Bis zu 80 neue Arbeitsplätze: Mit Business-Idee das letzte Grundstück in Seeon ergattert

Auf diesem rund 3500 Quadratmeter großen Grundstück im Gewerbegebiet Seeon IV soll ein Businesspark entstehen. Der Gemeinderat hat sich bei der Vergabe des letzten freien Grundstücks in diesem Gewerbegebiet dafür entschieden, der Schreinerei Daxenberger den Zuschlag zu geben. Neben dem ortsansässigen Familienunternehmen hatte sich auch ein Kfz-Betrieb aus Seebruck um das Grundstück beworben.
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Auf diesem rund 3500 Quadratmeter großen Grundstück im Gewerbegebiet Seeon IV soll ein Businesspark entstehen. Der Gemeinderat hat sich bei der Vergabe des letzten freien Grundstücks in diesem Gewerbegebiet dafür entschieden, der Schreinerei Daxenberger den Zuschlag zu geben. Neben dem ortsansässigen Familienunternehmen hatte sich auch ein Kfz-Betrieb aus Seebruck um das Grundstück beworben.
  • vonGabi Rasch
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Im neuen Seeoner Gewerbegebiet will die Schreinerei Daxenberger große Pläne verwirklichen: Wie bekannt wurde, sollen auf ihrem Betriebsgelände Existenzgründer zum Zug kommen. Bis zu 80 regionale Arbeitsplätze könnten so entstehen.

Seeon-Seebruck – Das letzte noch freie Grundstück im Gewerbegebiet Seeon IV ist vergeben. Nach Informationen der Chiemgau Zeitung ist die Daxenberger Schreinerei GmbH zum Zug gekommen. Das in Seeon ansässige Unternehmen hat vor, auf dem rund 3500 Quadratmeter großen Grundstück einen sogenannten Businesspark zu bauen. Für das Grundstück, das im Juli vor einem Jahr öffentlich ausgeschrieben wurde, hatte sich auch Michael Huber aus Seebruck beworben, der sich dort mit seiner Land- und Baumaschinenwerkstatt in Kombination mit einem Lohnbetrieb niederlassen wollte.

Ergebnis sollte noch geheim bleiben

Präsentiert wurden die beiden Projekte in der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung in der Turnhalle in Seeon. Die Entscheidung, wer das Grundstück bekommen soll, fiel in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung.

Deswegen teilte die Gemeindeverwaltung auf Nachfrage zunächst mit, das Ergebnis dieses Beschlusses werde voraussichtlich erst in einer der nächsten öffentlichen Sitzungen bekannt gegeben. Aus Teilnehmerkreisen sickerte jedoch bereits durch, dass die Firma Daxenberger den Zuschlag erhalten habe.

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Um Transparenz zu schaffen und die Bürgerschaft an den Fakten zu beteiligen, habe man sich darauf verständigt, die geplanten Projekte in der öffentlichen Sitzung zu präsentieren und über die Vergabe nichtöffentlich zu entscheiden, sagte Bürgermeister Martin Bartlweber (FW). Er forderte den Gemeinderat auf, objektiv und nicht nach persönlichen Befindlichkeiten zu entscheiden.

Gemeinsame Räume für Veranstaltungen und Austellungen

Das geplante Entwicklungsprojekt der Firma Daxenberger stellten die Söhne der Firmeninhaber Bastian, Stefan und Simon Daxenberger vor. Die mittlerweile dritte Generation der 1963 gegründeten Schreinerei mit derzeit rund 90 Mitarbeitern plant, den bestehenden Betrieb um ein Logistikzentrum zu erweitern.

Dieser sogenannte Businesspark soll sowohl dem eigenen Betrieb als auch Berufseinsteigern die Chance einräumen, sich weiter zu entwickeln und existenzgründend eine Zukunft aufzubauen. Sie sehen darin ein innovatives Zukunftsprojekt, in einer Bürogemeinschaft mit gemeinsamen Veranstaltungs- und Ausstellungsräumen, Symbiosen zu erarbeiten.

Bis zu 80 regionale Arbeitsplätze

Das Konzept stärke die Innovationskraft und Fachkräftesicherung für den Chiemgau und steigere die Attraktivität der Gemeinde, sagte Bastian Daxenberger: „Wir können damit junge Gründer in der Region halten und bis zu 80 Arbeitsplätze in der Gemeinde schaffen.“ Rund 2,5 Millionen Euro will man in das Projekt investieren.

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Der zweite Bewerber, Michael Huber, ist nach eigener Aussage seit drei Jahren auf der Suche nach einem Grundstück, um seinen Betrieb weiter zu entwickeln und auszubauen. In einem ersten Bauabschnitt hatte er vor, zunächst eine Werkstatt und eine Lagerhalle zu bauen, um langfristig bis zu neun Vollzeitkräfte zu beschäftigen. In einem zweiten Bauabschnitt wollte er ein Büro- und Wohngebäude errichten.

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