Landrat Siegfried Walch, Biathlet Philipp Nawrath, Seglerin Tina Lutz und Skilangläufer Jonas Dobler und Moderator Dr. Harald von Knoerzer-Suckow.
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Beim Sportlerempfang des Landkreises Traunstein im Traunreuter Veranstaltungszentrum k1 wurden auch die Olympiateilnehmer geehrt (v.l.): Landrat Siegfried Walch, Biathlet Philipp Nawrath, Seglerin Tina Lutz und Skilangläufer Jonas Dobler und Moderator Dr. Harald von Knoerzer-Suckow.
  • Axel Effner
    VonAxel Effner
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Herausragende Sportler, die durch besonderen Einsatz und exzellente Leistungen hervorstechen, hat der Landkreis Traunstein beim traditionellen Sportlerempfang im Traunreuter Veranstaltungszentrum k1 ausgezeichnet.

Traunreut/Landkreis Traunstein – Nach zweijähriger Corona-Pause fand die große Feier heuer zum elften Mal statt. Als Höhepunkt wurde Günther Bauer aus Inzell als „internationales Aushängeschild im Eisspeedway und sportliches Urgestein der Region“ mit dem Chiemgauer Panther geehrt.

Als Stimmungs-Anheizer sorgte die AC/DC-Tribute Band „Gimme A Bullet“ in kurzen Pausen für musikalische Energiestöße.

Nach der Begrüßung der Ehrengäste und anwesenden Träger des Chiemgauer Panthers hob Landrat Siegfried Walch angesichts des in der Ukraine tobenden Kriegs das besondere Engagement und die Solidarität des Traunsteiner Vereins „Athlets for Ukraine“ hervor. Als Träger von Werten wie hohen Einsatzwillen, Ausdauer, Disziplin und harte Arbeit im Training seien die ausgezeichneten Athleten ein Aushängeschild und Identifikationsmerkmal für den Landkreis.

Engagement im Ehrenamt gewürdigt

Nur wenige Regionen seien mit einer so großen Zahl an Spitzen- und Weltspitzensportlern als „Botschafter der Heimat“ gesegnet. „Ihr seid Persönlichkeiten, auf die die Region besonders stolz ist“, sagte Walch. Der Landkreischef lobte ergänzend das große ehrenamtliche Engagement und die hohe Fachkompetenz der Trainingsmannschaften und Unterstützer hinter den Sportlern.

Den Rekorden und sportlichen Meisterleistungen ein Gesicht gaben im Anschluss die auf die Bühne gerufenen Athleten. Auszeichnungen gab es für besondere Leistungen bei Deutschen, Europa- und Weltmeisterschaften, internationalen Wettbewerben, Weltcup-Veranstaltungen und Olympia-Erfolgen. Im Rahmen der Preisverleihung beleuchtete Moderator Dr. Harald von Knoerzer-Suckow in Kurzinterviews mit einzelnen Sportlern die Geschichte hinter den Erfolgen.

Als echtes Chiemgauer Sport-Original und Ikone des deutschen Eisspeedway-Sports wurde Günther Bauer aus Inzell beim Sportler-Empfang des Landkreises mit dem Chiemgauer Panther ausgezeichnet.

Die wohl weiteste Anreise aus seinem Domizil in St. Moritz hatte Günther Traub. Als Pionier des Eis- und Rollschnelllaufes in Deutschland war der heute 83-Jährige und ehemalige Wahl-Inzeller 39-facher Landesmeister. 42 deutsche Rekorde ist er gelaufen, hat 15 Weltrekorde aufgestellt und vier Weltmeistertitel eingeheimst. Internationale Berühmtheit erlangt hat er zudem als Fitness-Papst für unzählige Prominente und Top-Sportler.

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Beim Gespräch mit Knoerzer-Suckow gab Thomas Plenk aus Inzell Einblick in die Kunst des Ranggelns, während Ju- Jutsu-Kämpferin Anja Guercke vom TSV Bergen über ihren Titelgewinn bei der Europameisterschaft in Israel erzählte. Harald Funk aus Unterwössen, dessen Familie sich seit Jahrzehnten dem Triathlon verschworen hat, berichtete von seiner Leidenschaft und der Teilnahme mit Sohn Frederic letztes Jahr beim Wettkampf in St. George/Utah in den USA, bei dem er Achter wurde. Die Erfolgsserie von Eisstockschützin Marina Dunstmair wiederum spiegelte sich darin wieder, dass sie bisher bei fast allen Sportlerempfängen seit 2010 zu Gast war.

Spannende Details erzählt

Über das harte Training über 14 Jahre hinweg bis zu ihrer Silbermedaille im Segeln bei der Sommerolympiade 2021 in Tokio erzählte Tina Lutz spannende Details. Als die „verrücktesten Olympischen Spiele von vorne bis hinten“ bezeichnete Skilangläufer Jonas Dobler den Winterwettbewerb in Peking, bei dem er kurzfristig auf einen Start beim Skiathlon verzichtet hatte. Olympiateilnehmer Philipp Nawrath, der mit der Biathlon-Staffel auf dem undankbaren vierten Platz gelandet war, berichtete über die „besonderen Sicherheitsverhältnisse und räumlichen Einschränkungen“ in Peking.

Höhepunkt des Abends war die Ehrung von Eisspeedway-Ikone Günther Bauer mit dem Chiemgauer Panther. Landrat Siegfried Walch hob die Bedeutung des Inzellers als Pionier für den deutschen Eisspeedwaysport heraus, der den Ort durch die Weltmeisterschaften zum Mekka dieses Sports gemacht hatte. Kai Schmiedeknecht, Erster Vorsitzender der DMV Landesgruppe Südbayern, erinnerte in seiner Laudatio daran, dass sich Günther Bauer bereits seit seinem zehnten Lebensjahr beim DMV und dem AMSC Übersee-Feldwies engagiert habe.

Im Wettbewerb gefürchtet

Eine Auszeichnung für seinen letztjährigen Titel als Deutscher Meister im Eisschnelllauf erhielt der 83-jährige Günther Traub, hier im Gespräch mit Moderator Dr. Harald von Knoerzer-Suckow.

Er skizzierte die Stationen des neunmaligen Deutschen Meisters, der seit 1991 über 29 Jahre hinweg eine „beispiellose Weltkarriere“ hingelegt hatte und letztlich sogar im Eisspeedway-Stammland Russland hoch anerkannt und gefürchtet war. Weder von der Motorentechnik noch von zahllosen Stürzen und schweren Verletzungen oder dem anspruchsvollen Grand Prix-System bei den Weltmeisterschaften ließ sich der gebürtige Freilassinger aufhalten.

Schmiedeknecht erinnerte an das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen Bauers beim WM-Finale 2003 in Berlin mit dem Russen Vitaly Khomitsevich. Nur ein halber Meter fehlte damals zum Weltmeistertitel. 2004 folgte der Titel des Vizeweltmeisters im Team und zwischen 1994 und 2017 sieben Bronzemedaillen mit dem deutschen Team bei den Mannschafts-Weltmeisterschaften.

Bauer selbst hob die „riesige persönliche Freude“ über die Auszeichnung hervor. Er dankte insbesondere seiner Frau über die „jahrzehntelange Unterstützung“ und freute sich, dass Sohn Luca erfolgreich in seine Fußstapfen getreten ist.

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