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Vereinsserie Caritas Prien

Caritas-Zentrum Prien ist seit 40 Jahren wichtige Anlaufstelle

Susi Blöchinger, Leitung der Chiemseer Tafel und Ehrenamtliche beim Sortieren der Ware.
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Susi Blöchinger, Leitung der Chiemseer Tafel und Ehrenamtliche beim Sortieren der Ware.

Das Caritas-Zentrum in der „Alten Post“ am Bahnhof ist bei vielen Prienern bekannt und seit über 40 Jahren ein wichtiger Bestandteil der sozialen Dienstleistungslandschaft im Chiemgau.

Prien – Als Teil des Caritasverbandes der Erzdiözese München und Freising werden die Belange des Priener Zentrums von lokalen Mitgliedern, davon 16 persönliche und vier kooperative, sowie den Pfarreien des Dekanats Chiemsee, vertreten.

Gegründet wurde das Caritas-Zentrum Prien 1979, damals als Caritas Bezirksstelle, die zunächst in der Seestraße beheimatet war. Aber schon Jahre vor der offiziellen Gründung der Bezirksstelle gab es Angebote der Caritas in Prien. So hielten Anfang der 70-er Sozialarbeiter vom Caritaszentrum in Rosenheim Sprechstunden im Priener Pfarrheim ab und berieten Menschen mit unterschiedlichen Problemen. Hier gab es ebenfalls Raum für den Austausch mit den Pfarreien des Dekanats Chiemsee bezüglich der Bewältigung von sozialen Belangen in deren Pfarrbereichen.

In den letzten vier Jahrzehnten wurde das Zentrum maßgeblich von den Leitern Gertrud Göpfert, Roland Legat und Regina Seipel und nicht zuletzt von den beiden langjährigen Team-Assistentinnen Heidi Gölkel und Uschi Arnold als gute Seelen des Hauses geprägt.

„Nah am Nächsten“, so lautet das Motto der Caritas, zu dem die Tätigkeiten und der Ansatz der Sozialen Beratung nicht besser passen könnten. Zur Sozialen Beratung kann jeder mit seinen Anliegen kommen, diese dort mit der Unterstützung professioneller Beratung reflektieren und nächste Schritte überlegen. Entweder können Probleme direkt angegangen werden oder der Betroffene wird an andere fachliche Dienste weitergeleitet.

Susi Blöchinger arbeitet seit acht Jahren in Soziale Beratung im Caritas-Zentrum in Prien und sagt dazu: „Ich mag die direkte Arbeit mit den Menschen und es macht mir Freude kreativ und vor allem gemeinsam mit ihnen an Lösungen zu tüfteln“. Sie leitet auch die 2004 gegründete Chiemseer Tafel.

300 Hilfsbedürftige und 50 Ehrenamtliche treffen sich wöchentlich in der Caritas.

Die Tafel versorgt jeden Freitag etwa 300 Menschen mit Lebensmitteln an den beiden Ausgabestellen in der Bahnhofsstraße in Bad Endorf und an der „Alten Post“ am Bahnhofsplatz in Prien. Dies ist nur möglich dank des großen Einsatzes der rund 50 ehrenamtlichen Helfer, die mit Herz und Hirn und Hand mithelfen und so die Tafel am Laufen halten.

Die Zentrumsvertretung Verena Hinze (links) unterstützt bei der digitalen Impfregistrierung.

Verena Hinze, Zentrumsvertreterin und Zuständige für den Bereich der Gemeindecaritas, findet mitmenschliches Engagement sehr wichtig. Hinze betont: „Wenn Menschen den inneren Wunsch verspüren für andere da zu sein und ihre Fähigkeiten für die Gemeinschaft einzusetzen wollen, können sie sich gerne im Caritas-Zentrum melden – auch wenn sie noch nicht wissen, was sie genau machen können. Gemeinsam wird dann überlegt, wo in den breiten Einsatzfeldern der Caritas die individuellen Fähigkeiten am besten eingebracht werden können.“

Ein Beispiel sei das ökumenische Projekt der Ämterlotsen. Ehrenamtliche unterstützen Hilfesuchende zum Beispiel bei Behördengängen oder Antragsstellungen. In der Fachstelle für Pflegende Angehörige erhalten diese Beratung und Unterstützung. Mitarbeiter der Schulden- und Insolvenzberatung sowie der Sozialpsychiatrische Dienst (SPDI) sind zweimal wöchentlich erreichbar.

Der SPDI hat im vergangenen Jahr zusätzlich zum Beratungsangebot in der „Alten Post“ eine neue Tagesstätte für psychische Gesundheit mit unterschiedliche Gruppenangeboten und einen Mittagstisch für psychisch belastete Menschen eröffnet.

Die Erziehungsberatungsstelle bietet ein vielseitiges Angebot für Familien, Kinder, Jugendliche und Eltern. Dieses reicht von Beratung zu Fragen des familiären Zusammenlebens, über Unterstützung bei Fragen zur kindlichen Entwicklung hin zu Hilfen in aktuellen Krisen.

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Noch sind das Caritas-Zentrum und die Beratungsstelle für Eltern, Kinder, Jugendliche und Familien räumlich getrennt. Dies wird sich schon im Laufe des nächsten Jahres ändern, wenn alle Dienste in das neu gebaute Zentrum in der Beilhackstraße umziehen. Neben den bisher angebotenen Diensten wird dort auch die integrative Spielgruppe für Kinder des Sozialdienstes der katholischen Frauen sowie die Frühförderstelle der Caritas unter einem Dach sein. Dies wird eine noch engere Verzahnung der Angebote und individuelle Lösungen für jeden Einzelnen ermöglichen.

Im Frühjahr und im Herbst jeden Jahres finden die Sammlungen der Pfarreien statt. 60 Prozent der Spenden gehen an das Caritas-Zentrum, während 40 Prozent für direkte Hilfen in den Pfarreien bleiben. Die Erlöse der Sammlungen sind ein wichtiger Beitrag zur Finanzierung des Caritas-Zentrums und zum Aufrechterhalten des Angebots: „Ohne die Großzügigkeit der Spender und den Fleiß der Sammlerinnen gäbe es diese Caritasstelle nicht.“

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